HNO-Audiologieassistent: Aufgaben, Ausbildung und Voraussetzungen

hno-audiologieassistent
Foto von National Cancer Institute auf Unsplash

Der HNO-Audiologieassistent unterstützt in Hals-Nasen-Ohren-Praxen und -Kliniken bei der Hördiagnostik und der Betreuung von Patientinnen und Patienten. Der folgende Überblick fasst Aufgaben, Ausbildung und Voraussetzungen zusammen.

Berufsbild und Aufgaben

HNO-Audiologieassistenten gehören zum Team einer HNO-Praxis oder -Klinik und unterstützen Ärztinnen und Ärzte bei Diagnostik und Behandlung. Zu den typischen Aufgaben zählen:

  • Hör-, Sprach- und weitere Funktionsprüfungen auf dem Fachgebiet der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde durchführen
  • Patientinnen und Patienten bei der Auswahl und Anpassung von Hörhilfen beraten und betreuen
  • bei Untersuchungen und Eingriffen assistieren
  • Untersuchungsergebnisse dokumentieren und bei der Praxisorganisation mitwirken

Gearbeitet wird vor allem in HNO-Facharztpraxen, in HNO-Abteilungen von Kliniken sowie bei Gesundheitsämtern.

Ausbildung zum HNO-Audiologieassistenten

Ablauf und Dauer

Die Ausbildung ist schulisch organisiert und wird durch interne Vorschriften der jeweiligen Bildungsträger geregelt – eine bundesweit einheitliche Ausbildungsordnung gibt es nicht. Sie wird an verschiedenen Bildungseinrichtungen angeboten, verbindet theoretischen Unterricht mit praktischen Anteilen und dauert je nach Anbieter in der Regel zwei bis drei Jahre.

Schaubild: Audiologieassistent vs. Hörakustiker

Voraussetzungen

Die Zugangsvoraussetzungen legen die Bildungsträger selbst fest. Üblich sind ein mittlerer Bildungsabschluss, ein normales Hörvermögen, eine gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit und technisches Verständnis; teils wird ein Mindestalter vorausgesetzt. Für die tägliche Arbeit mit Patientinnen und Patienten sind außerdem Sorgfalt und Zuverlässigkeit wichtig.

Abschluss und Einordnung

Weil die Ausbildung nicht bundeseinheitlich geregelt ist, unterscheiden sich Inhalte, Dauer und Abschlussbezeichnung von Anbieter zu Anbieter. Einen staatlich anerkannten oder bundesweit einheitlichen IHK-Abschluss gibt es für diesen Beruf nicht – anders als beim verwandten Hörakustiker (siehe unten). Vor einer Anmeldung lohnt sich deshalb der Blick darauf, wie eine konkrete Ausbildung anerkannt ist.

Fort- und Weiterbildung

HNO-Audiologieassistenten können sich über Fortbildungen, Seminare und Lehrgänge weiterqualifizieren und auf einzelne Bereiche der Hördiagnostik spezialisieren. Eine verwandte, staatlich anerkannte Qualifikation ist der Hörakustiker – ein dualer Ausbildungsberuf im Handwerk, der sich stärker auf Beratung, Anpassung und Fertigung von Hörsystemen konzentriert.

Häufig gestellte Fragen

Ist HNO-Audiologieassistent ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf?

Der Beruf ist in BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit gelistet, die Ausbildung ist jedoch schulisch und wird durch interne Vorschriften der Bildungsträger geregelt. Eine bundesweit einheitliche Ausbildungsordnung oder einen staatlich anerkannten Abschluss wie bei dualen Ausbildungsberufen gibt es nicht.

Wie lange dauert die Ausbildung und welche Voraussetzungen gelten?

Je nach Bildungsträger dauert die Ausbildung in der Regel zwei bis drei Jahre. Üblich sind ein mittlerer Bildungsabschluss, ein normales Hörvermögen, gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit und technisches Verständnis; die genauen Zugangsbedingungen legt der jeweilige Anbieter fest.

Worin unterscheidet sich der HNO-Audiologieassistent vom Hörakustiker?

Der Hörakustiker ist ein bundesweit anerkannter dualer Ausbildungsberuf im Handwerk (drei Jahre, Abschluss mit Gesellenprüfung) und arbeitet vor allem in Fachgeschäften rund um Auswahl, Anpassung und Fertigung von Hörsystemen. Der HNO-Audiologieassistent ist dagegen im medizinischen Umfeld einer HNO-Praxis oder -Klinik tätig und unterstützt dort Diagnostik und Behandlung.

Wo arbeiten HNO-Audiologieassistenten?

Typische Einsatzorte sind HNO-Facharztpraxen, HNO-Abteilungen von Kliniken und Krankenhäusern sowie Gesundheitsämter.

Weiterführende Links