Pilates Trainer: Aufgaben, Ausbildung und Voraussetzungen

Pilates Trainer leitet eine Gruppe beim Mattentraining an
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Pilates ist ein Ganzkörpertraining, das vor allem die Rücken-, Bauch- und Beckenbodenmuskulatur kräftigt. Benannt ist die Methode nach ihrem Erfinder Joseph H. Pilates.

Der 1883 in Mönchengladbach geborene Pilates entwickelte seine Bewegungslehre während seiner Internierung als „feindlicher Ausländer“ in Großbritannien im Ersten Weltkrieg und nannte sie zunächst „Contrology“. Sein Grundgedanke: Die bewusst vom Geist gesteuerte Anspannung stärkt die Muskulatur. Lange Zeit blieb Pilates einer kleinen Anhängerschaft vorbehalten. Das änderte sich in den 1990er-Jahren, als Fitnessstudios die Methode in ihr Kursprogramm aufnahmen.

Aufgabengebiete eines Pilates Trainers

Pilates Trainer leiten Gruppenkurse und Einzelstunden – in Fitnessstudios, an Volkshochschulen, in Wellnesshotels oder anderen Einrichtungen. Sie zeigen Dehn- und Kräftigungsübungen vor und achten bei den Teilnehmern auf die korrekte Ausführung. Der Job lässt sich in Vollzeit oder nebenberuflich ausüben. Weil das Interesse an Bewegung als gesundheitsfördernder Maßnahme wächst, gelten die Berufsaussichten als stabil.

Ausbildung zum Pilates Trainer

„Pilates Trainer“ ist in Deutschland keine geschützte oder reglementierte Berufsbezeichnung – grundsätzlich darf sich jeder so nennen. Das Basiswissen vermitteln vergleichsweise kurze Ausbildungen. Der Deutsche Pilates Verband (DPV) setzt sich für einheitliche Qualitätsstandards ein.

Für krankenkassenanerkannte Präventionskurse gelten strengere Vorgaben: Die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) verlangt gemäß dem Präventionsleitfaden neben einer einschlägigen Grundqualifikation eine Pilates-Trainer-Ausbildung mit mindestens 100 Unterrichtseinheiten. Für manche Kurse ist zusätzlich der Nachweis eines Erste-Hilfe-Zertifikats nötig.

Im Mattentraining lernen die Teilnehmer, jede Übung korrekt auszuführen. Ein weiterer wichtiger Teil der Ausbildung ist das richtige Korrigieren; zum Prüfungsumfang gehört in der Regel ein Lehrauftritt. Auch die Theorie zählt: pädagogische Grundkompetenzen, damit Trainer jede Übung verständlich erklären können, sowie Grundlagen der Anatomie und Biomechanik.

Nach dem Grundkurs stehen verschiedene Weiterbildungsmodule zur Wahl, etwa Pilates in der Schwangerschaft oder Pilates für Kinder. Wer sich beim Deutschen Pilates Verband registrieren lässt, sollte laufende Fortbildungen nachweisen – nach Verbandsempfehlung mindestens 16 Zeitstunden innerhalb von zwei Jahren.

Schaubild: Pilates Trainer

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Pilates Trainer?

Eine einheitliche Dauer gibt es nicht, weil der Beruf nicht reglementiert ist. Grundlegende Kurse vermitteln das Basiswissen in kompakter Form. Wer krankenkassenanerkannte Präventionskurse anbieten möchte, benötigt laut Zentraler Prüfstelle Prävention eine Ausbildung mit mindestens 100 Unterrichtseinheiten.

Welche Voraussetzungen braucht man, um Pilates Trainer zu werden?

Gesetzlich geregelte Zugangsvoraussetzungen gibt es nicht. Für die Zertifizierung von Präventionskursen verlangt die ZPP jedoch eine einschlägige Grundqualifikation und eine anerkannte Pilates-Ausbildung; für manche Kurse ist zusätzlich ein Erste-Hilfe-Nachweis erforderlich.

Ist „Pilates Trainer“ eine geschützte Berufsbezeichnung?

Nein. In Deutschland ist die Bezeichnung weder geschützt noch reglementiert, sodass sie grundsätzlich jeder führen darf. Orientierung bei der Qualität bieten Berufsverbände wie der Deutsche Pilates Verband.

Ist eine Zertifizierung durch den Deutschen Pilates Verband notwendig?

Eine DPV-Zertifizierung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Der Verband setzt aber Qualitätsstandards; registrierte Mitglieder sollen ihre Fortbildung nachweisen – nach Verbandsempfehlung mindestens 16 Zeitstunden in zwei Jahren.

Weblinks rund um eine Pilates Ausbildung: