Was ist ein MBA? Der Master of Business Administration im Überblick

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Was ist ein MBA?

Die Abkürzung MBA steht für Master of Business Administration. Es handelt sich um einen postgradualen Managementstudiengang: In der Regel muss bereits ein erster Studienabschluss – etwa ein Bachelor oder ein Diplom – vorliegen, um in ein MBA-Programm aufgenommen zu werden. Der MBA soll den Absolventinnen und Absolventen breites Wissen im Bereich Management vermitteln; deshalb spricht man auch von einem generalistischen Studiengang. Die Studierenden erwerben also weitläufige, allgemeine Managementkenntnisse und legen sich weniger stark auf ein einzelnes Fachgebiet fest. Ziel ist die Vorbereitung auf Führungsaufgaben.

In den meisten Fällen ist der MBA ein weiterbildender Masterstudiengang. Anders als ein konsekutiver Master baut er nicht unmittelbar auf einem bestimmten Erststudium auf, sondern setzt zusätzlich Berufserfahrung voraus – das erklärt, warum viele Programme berufsbegleitend angelegt sind.

Seinen Ursprung hat der MBA im anglo-amerikanischen Raum, wo er seit dem frühen 20. Jahrhundert als akademischer Grad etabliert ist. In Europa hat sich das Bachelor-Master-System im Zuge des Bologna-Prozesses durchgesetzt; seitdem werden auch hier vermehrt MBA-Programme angeboten.

Schaubild: Master of Business Administration

Studieninhalte

Im MBA-Studium werden die wesentlichen Managementfunktionen behandelt. Der Lehrplan umfasst typischerweise Marketing und Vertrieb, Rechnungswesen, Wirtschaftsrecht, Produktionsmanagement, Personalmanagement und Finanzwirtschaft; hinzu kommen allgemeine wirtschaftstheoretische Grundlagen.

MBA-Programme sind stark auf die Praxis ausgerichtet. Charakteristisch ist das Arbeiten mit realitätsnahen Fallstudien, die in Gruppen- und Projektarbeiten gelöst werden – eine Lehrform, die auf die frühen US-amerikanischen Business Schools zurückgeht.

Studiendauer und Zulassung

Eine feste Studiendauer gibt es beim MBA nicht: Sie hängt vom gewählten Format ab. Der MBA wird in Vollzeit, in Teilzeit und – besonders häufig – berufsbegleitend angeboten. Viele Programme umfassen rund vier Semester; Vollzeitvarianten können kürzer, berufsbegleitende Modelle länger dauern.

Auch die Zulassung ist nicht einheitlich geregelt; die Hochschulen legen ihre Aufnahmebedingungen weitgehend selbst fest. Fast immer wird ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor oder Diplom) verlangt. Für weiterbildende Masterstudiengänge sehen die ländergemeinsamen Strukturvorgaben zudem qualifizierte Berufserfahrung von in der Regel mindestens einem Jahr vor. Für Bewerberinnen und Bewerber ohne vorheriges Studium gibt es an manchen Hochschulen Sonderregelungen, die auf mehrjähriger einschlägiger Berufserfahrung aufbauen.

Häufig gehören außerdem ein Motivationsschreiben und ein Auswahlgespräch zum Bewerbungsverfahren. Viele Hochschulen verlangen zusätzlich den Nachweis von Englischkenntnissen – etwa über einen TOEFL-Test –, teils auch ein bestimmtes Ergebnis im GMAT.

Nach dem Studium

Absolventinnen und Absolventen eines MBA arbeiten häufig im Consulting, aber auch Marketing und Projektmanagement sind typische Einsatzfelder. Da das Studium bewusst generalistisch angelegt ist, bereitet es weniger auf ein einzelnes Fachgebiet vor als vielmehr auf übergreifende Management- und Führungsaufgaben. Die geringe fachliche Spezialisierung wird dabei durch den ausgeprägten Praxisbezug ausgeglichen; inzwischen gibt es zudem MBA-Programme mit thematischen Schwerpunkten, etwa für einzelne Branchen.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert ein MBA-Studium?

Das hängt vom Format ab. Viele MBA-Programme umfassen etwa vier Semester; in Vollzeit geht es oft schneller, berufsbegleitende oder Teilzeitmodelle dauern entsprechend länger. Eine einheitliche Regeldauer gibt es nicht.

Welche Voraussetzungen braucht man für die Zulassung?

In der Regel ein abgeschlossenes Erststudium (Bachelor oder Diplom) sowie – bei weiterbildenden MBA-Programmen – qualifizierte Berufserfahrung von meist mindestens einem Jahr. Häufig kommen ein Nachweis der Englischkenntnisse (z. B. TOEFL), teils ein GMAT-Ergebnis sowie ein Motivationsschreiben und ein Auswahlgespräch hinzu. Die genauen Bedingungen legt jede Hochschule selbst fest.

Ist ein MBA ein generalistischer oder ein spezialisierter Studiengang?

Der klassische MBA ist generalistisch ausgerichtet und vermittelt breites Managementwissen statt einer engen fachlichen Spezialisierung. Ergänzend gibt es aber zunehmend MBA-Programme mit Schwerpunkten, etwa für bestimmte Branchen oder Funktionen.

Welche Karrierewege eröffnet ein MBA?

Ein MBA zielt auf Management- und Führungsaufgaben. Typische Einsatzfelder sind Unternehmensberatung, Marketing und Projektmanagement; durch den generalistischen Zuschnitt sind die Absolventinnen und Absolventen branchenübergreifend einsetzbar.