Inhaltsverzeichnis

Wer eine Fremdsprache wirklich beherrschen will, kommt am Alltag im Zielland kaum vorbei. Erst dort verbinden sich die Vokabeln aus dem Unterricht mit gesprochener Sprache, Redewendungen und Kultur. Für Erwachsene in Ausbildung oder Studium ist eine Sprachreise deshalb doppelt sinnvoll: Sie verbessert die Sprachkenntnisse und bringt zugleich Auslandserfahrung, die im späteren Berufsleben zählt.
Gerade das Studium bietet günstige Gelegenheiten. Die langen Semesterferien lassen sich für einen Kurs im Ausland nutzen, und wer jung ist, knüpft dort meist schnell Kontakte, lernt Land und Leute kennen und lotet berufliche Perspektiven aus.
Warum Englisch die wichtigste Zielsprache ist

Englisch ist Welt- und zugleich Wissenschaftssprache. In vielen Studienfächern wird international auf Englisch diskutiert und vor allem publiziert; auch die Arbeitswelt kommt ohne Englisch kaum aus. Schulenglisch reicht für die einfache Verständigung, doch bei Konferenzen, Videocalls und in der schriftlichen Kommunikation sind sichere, flüssige Kenntnisse gefragt – also die Fähigkeit, eigene Argumente und Ergebnisse angemessen zu formulieren.
Der Vorteil beim Englischlernen: Als Ziel kommt eine ganze Reihe von Ländern infrage. Neben Großbritannien sind das die USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika. Auch die Mittelmeerinsel Malta, wo Englisch neben Maltesisch Amtssprache ist, ist ein beliebtes und vergleichsweise nahes Ziel.
Die Sprachreise ins Studium integrieren
Wer eine Sprachreise gleich mit dem Studium verzahnt, spart Zeit und sammelt zugleich fachlich verwertbare Erfahrung. Sinnvoll ist die Frage, welches Land, welche Stadt und welche Hochschule zum eigenen Fach passen und welche Sprache dafür gebraucht wird. So lässt sich vorhandenes Schulenglisch gezielt um Fachvokabular und Fachtermini erweitern.
Die Kursform richtet sich nach dem Ziel: ein klassischer Standard- oder Intensivkurs, ein Zertifikatskurs (etwa wenn die Studienordnung einen Nachweis verlangt), ein Konversationskurs, ein Businesskurs oder eine Aktiv- und Gruppenreise. Häufig lässt sich der Aufenthalt auch mit einem Pflichtpraktikum oder Forschungsaufenthalt im Ausland verbinden.
Erasmus+: Förderung für Studierende und Doktoranden
Auslandsaufenthalte im Studium unterstützt die EU seit langem: Das Erasmus-Programm besteht seit 1987, aktuell läuft es unter dem Namen Erasmus+ in der Programmgeneration 2021 bis 2027. Gefördert werden Studienaufenthalte in allen drei Studienzyklen – Bachelor, Master und Promotion.
Pro Studienzyklus ist eine Förderung von bis zu 12 Monaten möglich; bei einstufigen Studiengängen wie Staatsexamen oder Diplom sind es bis zu 24 Monate. Ein einzelner Studienaufenthalt dauert dabei zwischen 2 und 12 Monaten. Erasmus+ fördert nicht nur das Studium, sondern auch Praktika im Ausland: Absolventinnen und Absolventen können ein gefördertes Praktikum bis zu 12 Monate nach dem Abschluss absolvieren, sofern der Antrag noch während des Studiums gestellt wird. Neben dem monatlichen Zuschuss gibt es unter anderem einen Reisekostenzuschuss; die genaue Förderhöhe hängt vom Zielland ab und wird von der Nationalen Agentur für Erasmus+ beim DAAD veröffentlicht.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange kann ich mit Erasmus+ im Ausland studieren?
Pro Studienzyklus – Bachelor, Master und Promotion – sind bis zu 12 Monate förderfähig, bei einstufigen Studiengängen wie Staatsexamen oder Diplom bis zu 24 Monate. Ein einzelner Aufenthalt dauert zwischen 2 und 12 Monaten.
Fördert Erasmus+ auch Praktika im Ausland?
Ja. Neben Studienaufenthalten werden auch Auslandspraktika gefördert. Absolventinnen und Absolventen können ein Praktikum bis zu 12 Monate nach dem Abschluss antreten, wenn sie den Antrag noch während des Studiums stellen.
Welche Länder eignen sich für eine Englisch-Sprachreise?
Für Englisch kommen unter anderem Großbritannien, die USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika infrage. Auch auf Malta ist Englisch Amtssprache, weshalb die Insel ein beliebtes Ziel innerhalb Europas ist.
Welche Kursart passt zu meinem Studienfach?
Das hängt vom Ziel ab: Ein Standard- oder Intensivkurs eignet sich für den allgemeinen Ausbau, ein Zertifikatskurs für geforderte Nachweise, ein Konversations- oder Businesskurs für berufsnahe Kommunikation. Wichtig ist, das Fachvokabular des eigenen Studienfachs einzubeziehen.