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Berufsbild
Nach dem Abitur oder der Fachhochschulreife stehen viele Absolventen vor offenen Fragen: Wohin soll der Berufsweg sie führen, welche Fächerkombination passt, welche Universität oder Hochschule kommt infrage? Auch während des Studiums tauchen solche Fragen wieder auf – etwa wenn ein Studiengang gewechselt werden soll, weil das gewählte Fach nicht zu den eigenen Vorstellungen passt.
Genau hier setzen Studienberater an. Sie unterstützen Studieninteressierte und Studierende bei der Planung, ordnen Studien- und Ausbildungswege ein und informieren über Möglichkeiten der Studienfinanzierung. Sie arbeiten an Hochschulen ebenso wie in Einrichtungen der Erwachsenenbildung oder bei Arbeitnehmerorganisationen. Werden Minderjährige beraten, sind die Erziehungsberechtigten einzubeziehen.
Ausbildung
Studienberater ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, sondern eine Tätigkeit, die über eine Weiterbildung erschlossen wird. In der Datenbank BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit ist sie als „Bildungs-, Studienberater/in“ geführt. Angesprochen sind unter anderem Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter, Selbstständige und Beschäftigte in der Personalberatung; BERUFENET listet die Berufe auf, die den Zugang zu dieser Weiterbildung eröffnen.
Inhalte und Ablauf
Die Weiterbildung vermittelt die Bereiche, die für eine fachkundige Beratung nötig sind: die verschiedenen Ausbildungs- und Studienformen, den Ablauf der Studienfachwahl, Testverfahren sowie Finanzierungs- und Planungsfragen rund ums Studium. Dazu kommen Methoden der Gesprächsführung.
Der Unterricht ist praxisnah angelegt. Impulsreferate, Präsentationen, Partnerübungen und Rollenspiele wechseln sich ab, und die Teilnehmer entwickeln eigene Beratungskonzepte. Viele Anbieter kombinieren Präsenzunterricht mit E-Learning.
Dauer
Es handelt sich um eine kompakte Weiterbildung, die je nach Anbieter über einige Tage läuft – teils als Präsenzseminar, teils als E-Learning. Verbindliche Angaben zu Umfang und Format nennt der jeweilige Kursanbieter; einen Überblick über den Beruf gibt BERUFENET.
Abschluss
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat, das die vermittelten Inhalte ausweist. Es lässt sich für Bewerbungen nutzen.
Ausblick nach der Weiterbildung
Mit dem Abschluss kann direkt in die Beratungstätigkeit eingestiegen werden. Studienberater werden dort gebraucht, wo Absolventen und Studierende Orientierung suchen: an Universitäten und Fachhochschulen, an Gymnasien oder in der Erwachsenenbildung. Ebenso ist eine selbstständige Beratung im eigenen Büro möglich.
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Berufsfeld
Auf die Weiterbildung lässt sich aufbauen. Wer sich stärker auf die Berufswahl junger Menschen ausrichten möchte, kann eine weiterführende Qualifizierung in der Berufsberatung anschließen – etwa als Berufsberater*in U25 mit Schwerpunkt auf Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahren. Solche Aufbaulehrgänge sind umfangreicher und erlauben zusätzliche Schwerpunkte, zum Beispiel die Unterstützung bei Bewerbungen.
Für die Studienberatung an Hochschulen bietet die GIBeT, der bundesweite Fachverband für Studien- und Studierendenberatung, ein Fortbildungszertifikat an. Es ist in Basis- und Vertiefungsmodule gegliedert und dient dazu, das Berufsbild durch Qualifizierung und Zertifizierung zu sichern und weiterzuentwickeln.
Häufig gestellte Fragen
Welche Voraussetzungen braucht man für die Weiterbildung zum Studienberater?
Studienberater ist kein anerkannter Ausbildungsberuf; der Zugang läuft über eine Weiterbildung. Laut BERUFENET bauen darauf typischerweise Vorerfahrungen auf, etwa als Lehrkraft, in der Schulsozialarbeit oder in der Personalberatung. Viele Kurse haben darüber hinaus keine formalen Zugangsvoraussetzungen; Details legt der jeweilige Anbieter fest.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum Studienberater?
Die Weiterbildung ist kompakt und erstreckt sich je nach Anbieter über einige Tage, oft als Kombination aus Präsenz und E-Learning. Verbindliche Angaben zu Dauer, Format und Kosten macht der Kursanbieter.
Ist „Studienberater“ eine geschützte Berufsbezeichnung?
Nein. BERUFENET führt die Tätigkeit als Weiterbildung „Bildungs-, Studienberater/in“, nicht als geregelten Ausbildungsberuf. Für die Studienberatung an Hochschulen bietet der Fachverband GIBeT ein eigenes Fortbildungszertifikat an.
Wo arbeiten Studienberater nach der Weiterbildung?
Typische Einsatzorte sind Universitäten und Fachhochschulen, Gymnasien sowie Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Auch eine selbstständige Beratungstätigkeit ist möglich.
Weiterführende Links
- Bundesagentur für Arbeit (BERUFENET): Bildungs-, Studienberater/in
- GIBeT – bundesweiter Fachverband für Studien- und Studierendenberatung













