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Feinpolierer/in ist ein nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannter Ausbildungsberuf. Die duale Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt und dauert in der Regel drei Jahre. Angeboten wird sie in Industrie- und Handwerksbetrieben.
Tätigkeiten
Feinpolierer/innen arbeiten in erster Linie bei Juwelieren, in Betrieben, die Schmuck herstellen, in der feinmechanischen und optischen Industrie, in Schmuckwerkstätten sowie bei Silber- und Goldschmieden. Mit Schleifmitteln, Polierbürsten und Polierstahl verleihen sie Gold– und Silberuhren, Armbändern, Fingerringen, chirurgischen Instrumenten, Edelstahlbesteck und Metalloberflächen einen gleichmäßigen Glanz. Darüber hinaus behandeln, galvanisieren und brünieren sie Metallteile. Auch Fassarbeiten gehören dazu: Dabei werden Schmucksteine oder Verzierungen an Schmuckstücken angebracht.
Ausbildung und Eignung zum Feinpolierer
Feinpolierer/innen werden sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule ausgebildet. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und endet mit der praktischen und theoretischen Abschlussprüfung. Angehende Feinpolierer/innen sollten mindestens über einen guten Hauptschulabschluss verfügen; gute Noten in Werken/Technik, Mathematik und Chemie sind von Vorteil. Wer das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, muss vor Ausbildungsbeginn eine ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz vornehmen lassen und die Bescheinigung dem Arbeitgeber vorlegen.
Bundesweit gibt es nur eine Fachklasse für Feinpolierer/innen; sie ist an der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule in Pforzheim (Baden-Württemberg) angesiedelt. In Einzelfällen werden Fachklassen auch in anderen Bundesländern eingerichtet. Bewerber/innen sollten manuelles Geschick, Sorgfalt und ein hohes Maß an Konzentrationsfähigkeit mitbringen. Das Arbeitsumfeld ist zudem von Lärm und intensiven Gerüchen geprägt, weshalb Belastbarkeit wichtig ist.
Weiterbildung und Qualifizierung
Nach der Ausbildung stehen Feinpolierer/innen mehrere Wege offen. Eine Anpassungsweiterbildung ermöglicht etwa eine Spezialisierung in der Metallverformung oder der Galvanotechnik. Ein naheliegender Aufstieg ist die Prüfung zum/zur Industriemeister/in der Fachrichtung Metall. Wer eine Hochschulzugangsberechtigung besitzt, kann ein Studium im Bereich Werkstofftechnik anschließen.
Weitere Aufstiegsmöglichkeiten sind zum Beispiel:
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in der Fachrichtung Maschinentechnik (Schwerpunkt Fertigungstechnik)
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in der Fachrichtung Werkstofftechnik
- Technische/r Fachwirt/in
- Industrie-Betriebswirt/in
- Ausbilder/in für anerkannte Ausbildungsberufe
- Ingenieur/in für Materialwissenschaften
- Ingenieur/in für Werkstofftechnik
Zusätzlich verbessern die zahlreichen Qualifizierungslehrgänge die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Feinpolierer?
Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit einer praktischen und theoretischen Abschlussprüfung ab.
Wo kann man die Ausbildung zum Feinpolierer absolvieren?
Ausgebildet wird im Betrieb und in der Berufsschule. Bundesweit gibt es nur eine Fachklasse für Feinpolierer/innen – an der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule in Pforzheim (Baden-Württemberg). In Einzelfällen richten auch andere Bundesländer Fachklassen ein.
Welche Schulfächer sind für die Ausbildung wichtig?
Hilfreich sind gute Noten in Werken/Technik, Mathematik und Chemie. Wichtiger als einzelne Fächer sind jedoch manuelles Geschick, Sorgfalt und Konzentrationsfähigkeit.
Welche Weiterbildungen gibt es nach der Ausbildung?
Möglich sind unter anderem die Prüfung zum/zur Industriemeister/in Metall, Techniker-Fachrichtungen wie Maschinen- oder Werkstofftechnik sowie – mit Hochschulzugangsberechtigung – ein Studium der Werkstofftechnik.













