Facility Manager: Berufsbild, Aufgaben und Weiterbildung

Ein Facility Manager plant, steuert und überwacht sämtliche Leistungen, die für den Betrieb, die Instandhaltung und die Werterhaltung von Gebäuden nötig sind. Sein Verantwortungsbereich geht damit deutlich über den einer klassischen Hausverwaltung hinaus: Er reicht von der technischen Betreuung der Gebäudetechnik über die Steuerung externer Dienstleister bis zur kaufmännischen Bewirtschaftung öffentlicher wie privater Liegenschaften. Gebräuchliche Bezeichnungen sind auch Gebäudemanager, Liegenschaftsverwalter oder Gebäudeverwalter. Mehr dazu: Was versteht man unter Facility Management?

Gefragt sind Facility Manager unter anderem in der Immobilienwirtschaft, in der Hotellerie und Gastronomie, im Gesundheits- und Bildungswesen sowie in der Industrie. Grundlage für den Beruf ist meist eine technische oder kaufmännische Ausbildung, ergänzt um einschlägige Weiterbildungen.

Die Aufgaben eines Facility Managers

Fachlich gehört der Beruf zum Gebäudemanagement. Die DIN 32736 unterscheidet dabei drei Kernbereiche – technisches, infrastrukturelles und kaufmännisches Gebäudemanagement – ergänzt um das Flächenmanagement. Ein Facility Manager koordiniert diese Bereiche und sorgt dafür, dass ein Gebäude sicher, wirtschaftlich und störungsfrei betrieben wird.

Technisches Gebäudemanagement

Dazu zählen Betrieb, Wartung, Prüfung und Instandhaltung der technischen Anlagen sowie die Planung und Begleitung von Sanierungen. Ziel ist, die Funktionsfähigkeit der Haus- und Gebäudetechnik sicherzustellen und teure Folgeschäden durch vorbeugende Maßnahmen zu vermeiden.

Kaufmännisches Gebäudemanagement

Im kaufmännischen Bereich steht die wirtschaftliche Steuerung im Vordergrund: Budgetplanung, Kalkulation und Kontrolle der Betriebskosten, Vertragsmanagement mit Dienstleistern sowie das betriebswirtschaftliche Controlling der Immobilie.

Infrastrukturelles Gebäudemanagement und Nachhaltigkeit

Zum infrastrukturellen Gebäudemanagement gehören unterstützende Dienste wie Reinigung, Sicherheit, Grünpflege oder Winterdienst. Zunehmend wichtiger wird das Energiemanagement: Energieeffiziente Konzepte senken die Betriebskosten und tragen zur Werterhaltung der betreuten Liegenschaften bei.

Schaubild: Facility Manager
Leistungsbereich Typische Aufgaben
Technisches Gebäudemanagement Wartung, Prüfung, Instandhaltung und Sanierung der Anlagen
Kaufmännisches Gebäudemanagement Betriebskosten kalkulieren, Verträge und Budgets steuern, Controlling
Infrastrukturelles Gebäudemanagement Reinigung, Sicherheit, Grün- und Winterdienst organisieren
Flächen- und Energiemanagement Flächennutzung optimieren, energieeffiziente Konzepte entwickeln
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Qualifikationen und Weiterbildung im Facility Management

Einen bundesweit einheitlich geregelten Ausbildungsberuf „Facility Manager“ gibt es nicht. Der Einstieg gelingt meist über eine technische oder kaufmännische Berufsausbildung oder über ein Studium in Fachrichtungen wie Facility Management, Gebäudetechnik, Immobilienwirtschaft oder Betriebswirtschaft.

Für die Spezialisierung stehen anerkannte Weiterbildungen bereit. Die Fortbildung zum Fachwirt für Facility-Management wird über die Kammern geprüft; Voraussetzung ist in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung im technischen oder kaufmännischen Bereich sowie die Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang. Kammern (IHK/HWK) und Anbieter wie die TÜV SÜD Akademie bieten dazu GEFMA-orientierte Lehrgänge an, die sich auch für Quereinsteiger eignen.

Typische Wege der Qualifizierung:

  • Technische oder kaufmännische Berufsausbildung als Grundlage
  • Studium im Facility Management oder in verwandten Fachrichtungen
  • Weiterbildung zum Fachwirt für Facility-Management (Kammern)
  • Zertifikatslehrgänge und Seminare, unter anderem GEFMA-orientiert

Neben Fachthemen wie der Gebäudetechnik gehören auch rechtliche Grundlagen – etwa zu Mietrecht und Verkehrssicherungspflichten – sowie Kommunikations- und Führungskompetenzen zum Anforderungsprofil.

Facility Manager Weiterbildung

Bedeutung und Verdienst

Facility Manager sichern den reibungslosen Betrieb von Gebäuden und beeinflussen mit ihrer Arbeit sowohl die Betriebskosten als auch den langfristigen Werterhalt einer Immobilie. Entsprechend gefragt sind sie in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.

Wie hoch der Verdienst ausfällt, lässt sich nicht pauschal beziffern: Er hängt von Qualifikation, Verantwortung, Erfahrung, Region und Arbeitgeber ab. Einen Anhaltspunkt zu marktüblichen Gehältern bietet der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Was macht ein Facility Manager im Arbeitsalltag?

Er organisiert den Betrieb von Gebäuden: Wartung und Instandhaltung der Technik, Steuerung von Dienstleistern wie Reinigung oder Sicherheit, Kontrolle der Betriebskosten und Vertragsmanagement. Damit deckt er technisches, infrastrukturelles und kaufmännisches Gebäudemanagement ab.

Welche Ausbildung oder welches Studium braucht man für den Einstieg?

Üblich ist eine technische oder kaufmännische Berufsausbildung oder ein Studium in Fachrichtungen wie Facility Management, Gebäudetechnik oder Immobilienwirtschaft. Auch Quereinsteiger mit Berufserfahrung können über Weiterbildungen einsteigen.

Wie viel verdient ein Facility Manager in Deutschland?

Das lässt sich nicht pauschal sagen: Der Verdienst richtet sich nach Qualifikation, Verantwortung, Erfahrung, Betriebsgröße und Region. Einen aktuellen Überblick zu marktüblichen Gehältern liefert der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.

Welche Weiterbildungen und Zertifikate sind sinnvoll?

Verbreitet ist die Fortbildung zum Fachwirt für Facility-Management, die über die Kammern geprüft wird und eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt. Ergänzend gibt es Zertifikatslehrgänge, etwa GEFMA-orientierte Angebote von IHK/HWK oder der TÜV SÜD Akademie.

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