Tischler: Aufgaben, Ausbildung und Weiterbildung

Holzbearbeitung
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Was macht ein Tischler?

Tischler fertigen Möbel, Fenster, Türen und andere Werkstücke aus Holz und Holzwerkstoffen – oft als Einzelanfertigung nach Kundenwunsch. Neben der Herstellung bauen sie Fenster und Türen auf Baustellen oder bei der Modernisierung von Altbauten ein. Auch im Innenausbau sind Tischler gefragt: Sie verlegen Parkett, ziehen Zwischenwände ein oder montieren Einbauküchen. Manche Betriebe spezialisieren sich, etwa auf den Bau von Särgen in Verbindung mit Bestattungen.

Tischler arbeiten angestellt in einem Betrieb oder führen als Selbstständige einen eigenen Handwerksbetrieb. In Süddeutschland und der Schweiz heißt derselbe Beruf übrigens Schreiner – abgeleitet von „Schrein“ (Truhe), während sich „Tischler“ vom Tisch ableitet.

Ausbildung zum Tischler

Die Ausbildung zum Tischler ist ein bundesweit anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk und dauert in der Regel drei Jahre; auf Antrag kann sie verkürzt oder verlängert werden. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Tischler/zur Tischlerin von 2006. Einen bestimmten Schulabschluss schreibt das Gesetz nicht vor – in der Praxis stellen Betriebe jedoch häufig Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein.

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres steht eine Zwischenprüfung an; abgeschlossen wird die Ausbildung mit der Gesellenprüfung, die aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht.

Weiterbildung: vom Gesellen zum Meister

Schaubild: Tischler

Nach der Gesellenprüfung stehen mehrere Wege offen. Der klassische ist die Meisterprüfung zum Tischlermeister. Da das Tischlerhandwerk zu den zulassungspflichtigen Handwerken (Anlage A der Handwerksordnung, Nr. 27) zählt, ist der Meisterbrief in der Regel Voraussetzung, um einen eigenen Betrieb selbstständig zu führen und selbst auszubilden. Wer die Zugangsvoraussetzungen erfüllt, kann außerdem ein Studium in einem verwandten Studiengang aufnehmen.

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Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Tischler?

In der Regel drei Jahre. Auf Antrag kann die Ausbildung verkürzt oder verlängert werden.

Welche Voraussetzungen braucht man für die Tischlerausbildung?

Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein; wichtig sind handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen.

Heißt der Beruf Tischler oder Schreiner?

Beides bezeichnet denselben anerkannten Ausbildungsberuf. In Nord- und Ostdeutschland ist „Tischler“ üblich, in Süddeutschland und der Schweiz „Schreiner“.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Gesellenprüfung?

Möglich sind unter anderem die Meisterprüfung zum Tischlermeister sowie – bei entsprechenden Voraussetzungen – ein Studium in einem verwandten Fach. Der Meisterbrief ist zugleich meist die Voraussetzung für die selbstständige Betriebsführung im Tischlerhandwerk.