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Maurer arbeiten auf Baustellen im Hoch- und Tiefbau. Im Hochbau errichten sie Gebäude, im Tiefbau entstehen unter ihrer Mitwirkung zum Beispiel Tunnel oder Kanalsysteme. Zum Berufsbild gehört weit mehr als das Mauern von Wänden aus Steinen: Maurer montieren Fertigelemente, gießen Fundamente und Decken, fertigen Schalungen an und verputzen Wände.
Auch im Sanierungs- und Instandhaltungsbereich sind Maurer gefragt. Das Abdichten von Böden und Wänden sowie das Einrichten von Drainagen gehört ebenfalls zu ihrem Aufgabengebiet.
Aufgaben und Materialkenntnis
Ein Maurer kennt sich mit unterschiedlichen Steinarten und Baustoffen sowie deren Verarbeitung aus. Aus Zement, Sand oder Kies und Wasser stellt er Mörtel, Beton oder Estrich her und verarbeitet diese Baustoffe fachgerecht. Er vermisst Bauwerke und Bauteile und bedient Baumaschinen wie den Betonmischer. Bei der Maurerausbildung werden die Fertigkeiten unter Berücksichtigung der Schwerpunkte Maurerarbeiten, Beton- und Stahlbetonarbeiten sowie Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten vermittelt.
Ausbildung zum Maurer
Maurer ist ein anerkannter Ausbildungsberuf in der Bauwirtschaft. Die Ausbildung ist als Stufenausbildung angelegt und dauert insgesamt drei Jahre.
Die erste Stufe umfasst zwei Jahre. Danach besteht die Möglichkeit, die Ausbildung als Hochbaufacharbeiter mit dem Schwerpunkt Maurerarbeiten abzuschließen. An diese Grundstufe schließt im dritten Jahr die zweite Stufe an, die mit der Gesellenprüfung zum Maurer endet.
Ausgebildet wird an drei Lernorten: im Ausbildungsbetrieb, in der Berufsschule und im überbetrieblichen Ausbildungszentrum. Mit der Neuordnung der Bauausbildung wurde für die dreijährigen Bauberufe eine gestreckte Gesellenprüfung eingeführt: Teil 1 wird zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres abgelegt und geht mit 40 Prozent in das Ergebnis ein, Teil 2 folgt am Ende der Ausbildung und zählt 60 Prozent.
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis stellen die Betriebe überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Wer Maurer werden möchte, sollte körperlich fit, kräftig und schwindelfrei sein, denn die Arbeit findet im Freien statt, verlangt Kraft und wird mitunter in großer Höhe verrichtet.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Maurer?
Die Ausbildung zum Maurer ist als Stufenausbildung organisiert und dauert insgesamt drei Jahre. Nach der zweijährigen ersten Stufe kann sie als Hochbaufacharbeiter abgeschlossen werden; die dritte Jahresstufe endet mit der Gesellenprüfung zum Maurer.
Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Maurer?
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben; die meisten Betriebe stellen Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Wichtig sind körperliche Fitness, Kraft und Schwindelfreiheit, da die Arbeit überwiegend im Freien und teils in großer Höhe stattfindet.
Was ist der Unterschied zwischen Hochbaufacharbeiter und Maurer?
Der Hochbaufacharbeiter ist der Abschluss der ersten, zweijährigen Stufe der Bauausbildung. Der Maurer ist die darauf aufbauende Spezialisierung, die nach dem dritten Ausbildungsjahr mit der Gesellenprüfung erreicht wird.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung zum Maurer?
Nach der Gesellenprüfung sind unter anderem der geprüfte Polier, der Maurermeister sowie der staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Bautechnik möglich. Mit Hochschulzugangsberechtigung – oder über den Meistertitel – kommt außerdem ein Studium in Frage, etwa Bauingenieurwesen oder Architektur.













