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Was macht ein Kellner?
Kellner arbeiten in Restaurants, Cafés, Hotels, Kantinen oder Gastwirtschaften. Ihre Hauptaufgabe ist es, Gäste freundlich zu empfangen, ihnen einen Platz anzubieten und sie während des Aufenthalts aufmerksam zu betreuen.
Der Kellner fragt den Gast nach seinen Wünschen, berät ihn bei der Auswahl von Speisen und Getränken und nimmt die Bestellung auf. Er serviert das Gewünschte und erkundigt sich unaufdringlich, ob der Gast zufrieden ist. Am Ende erstellt er die Rechnung, nimmt die Bezahlung entgegen und verabschiedet den Gast. Zum Service gehören außerdem das Eindecken und Dekorieren der Tische, das Sauberhalten des Gastraums sowie das Mithelfen beim Aufbau von Buffets.
Ausbildung zum Kellner
„Kellner“ ist eine gebräuchliche Bezeichnung für das Servicepersonal, aber kein eigener anerkannter Ausbildungsberuf. Wer den Beruf von Grund auf erlernen möchte, absolviert die dreijährige Ausbildung zum Restaurantfachmann bzw. zur Restaurantfachfrau. Dieser Ausbildungsberuf wurde zum 1. August 2022 modernisiert und trägt seither die Bezeichnung Fachmann/Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie.
Die Ausbildung ist dual aufgebaut: Der oder die Auszubildende arbeitet im Betrieb mit und besucht zusätzlich an ein bis zwei Tagen die Berufsschule. Vermittelt werden neben dem Bedienen, Beraten und Kassieren unter anderem die Speisen- und Getränkekunde, das Zubereiten von Getränken sowie das Planen und Organisieren von Veranstaltungen und Banketten. Bei den dreijährigen gastgewerblichen Berufen ist seit der Neuordnung 2022 eine gestreckte Abschlussprüfung in zwei Teilen vorgesehen: Teil 1 etwa zur Mitte der Ausbildung, Teil 2 am Ende – an die Stelle der früheren Zwischen- und Abschlussprüfung.
Wer einen schnelleren Einstieg sucht, kann zunächst die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie mit dem Schwerpunkt Restaurantservice wählen. Sie führt zu einem anerkannten Berufsabschluss und lässt sich anschließend um ein weiteres Jahr zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie aufstocken.
Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?
Einen bestimmten Schulabschluss schreibt das Gesetz für die dualen gastgewerblichen Ausbildungsberufe nicht vor; in der Praxis stellen Betriebe häufig Bewerberinnen und Bewerber mit Hauptschul- oder mittlerem Schulabschluss ein. Für den Berufsalltag hilfreich sind Belastbarkeit, Kontaktfreude, gute Umgangsformen und ein gutes Gedächtnis, dazu die Bereitschaft, auch abends, am Wochenende und an Feiertagen zu arbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Ist „Kellner“ ein eigener Ausbildungsberuf?
Nein. „Kellner“ ist eine Berufsbezeichnung für das Servicepersonal. Erlernt wird der Beruf über die Ausbildung zum Restaurantfachmann bzw. zur Restaurantfachfrau, die seit dem 1. August 2022 „Fachmann/Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie“ heißt.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie dauert in der Regel drei Jahre und ist dual aufgebaut. Alternativ gibt es die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Gastronomie mit dem Schwerpunkt Restaurantservice.
Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; Betriebe erwarten häufig einen Hauptschul- oder mittleren Abschluss. Wichtig sind Belastbarkeit, Kontaktfreude, gute Umgangsformen, ein gutes Gedächtnis und die Bereitschaft zu Abend-, Wochenend- und Feiertagsarbeit.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?
Nach einiger Berufserfahrung sind Aufstiegsfortbildungen möglich, etwa zum bzw. zur geprüften Restaurantmeister/-in oder zum bzw. zur Fachwirt/-in im Gastgewerbe (IHK). Auch die Übernahme von Schicht- oder Restaurantleitung ist ein üblicher Weg.












