Polizei Schleswig-Holstein: Einstellungstest, Ablauf und Vorbereitung

Polizei Einstellungstest
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Die Polizei Schleswig-Holstein eröffnet nach Ausbildung oder Studium viele Einsatzbereiche – von der Schutz- und Wasserschutzpolizei über die Bereitschaftspolizei bis zur Kriminalpolizei. Wer die Laufbahnprüfung besteht, kann sich später in unterschiedliche Richtungen spezialisieren.

Einsteigen können Bewerberinnen und Bewerber im mittleren Dienst (Laufbahngruppe 1.2) über eine Ausbildung oder im gehobenen Dienst (Laufbahngruppe 2.1) über ein Studium. Der Einstellungstest richtet sich danach, für welche Laufbahn man sich beworben hat.

Der Einstellungstest der Polizei Schleswig-Holstein

Das Auswahlverfahren erstreckt sich über zwei Prüfungsteile und findet zentral bei der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung in Eutin statt. Welche Bausteine dazukommen, hängt davon ab, ob man sich für die Ausbildung (mittlerer Dienst) oder das Studium (gehobener Dienst) beworben hat.

Schaubild: Polizei Schleswig-Holstein

Prüfungsteil 1: schriftlicher Test und Sport

Zunächst steht ein Diktat an. Der Text umfasst rund 250 Wörter; erlaubt sind maximal zehn Fehler, wobei auch Zeichensetzungsfehler mitzählen. Wer mehr Fehler macht, scheidet aus dem Verfahren aus.

Im Intelligenztest werden die Aufgaben sprachfrei und in zeichnerischer Form gestellt: Bildreihen müssen mit steigendem Schwierigkeitsgrad logisch vervollständigt werden. Für den gehobenen Dienst kommt zusätzlich ein Sprach- und Bildungstest hinzu, der Allgemeinbildung in den drei Bereichen Deutsch, Politische Bildung sowie Natur und Technik abfragt – jeweils 36 Fragen im Multiple-Choice-Format.

Anschließend folgt der Sporttest in Form eines Hindernisparcours. Er muss innerhalb einer Höchstzeit absolviert werden: bei Männern maximal 2:30 Minuten, bei Frauen maximal 2:50 Minuten.

Prüfungsteil 2: mündliches Gespräch und Kurzreferat

Der zweite Teil beginnt mit einem mündlichen Gespräch von etwa 30 Minuten. Bewertet werden unter anderem Allgemeinbildung, Kenntnisse rund um den Polizeiberuf, demokratisches Selbstverständnis, Ausdrucksvermögen und das persönliche Auftreten. Ein sicheres, freundliches Auftreten und gutes Ausdrucksvermögen sind hier ein Vorteil.

Für den gehobenen Dienst folgt zusätzlich ein Kurzreferat: Nach 30 Minuten Vorbereitungszeit – eine computergestützte Internetrecherche ist dabei erlaubt – wird das Thema fünf bis sieben Minuten lang frei vorgetragen.

Polizeiärztliche Untersuchung

Zum Abschluss steht für alle eine polizeiärztliche Untersuchung an. Dabei wird geprüft, ob die Bewerberinnen und Bewerber den gesundheitlichen Anforderungen des Polizeidienstes gewachsen sind (Polizeidienstfähigkeit).

Wie können sich Bewerber gut auf das Auswahlverfahren vorbereiten?

Wichtig ist eine gezielte Vorbereitung, denn gerade unter Stress gehen im Gespräch schnell Fakten verloren. Das freie Sprechen vor Menschen sollte man regelmäßig üben, um ein sicheres Auftreten zu bekommen. Für den Sporttest empfiehlt es sich, Ausdauer und Kraft kontinuierlich zu trainieren, damit der Hindernisparcours innerhalb der vorgegebenen Zeit gelingt.

Ein guter Partner für die Vorbereitung ist die Plakos Akademie. Über interaktive Übungen und Tests lassen sich die Fragestellungen aus dem Auswahlverfahren gezielt trainieren; angezeigte Lösungsschritte machen auch schwierige Testteile verständlich.

Häufig gestellte Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich für die Bewerbung bei der Polizei Schleswig-Holstein erfüllen?

Für die Ausbildung im mittleren Dienst (Laufbahngruppe 1.2) wird mindestens ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung oder ein Realschulabschluss vorausgesetzt. Für das Studium im gehobenen Dienst (Laufbahngruppe 2.1) ist die Fachhochschulreife oder die Hochschulreife (Abitur) nötig. Hinzu kommen die gesundheitliche Eignung (Polizeidienstfähigkeit) sowie in der Regel die deutsche oder eine EU-Staatsangehörigkeit.

Wie lange dauert das gesamte Auswahlverfahren?

Das Auswahlverfahren gliedert sich in zwei Prüfungsteile mit schriftlichem Test und Sport im ersten sowie mündlichem Gespräch (beim gehobenen Dienst zusätzlich Kurzreferat) im zweiten Teil. Abschließend folgt die polizeiärztliche Untersuchung.

Was passiert, wenn ich einen Testabschnitt nicht bestehe?

Einzelne Abschnitte haben K.-o.-Charakter. Wer zum Beispiel im Diktat mehr als zehn Fehler macht, hat diesen Teil nicht bestanden und scheidet aus dem Verfahren aus. Eine erneute Bewerbung zu einem späteren Einstellungstermin ist grundsätzlich möglich.

Worin unterscheiden sich mittlerer und gehobener Dienst?

Der mittlere Dienst führt über eine zweieinhalbjährige Ausbildung (u. a. in Eutin) in die Laufbahngruppe 1.2. Der gehobene Dienst führt über ein dreijähriges Studium an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD) in Altenholz bei Kiel, das mit dem „Bachelor of Arts – Polizeivollzugsdienst“ abschließt. Im Auswahlverfahren kommen für den gehobenen Dienst zusätzlich der Sprach- und Bildungstest sowie das Kurzreferat hinzu.

Bitte beachten Sie, dass sich Einstellungstest und Bedingungen stetig ändern können. Dieser Artikel hat daher keine Gewähr auf Richtigkeit und Aktualität - da diese im zeitlichen Kontext nicht gewährleistet werden kann.