Futtermittelberater für Pferde: Fernlehrgang, Ablauf und Karrierewege

Futtermittel für Pferde
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Pferde können Vorlieben und Unverträglichkeiten nicht in Worte fassen, reagieren auf falsches Futter aber empfindlich. Ein Futtermittelberater für Pferde übersetzt Ernährungswissen in konkrete Fütterungsempfehlungen: Er beurteilt die Ration sowie die Qualität von Heu und Kraftfutter und berät Halterinnen und Halter, Reitschulen oder Pensionsställe.

Im Mittelpunkt des Berufsbilds stehen die Ernährungsphysiologie des Pferdes und der sichere Umgang mit den Tieren. Wer als Futtermittelberater für Pferde arbeitet, kennt die Verdauung des Pferdes, kann Bedarfswerte einschätzen und weiß, welches Futter sich in welcher Situation eignet und welches nicht.

Was sollten Sie als Futtermittelberater für Pferde mitbringen?

  • Grundkenntnisse im Umgang mit Pferden
  • Kommunikationsfähigkeit und Beratungsgeschick
  • Offenheit und Interesse an Ernährungsthemen
  • verantwortungsvoller Umgang mit Tieren

Ausbildung zum Futtermittelberater für Pferde

Futtermittelberater für Pferde ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. In der dualen Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz taucht die Bezeichnung nicht auf – im Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) ist sie nicht geführt. Vermittelt wird das Wissen stattdessen über private Bildungsanbieter und Fernlehrinstitute, meist als zertifizierter Online-Lehrgang.

Ablauf und Voraussetzungen

Weil es keine einheitliche Ausbildungsordnung gibt, legt jeder Anbieter Inhalte, Dauer und Prüfung selbst fest. Die Themen ähneln sich jedoch: Ethologie und natürliches Fressverhalten, Stoffwechsel und Verdauung, Bedarfswerte, Futtermitteleinteilung sowie Rationsgestaltung. Viele Lehrgänge laufen online und lassen sich berufsbegleitend bearbeiten; ein Quereinstieg ist möglich. Formale Zugangsvoraussetzungen verlangen die meisten Anbieter nicht – Vorerfahrung im Umgang mit Pferden ist aber hilfreich. Der beim verlinkten Anbieter DeLSt angebotene Fernlehrgang setzt etwa keine fachlichen Vorkenntnisse voraus.

Angesprochen sind vor allem Menschen, die bereits mit Pferden zu tun haben – etwa Reitlehrer, Pferdetrainer, Stallbetreiber oder Tierheilpraktiker, die ihr Wissen erweitern möchten.

Dauer der Ausbildung

Die Dauer hängt vom Anbieter und vom eigenen Lerntempo ab. Beim verlinkten Fernlehrgang der DeLSt ist die Bearbeitungszeit mit rund zwölf Wochen angegeben und individuell anpassbar. Da die Kurse in der Regel online stattfinden, lässt sich das Lernen in den Alltag integrieren; das Lernmaterial wird digital oder per Post bereitgestellt. Klären Sie vor der Anmeldung, wie lange Sie tatsächlich Zugriff haben und wie flexibel sich die Bearbeitungszeit dehnen lässt.

Abschluss und staatliche Zulassung

Am Ende steht meist eine schriftliche und/oder mündliche Prüfung, häufig online. Wer sie besteht, erhält ein Zertifikat, das als Futtermittelberater für Pferde ausweist. Achten Sie auf die Zulassung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU): Ein Fernlehrgang darf in Deutschland nur mit ZFU-Zulassung angeboten werden. Die Zulassung bestätigt, dass der Lehrgang nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz geprüft ist – sie macht den Kurs aber nicht zu einer anerkannten Berufsausbildung. Der DeLSt-Lehrgang trägt die ZFU-Zulassungsnummer 7276914.

Ausblick nach der Ausbildung als Futtermittelberater für Pferde

Nach dem Abschluss gibt es im Wesentlichen zwei Wege. Sie können selbstständig beraten und Pferdehalter gegen Honorar zu Fütterung und Ration begleiten. Oder Sie arbeiten angestellt bei einer Futtermittelfirma, häufig im Außendienst, und betreuen dort Kunden und Ställe.

  • selbstständige Beratung von Pferdehaltern
  • Anstellung im Außendienst eines Futtermittelunternehmens

Ob sich eine selbstständige Tätigkeit trägt, hängt von Region, Kundenkreis und Spezialisierung ab.

Fort- und Weiterbildung im Berufsbild Futtermittelberater für Pferde

Das im Lehrgang erworbene Grundwissen lässt sich gezielt vertiefen. Naheliegend ist eine Weiterbildung zum Tierheilpraktiker, um Gesundheit und Wohlbefinden des Pferdes breiter in den Blick zu nehmen. Ebenso können Sie sich stärker auf den Reitsport oder einzelne Fütterungsschwerpunkte konzentrieren. Für viele dieser Teilbereiche gibt es vergleichbare Online-Kurse mit eigenem Zertifikat.

Schaubild: Futtermittelberater für Pferde

Häufig gestellte Fragen

Ist Futtermittelberater für Pferde ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf?

Nein. Es handelt sich nicht um eine duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz; im Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe des BIBB ist der Titel nicht enthalten. Angeboten wird er als Weiterbildung beziehungsweise Fernlehrgang privater Anbieter.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Futtermittelberater für Pferde?

Das legt jeder Anbieter selbst fest. Beim verlinkten Fernlehrgang der DeLSt sind rund zwölf Wochen vorgesehen, individuell anpassbar. Da die Kurse online und berufsbegleitend laufen, richtet sich die tatsächliche Dauer nach dem eigenen Lerntempo.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Formale Zugangsvoraussetzungen verlangen die meisten Anbieter nicht; der DeLSt-Fernlehrgang etwa setzt keine fachlichen Vorkenntnisse voraus. Grundkenntnisse im Umgang mit Pferden erleichtern den Einstieg jedoch spürbar.

Ist das Zertifikat offiziell anerkannt?

Das Zertifikat ist ein Anbieternachweis, kein staatlicher Berufsabschluss. Aussagekräftig ist vor allem die ZFU-Zulassung des Fernlehrgangs: Sie bestätigt, dass der Kurs nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz geprüft wurde – nicht, dass ein anerkannter Ausbildungsberuf vorliegt.