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Der Kfz-Mechatroniker – die weibliche Form ist Kfz-Mechatronikerin – wartet, prüft und repariert Fahrzeuge und verbindet dabei Mechanik und Elektronik zu einem Berufsbild. Der Beruf entstand, als sich beide Bereiche im Fahrzeug immer weniger trennen ließen: Er löste die früheren Kfz-Berufe wie den Kfz-Mechaniker und den Kfz-Elektriker ab. Weil moderne Fahrzeuge ohne Elektronik und Software nicht mehr auskommen, muss heute versiert sein, wer an Autos schraubt – mechanisch wie elektronisch.
Das Berufsbild des Kfz-Mechatronikers
Der Kfz-Mechatroniker übernimmt Durchsicht, Wartung, Reparatur und Fehlersuche an Kraftfahrzeugen – vom Zweirad über Personenkraftwagen bis zu Lastkraftwagen und Nutzfahrzeugen. Die meisten Kfz-Mechatroniker arbeiten in Reparaturwerkstätten und führen diese Arbeiten an Kundenfahrzeugen aus.
Der Arbeitsalltag ist abwechslungsreich: Am einen Fahrzeug wird mit Kraftaufwand ein defekter Auspuff gewechselt, am nächsten mit dem Diagnosegerät die Steuerelektronik ausgelesen. Weil jedes Fahrzeug einen hohen Wert hat und die Fahrsicherheit von sauberer Arbeit abhängt, sind ein sorgfältiges, verantwortungsbewusstes Vorgehen und selbstständiges Arbeiten Pflicht.
Häufig steht der Kfz-Mechatroniker im direkten Kontakt mit den Kunden. Er muss ihnen verständlich erklären können, welche Arbeiten nötig sind oder ausgeführt wurden – ein freundliches, sachliches Auftreten gehört deshalb zum Beruf.
Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker
Kfz-Mechatroniker ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und findet im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule statt. Ausgebildet wird sowohl im Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk als auch in der Industrie; zuständige Stelle ist je nach Betrieb die Handwerkskammer (HWK) oder die Industrie- und Handelskammer (IHK). Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker (KfzMechaAusbV), die in ihrer neu geordneten Fassung am 1. August 2013 in Kraft trat.
Einen bestimmten Schulabschluss schreibt die Ausbildungsordnung nicht vor; der Beruf eignet sich für Frauen und Männer gleichermaßen. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik helfen, die Zusammenhänge der Fahrzeugtechnik zu verstehen; handwerkliches Geschick und die Bereitschaft zum selbstständigen Arbeiten sind ebenso wichtig.
Nach einer gemeinsamen Grundausbildung vertiefen die Auszubildenden ihren Beruf etwa ab dem dritten Ausbildungsjahr in einem von fünf Schwerpunkten:
- Personenkraftwagentechnik
- Nutzfahrzeugtechnik
- Motorradtechnik
- Karosserietechnik
- System- und Hochvolttechnik
Der Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik ist der jüngste und trägt der wachsenden Bedeutung von Elektro- und Hybridfahrzeugen Rechnung.
Qualifikation und Berufschancen
Mit der bestandenen Abschlussprüfung ist der Kfz-Mechatroniker Geselle beziehungsweise Facharbeiter. Danach stehen mehrere Wege offen: die Weiterbildung zum geprüften Kfz-Servicetechniker, zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Fahrzeugtechnik oder die Meisterprüfung im Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk. Wer den Meisterbrief hat, darf einen eigenen Betrieb führen und selbst ausbilden.
Die Berufsaussichten sind gut, wenn die Grundlagen stimmen: fundiertes Fachwissen, Einsatzbereitschaft, selbstständiges Arbeiten und ein freundlicher Umgang mit Kunden. Wie sich Qualifikation und Erfahrung auf den Verdienst auswirken, hängt von Region, Betrieb und Spezialisierung ab; einen Überblick bietet der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.
Webtipp
KFZ-Mechatroniker-Meister.de – Übungsaufgaben und Prüfungsfragen zur Vorbereitung auf die Gesellen- und Meisterprüfung.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker?
Die duale Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und findet im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule statt.
Welche Voraussetzungen werden für die Ausbildung benötigt?
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Gute Noten in Mathematik und Physik, handwerkliches Geschick und Sorgfalt sind von Vorteil.
Welche Schwerpunkte gibt es in der Ausbildung?
Nach der Grundausbildung wird in einem von fünf Schwerpunkten vertieft: Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, Karosserietechnik oder System- und Hochvolttechnik.
Welche Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?
Möglich sind unter anderem die Weiterbildung zum geprüften Kfz-Servicetechniker, zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Fahrzeugtechnik sowie die Meisterprüfung im Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk. Mit dem Meisterbrief lässt sich ein eigener Betrieb führen.












