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Beitragsbild: mit KI erstellt (Symbolbild)
Als Leichtflugzeugbauer baut, montiert und wartet man leichte Flugzeuge – vom einzelnen Bauteil bis zur Endmontage. Leichtflugzeugbauer/in ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie und wird bundesweit einheitlich nach einer Ausbildungsverordnung ausgebildet.
Was macht ein Leichtflugzeugbauer?
Leichtflugzeugbauer fertigen Bauteile für leichte Flugzeuge und setzen sie zu Baugruppen und ganzen Maschinen zusammen. Gearbeitet wird mit Faserverbundwerkstoffen, Leichtmetallen und teils auch Holz. Dabei entstehen Bauteile wie Sandwichschalen, Rippen, Spanten, Ruder und Verkleidungen. Zu den Aufgaben gehören außerdem die Oberflächenbehandlung, die Montage sowie die Wartung und Instandsetzung: Leichtflugzeugbauer prüfen zum Beispiel Steuerungen, Fahrwerk und Instrumente auf ihre Funktion und tauschen Verschleißteile aus.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Leichtflugzeugbauer
Ein rechtlich vorgeschriebener Schulabschluss existiert nicht. In der Praxis erwarten die Betriebe meist einen mittleren Bildungsabschluss. Wichtiger als die Schulnote sind handwerkliches Geschick und ein gutes technisches Verständnis, denn im Beruf werden unterschiedliche Werkstoffe und Fertigungstechniken miteinander verbunden. Ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen hilft, Konstruktionszeichnungen zu lesen und dreidimensionale Bauteile anzufertigen. Grundkenntnisse in Mathematik und Physik sind nützlich, um Maße sowie Flächen- und Rauminhalte zu berechnen.
Ausbildung zum Leichtflugzeugbauer: Ablauf und Inhalte
Die Ausbildung dauert drei Jahre und verläuft dual: Die praktische Arbeit lernt man im Ausbildungsbetrieb, das theoretische Wissen vermittelt die Berufsschule. Rechtliche Grundlage ist die Leichtflugzeugbauer-Ausbildungsverordnung von 1986. Weil es bundesweit nur sehr wenige Berufsschulen für diesen seltenen Beruf gibt, werden die Auszubildenden im Blockunterricht häufig gemeinsam mit verwandten Berufen wie Tischlern und Bootsbauern unterrichtet.
Vermittelt werden unter anderem die Be- und Verarbeitung von Metall, Holz und faserverstärktem Kunststoff, das Herstellen und Zusammenbauen von Bauteilen, die Oberflächenbehandlung sowie Wartung und Instandsetzung. In der Berufsschule kommen Fächer wie Technische Mathematik und Technisches Zeichnen hinzu, um etwa Flächen- und Rauminhalte zu berechnen und Konstruktionen zu verstehen.
Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil: In der praktischen Prüfung fertigen die Prüflinge unter anderem eine Sandwichschale mit Metallbeschlägen an; die schriftliche Prüfung umfasst die Fächer Technologie, Technische Mathematik, Technisches Zeichnen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Leichtflugzeugbauer im Vergleich
Sie fertigen und warten Segelflugzeuge und Leichtflugzeuge, laminieren Bauteile, montieren Steuerungen und dokumentieren jede Arbeit.
Passt der Beruf zu dir?
- Handwerk & Technik prägend
- Menschen & Beratung kaum
- Gestaltung gelegentlich
- Zahlen & Organisation kaum
- Draußen & Natur kaum
- Körperlicher Einsatz gelegentlich
- Verantwortung prägend
- Ungewöhnliche Arbeitszeiten kaum
Passt, wenn du …
- arbeitet penibel genau
- begeistert sich für Fliegen
- mag Faserverbund und Holz
Eher schwierig, wenn du …
- arbeitet lieber schnell als gründlich
- mag keine Prüfprotokolle
Ähnliche Berufe: Flugzeugbauer · Büchsenmacher · Karosseriebauer · Fahrzeugbautechniker · Chirurgiemechaniker
Quellen: Passungsprofil: redaktionelle Bewertung von berufe.eu; Ausbildungszahlen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Berufsbildungsstatistik 2024; Ränge, Mediane und Näherungen: eigene Berechnung; Ausbildungsordnung: gesetze-im-internet.de.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Leichtflugzeugbauer?
Drei Jahre. Sie verläuft dual in Betrieb und Berufsschule, mit einer Zwischenprüfung vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres und einer Abschlussprüfung am Ende.
Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf?
Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; in der Praxis wird meist ein mittlerer Bildungsabschluss erwartet. Wichtig sind handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen.
Woraus besteht die Abschlussprüfung?
Aus einem praktischen Teil – etwa dem Anfertigen einer Sandwichschale mit Metallbeschlägen – und einer schriftlichen Prüfung in den Fächern Technologie, Technische Mathematik, Technisches Zeichnen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Ist Leichtflugzeugbauer ein seltener Beruf?
Ja. Es gibt bundesweit nur wenige Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen. Deshalb werden angehende Leichtflugzeugbauer in der Berufsschule oft gemeinsam mit verwandten Berufen wie Tischlern und Bootsbauern unterrichtet.
Mehr Infos zum Thema:
- https://planet-beruf.de/fileadmin/assets/PDF/BKB/4559.pdf
- https://www.azubiyo.de/berufe/leichtflugzeugbauer/
- https://www.aubi-plus.de/berufe/leichtflugzeugbauer-leichtflugzeugbauerin-1039/













