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Den Ausbildungsberuf Handelsfachpacker gibt es in dieser Form nicht mehr: Er wurde 2004 durch den Beruf Fachlagerist abgelöst. Wer heute eine Ausbildung im Lager sucht, findet die Inhalte des früheren Handelsfachpackers im zweijährigen Ausbildungsberuf Fachlagerist wieder. Dieser Beitrag erklärt Aufgaben, Arbeitsorte und den Ablauf der Ausbildung.
Aufgaben eines Fachlageristen
Fachlageristen nehmen Güter unterschiedlicher Herkunft und Beschaffenheit an und lagern sie ein. Dabei prüfen sie die Ware und die zugehörigen Begleitpapiere und kontrollieren Menge und Zustand jeder Lieferung. Anschließend lagern sie die Güter sachgerecht, stellen Sendungen für den Versand zusammen (Kommissionierung) oder leiten Waren an die zuständigen Stellen im Betrieb weiter. In regelmäßigen Abständen überprüfen sie die Lagerbestände im Rahmen von Inventuren.
Arbeitsorte und Branchen
Der Arbeitsplatz von Fachlageristen liegt überwiegend in Lagerhallen unterschiedlicher Größe. Je nach Tätigkeitsfeld arbeiten sie im Team oder eigenständig, in vielen Betrieben in wechselnden Schichten. Beschäftigung finden sie vor allem in Industrie-, Handels- und Speditionsbetrieben sowie bei weiteren logistischen Dienstleistern – vom Fahrzeug- und Elektrobereich über die Chemie- und Pharmaindustrie bis hin zu Druck- oder Bekleidungsbetrieben.
Die Ausbildung zum Fachlagerist
Die Ausbildung zum Fachlageristen dauert zwei Jahre und schließt mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab. In der Regel handelt es sich um eine duale Ausbildung: Der praktische Teil findet im Ausbildungsbetrieb statt, der theoretische in der Berufsschule; in einzelnen Fällen ist auch eine rein schulische Ausbildung möglich. Ausgebildet wird ohne feste Fachrichtung – eine Spezialisierung erfolgt erst später über Weiterbildungen.
Zu den Inhalten zählen unter anderem Beschaffung, Lagerung und Kommissionierung von Gütern, betriebliche Abläufe wie Absatz und Verwaltung sowie Arbeitsschutz und Unfallverhütung. Eine bestimmte schulische Vorbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben; in der Praxis stellen die Betriebe überwiegend Bewerberinnen und Bewerber mit Hauptschulabschluss ein. Ist der Ausbildungsbetrieb international vernetzt, können Teile der Ausbildung im Ausland absolviert werden; das wird zu Beginn im Ausbildungsvertrag geregelt.
Fachlagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik?
Der Fachlagerist ist eng mit der Fachkraft für Lagerlogistik verwandt. Die ersten beiden Ausbildungsjahre sind weitgehend deckungsgleich; die Fachkraft für Lagerlogistik lernt in einem dritten Jahr zusätzlich Aufgaben wie die Planung und Steuerung von Logistikprozessen. Wer die Ausbildung zum Fachlageristen abgeschlossen hat, kann daher ein drittes Jahr anhängen und zur Fachkraft für Lagerlogistik aufstocken.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es den Beruf Handelsfachpacker noch?
Nein. Der Handelsfachpacker wurde 2004 durch den Ausbildungsberuf Fachlagerist abgelöst. Die früheren Inhalte sind in dieser zweijährigen Ausbildung aufgegangen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Fachlagerist?
Sie dauert zwei Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. In der Regel wird dual ausgebildet, also im Betrieb und in der Berufsschule.
Welche Schulbildung wird für die Ausbildung empfohlen?
Rechtlich ist keine bestimmte schulische Vorbildung vorgeschrieben. In der Praxis haben die meisten Auszubildenden einen Hauptschulabschluss, ein Teil auch einen mittleren Schulabschluss.
Was ist der Unterschied zwischen Fachlagerist und Fachkraft für Lagerlogistik?
Der Fachlagerist wird in zwei Jahren vor allem für die praktische Lagerarbeit ausgebildet. Die Fachkraft für Lagerlogistik lernt in einem dritten Jahr zusätzlich planende und steuernde Aufgaben. Fachlageristen können dieses dritte Jahr anhängen und so aufstocken.













