Medizinprodukteberater

Medizinprodukteberater
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Allgemeine Beschreibung

Der Medizinprodukteberater ist eine Rechtsform in Deutschland und Österreich, die dem pharmazeutischen Berater nachempfunden ist. Das europäische Gesetz über Medizinprodukte sieht diese Funktion nicht vor.

Sie informiert die “Fachgruppen”, wie z.B. Angehörige der Heilberufe, der Heilberufe und Gesundheitseinrichtungen zu Medizinprodukten und zum sachgerechten Umgang mit aktiven Medizinprodukten gemäß Anlage 1 MPBetreibV. Der Rest der Anleitung richtet sich nach § 4 MPBetreibV. Wer dies aber tut, ist gesetzlich nicht geregelt.

Ihr gesetzlicher Auftrag ist – über den Verantwortlichen für die Sicherheit von Medizinprodukten – am „System zur Überwachung und Meldung von Medizinprodukten“ mitzuwirken. Die Qualifikation des Medizinprodukteberaters ist in regelmäßigen Abständen, in der Regel jährlich, durch Schulungen zu dokumentieren.

Ausbildung

Regelung der Ausbildung / Ablauf

Der Verantwortungsbereich und die erforderlichen Qualifikationen sind in Artikel 31 des Gesetzes über Geräte

Danach sollte folgendes vorhanden sein:

Absolvierung eines wissenschaftlichen, medizinischen oder technischen Berufes oder von mindestens einem Jahr Berufserfahrung, in dem man ggf. bei der Erteilung von Auskünften über die jeweiligen Medizinprodukte in deren Gebrauchsanweisung tätig war.

Der Medizinprodukteberater muss folgendes tun:

Gemäß Artikel 31 des Gesetzes über Medizinprodukte muss jede Person, die beruflich Gruppen Informationen über Medizinprodukte zur Verfügung stellt oder sie anweist, diese richtig zu handhaben, den Behörden auf Verlangen ihre Sachkunde nachweisen.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung zum Fachberater Medizinprodukte ist ein dreimonatiger Lehrgang, welcher dreimal pro Woche stattfindet und sowohl theoretisch als auch praktisch auf die zukünftige Tätigkeit vorbereitet. Für Arbeitnehmer wird eine Kursvariante in Form eines sechswöchigen Wochenendkurses angeboten. Diese Schulung enthält jedoch weniger Kurseinheiten, was zu geringeren Kosten führt.

Nachdem der Kurs abgeschlossen wurde, hat man die Möglichkeit, die Abschlussprüfung abzulegen. Dies beinhaltet einen theoretischen und einen praktischen Teil. Nach bestandener Prüfung erhalten man das Zertifikat als „Medizinproduktberater“.

Abschluss der Ausbildung

Ausblick

Laut dem Bundesverband Medizintechnologie e.V. ist und bleibt die Medizintechnikbranche ein globaler Wachstumsmarkt. Hierzu tragen u.a. medizinisch-technischer Fortschritt, demografische Entwicklung und ein umfassenderes Konzept für mehr Wohlbefinden mit bei. Patienten fordern zunehmend selbst gesundheitsbezogene Leistungen und sind bereit, für bessere und zusätzliche Angebote zu zahlen. Folge all dieser Faktoren: Die Nachfrage nach Gesundheitsversorgung wird weiter zunehmen.

Die Medizintechnikbranche umfasst derzeit ca. 1.250 Groß- und ca. 10.000 Kleinunternehmen. Stellenangebote gibt es in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Kommunikation, Key Accounts, sowie Forschung und Entwicklung. Die Perspektiven sind ausgezeichnet und man kann beste Bedingungen und gute Aufstiegschancen erwarten.

Mögliche Weiterbildungen für Medizinprodukteberater wären u. a.

  • Geprüfter Pharmareferent
  • Klinischer Monitor (Clinical Research Associate)
  • Gebietsleiter
  • Business Unit Manager
  • General Manager (Geschäftsführer)
  • Außendienstleiter

Lesenswert:

Gehälter und Gehaltsdaten zum Medizinprodukteberater:

Das Durchschnittsgehalt liegt bei 50.000€ pro Jahr. Die Spanne geht dabei von 74.000€ bis 35.500€.

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