Hausmeister

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Der Hausmeister oder Hauswart kümmert sich um alle Belange in und um die Objekte seiner Arbeitgeber. Er ist die wichtigste Schnittstelle zwischen Mietern und Hauseigentümern oder -verwaltungen und dient beiden als Ansprechpartner. Außerdem vermittelt er zuweilen den Kontakt zu weiteren Dienstleistern, wie zum Beispiel zu Elektrikern oder Grünflächenpflegern.
Normalerweise bringt ein Hauswart ein umfassendes handwerkliches Verständnis mit. So kann er anfallende Arbeiten einschätzen und zu einem großen Teil sogar selbst bewältigen.
Weitere typische Aufgabenfelder für Hausmeister sind das Ablesen von Zählerständen, die Anfertigung von Übergabeprotokollen und die Reinigung von Treppenhäusern. Auch zunehmend technische Arbeiten, wie die Bedienung von Aufzugsanlagen oder elektrischen Toren und Rollläden gehören zum Berufsalltag.

Hausmeister üben einen vielfältigen und zukunftsfähigen Beruf aus. In den meisten Fällen haben angehende Hauswarte bereits einen handwerklichen Beruf gelernt, beispielsweise Elektriker, Schlosser oder Schreiner. Dieses Geschick bringen sie in ihr zukünftiges Arbeitsfeld mit ein. Jedoch müssen sie sich stets vergewissern, ob sie für die geforderten Tätigkeiten eventuell eine Zulassung benötigen. Seit 2003 dürfen Hausmeister zwar allgemein mehr qualifizierte Aufgaben übernehmen, viele Bereiche jedoch bleiben Meisterbetrieben vorbehalten.
So ist für Hausmeister auch die Industrie- und Handelskammer zuständig und nicht etwa die Handwerkskammer.

Interessanterweise gibt es den Beruf des Hausmeisters in dieser Form eigentlich gar nicht. Zumindest zählt er in Deutschland nicht zu den anerkannten Ausbildungsberufen. Das bedeutet auch, dass sich theoretisch jeder mit dem Titel des Hausmeisters schmücken könnte. In der Realität sieht es natürlich anders aus. Wohnungseigentümer oder Hausverwaltungen setzen seit Jahren auf private Weiterbildung ihrer Mitarbeiter in Form von Lehrgängen oder Seminaren. Einige dieser Ausbildungen enden mit einem staatlich anerkannten Abschluss. Dieses uneinheitliche Ausbildungsangebot sorgt seit vielen Jahren für Diskussionen und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten.

Ein Hausmeister koordiniert, vermittelt, repariert, reinigt, schlichtet und vieles mehr. Nicht jedem liegen alle Aufgabenfelder. Dementsprechend sollte man bei der Wahl zukünftiger Arbeitgeber auf die genaue Aufgabenstellung achten. So sind kleinere Objekte oftmals persönlicher bewirtschaftet. Der Hausmeister ist hier Vertrauensperson und Allrounder. Zudem wohnt er oft im selben Haus und ist mehr oder weniger ständig erreichbar. Hier sind soziale Kompetenzen und Vielseitigkeit gefragt.

Arbeitet ein Hauswart hingegen für einen großen Arbeitgeber, werden die Arbeitsbereiche üblicherweise aufgeteilt. So ist man als ausgebildeter Elektriker beispielsweise Teil der Gruppe, welche die Wartung und Bedienung der elektrischen Anlagen übernimmt. Mögliche weitere Teams bilden sich für Grünflächenpflege, Gebäudereinigung oder Sanitärinstallateure. Hier ist es auch möglich, dass der Einsatzort wechselt, wenn der Eigentümer mehrere Objekte verwaltet oder verwalten lässt.

Ungelernte Arbeiter werden – bis auf seltene Ausnahmen – schon lange nicht mehr als Hausmeister eingestellt. Mögliche Ausbildungen und Seminare werden zum Teil von Arbeitgebern angeregt und meistens auch (mit-) finanziert. Doch auch für selbstorganisierte Quereinsteiger gibt es einige interessante Aus- und Weiterbildungen.
Mit der „Weiterbildung zum technischen Hausmeister“ erwirbt man je nach Anbieter sogar eine Zusatzqualifizierung zur Elektrofachkraft. Allerdings wird in den meisten Fällen ein abgeschlossener handwerklicher Beruf vorausgesetzt.

Die „Modulare Qualifizierung Fachkraft für Gebäudetechnik & Hausmeisterdienste“ wird zum Beispiel vom TÜV Nord angeboten. Sie richtet sich auch an handwerklich geschickte Seiteneinsteiger ohne entsprechende Berufsausbildung.

Die Auswahl an Weiterbildungen für Hauswarte ist ebenso groß wie ihr Einsatzgebiet.

Möglich ist aber auch die Fortbildung zum Fachwirt für Facility Management oder sogar das Studium zum Gebäudeverwalter oder Facility Manager.