Briefträger – Ausbildung, Aufgaben und Berufsbild

Briefträger stellt Post an Hausbriefkästen zu
maxmann / Pixabay

Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen“ lautet die offizielle Berufsbezeichnung für den Ausbildungsberuf, den viele nach wie vor als Briefträger kennen. Zu den Aufgaben gehört weit mehr, als Briefe und kleinere Postsendungen zuzustellen: Postkästen entleeren, Sendungen sortieren, eine Zustellroute planen und die dafür nötigen vorbereitenden Arbeiten sorgfältig erledigen. Der Arbeitstag beginnt häufig in den frühen Morgenstunden vor der eigentlichen Tour und endet nicht mit der letzten ausgegebenen Sendung.

Im Anschluss stehen dokumentierende Tätigkeiten an – etwa wenn Sendungen nicht zugestellt werden konnten oder wenn Zahlungen entgegengenommen wurden. Da Briefträger meist mit Zustellwagen, Zustellkarre oder Fahrrad unterwegs sind, ist eine gute körperliche Ausdauer im Berufsalltag wichtig.

Schaubild: Briefträger

Ausbildung und Qualifizierung des Briefträgers

Seit 2005 ist die „Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen“ ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Die zugrunde liegende Verordnung wurde am 22. März 2005 erlassen und trat am 1. August 2005 in Kraft. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und wird im dualen System bei Kurier- und Postdiensten sowie in der Berufsschule absolviert.

Die angehenden Briefträger lernen, Sendungen zu sortieren, zu überprüfen und die Vorgänge bei der Zustellung zu dokumentieren. Sie befassen sich mit rechtlichen Fragen ebenso wie mit Zahlungsvorgängen und Entgeltberechnungen. Auch die Kommunikation mit Kundinnen und Kunden steht auf dem Ausbildungsplan – etwa beratende Gespräche oder die Bearbeitung von Reklamationen. Hinzu kommt die Arbeit am PC mit der firmeninternen Software. Rechtlich ist für den Zugang zur Ausbildung keine bestimmte schulische Vorbildung vorgeschrieben.

Die Ausbildung schließt mit einer Abschlussprüfung ab; eine Zwischenprüfung findet bereits im Verlauf der zwei Jahre statt.

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Wer nach dem Abschluss weiterkommen möchte, kann auf der zweijährigen Fachkraftausbildung aufbauen: Ein drittes Ausbildungsjahr führt zum Abschluss als Kaufmann bzw. Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen. Darüber hinaus sind Weiterbildungen im Bereich Logistik möglich.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Briefträger?

Die Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen dauert zwei Jahre und findet dual im Betrieb und in der Berufsschule statt.

Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung zum Briefträger?

Rechtlich ist keine bestimmte schulische Vorbildung vorgeschrieben. In der Praxis achten Betriebe vor allem auf Zuverlässigkeit, körperliche Belastbarkeit und einen freundlichen Umgang mit Kundinnen und Kunden.

Welche Aufgaben hat ein Briefträger?

Neben dem Zustellen von Briefen und kleineren Sendungen gehören das Sortieren und Prüfen der Post, das Entleeren von Postkästen, das Planen der Zustellroute sowie das Dokumentieren nicht zugestellter Sendungen zu den Aufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung zum Briefträger?

Auf die zweijährige Fachkraftausbildung lässt sich ein drittes Ausbildungsjahr aufbauen, das zum Abschluss als Kaufmann bzw. Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen führt. Zusätzlich gibt es Weiterbildungsangebote im Bereich Logistik.