Ergonomiecoach: Ausbildung, Weiterbildung und Aufgaben

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Allgemeine Berufsbeschreibung

Ein Ergonomiecoach richtet Arbeitsplätze so ein, dass sie gesundheitsgerecht genutzt werden können – vor allem dort, wo viel am Bildschirm gearbeitet wird. Dazu gehören das Einstellen von Tisch, Stuhl und Monitor, Hinweise zu Haltung und Bewegung sowie die Beratung von Beschäftigten und Führungskräften. Die Tätigkeit ist damit ein Baustein des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM).

Rechtlich verankert ist der ergonomische Anspruch an Bildschirmarbeit im Anhang der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV): Nummer 6 verlangt, dass die Grundsätze der Ergonomie auf Bildschirmarbeitsplätze und die dazugehörigen Arbeitsmittel angewendet werden. Aus dieser Arbeitgeberpflicht ergibt sich der praktische Bedarf, den ein Ergonomiecoach abdeckt.

Ausbildung zum Ergonomiecoach

„Ergonomiecoach“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung und kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, sondern eine Weiterbildung in Form eines Zertifikatslehrgangs. Zwingende Zugangsvoraussetzungen gibt es in der Regel nicht. Angeboten wird die Qualifizierung überwiegend von privaten Bildungsträgern und Akademien; verwandte Lehrgänge rund um Ergonomie und BGM führen auch IHK-Akademien im Programm.

Schaubild: Ergonomiecoach

Voraussetzungen und Zielgruppe

Eine formale Vorbildung wird meist nicht verlangt. Einige Anbieter setzen ein Mindestalter sowie einen Schul- oder Berufsabschluss voraus und empfehlen ein Interesse an Gesundheit, Bewegung und Arbeitsgestaltung. Berufliche Erfahrung aus Gesundheits-, Therapie- oder Trainingsberufen – etwa als Physiotherapeut – ist von Vorteil, aber keine Bedingung.

Ablauf und Dauer

Die Lehrgänge finden entweder in Präsenz oder online im Selbststudium statt. Entsprechend unterschiedlich ist der zeitliche Umfang: Er reicht je nach Anbieter und Tiefe von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen oder Monaten berufsbegleitend. Da es sich um eine Fortbildung handelt, können Arbeitgeber die Kosten übernehmen; je nach Fall kommen auch Förderprogramme in Betracht.

Abschluss

Am Ende steht in der Regel ein Trägerzertifikat oder eine Teilnahmebescheinigung. Manche Anbieter schließen mit einem Wissenstest ab, andere verzichten darauf. Eine staatliche Abschlussprüfung wie bei anerkannten Ausbildungsberufen gibt es nicht.

Einsatz und Perspektiven

Ergonomiecoaches arbeiten in Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen oder als externe Berater im Arbeitsschutz und in der Gesundheitsförderung. Gerade bei überwiegender Bildschirm- und Büroarbeit – zunehmend auch im Homeoffice – sind Beschwerden im Rücken- und Nackenbereich verbreitet. Hier setzt der Ergonomiecoach präventiv an und hilft, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass sie die Beschäftigten weniger belasten.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Berufsbild

Weil der Lehrgang selbst eine Fortbildung ist, sind keine weiteren Qualifikationen zwingend. Für medizinische Fachkräfte – beispielsweise Physiotherapeuten – kann das Zertifikat das eigene Profil ergänzen. Wer tiefer einsteigen möchte, kann sich in angrenzenden Feldern des betrieblichen Gesundheitsmanagements weiterbilden.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Voraussetzungen brauche ich für die Weiterbildung zum Ergonomiecoach?

Zwingende Zugangsvoraussetzungen gibt es meist nicht, da es sich um keinen staatlich geregelten Ausbildungsberuf handelt. Einige Anbieter erwarten ein Mindestalter und einen Schul- oder Berufsabschluss. Vorerfahrung aus Gesundheits- oder Therapieberufen ist hilfreich, aber nicht vorgeschrieben.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Ergonomiecoach?

Das hängt von Anbieter und Format ab. Präsenzkurse dauern oft nur wenige Tage, berufsbegleitende Online-Lehrgänge erstrecken sich über mehrere Wochen oder Monate im Selbststudium.

Was kostet die Weiterbildung und kann der Arbeitgeber die Kosten übernehmen?

Die Gebühren richten sich nach Anbieter und Umfang. Da es sich um eine Fortbildung handelt, dürfen Arbeitgeber die Kosten übernehmen; je nach Situation kommen zusätzlich Fördermöglichkeiten in Betracht.

Welche Berufsaussichten hat ein Ergonomiecoach?

Ergonomiecoaches sind in Unternehmen, Behörden, Bildungseinrichtungen oder als externe Berater tätig. Weil Arbeitgeber Bildschirmarbeitsplätze ergonomisch gestalten müssen (ArbStättV, Anhang Nr. 6) und Büro- sowie Homeoffice-Arbeit zunehmen, besteht Bedarf an entsprechendem Fachwissen.