Jobsuche digital: Tipps und Tricks für das richtige Vorgehen

Person durchsucht am Laptop digitale Jobportale
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Die digitale Jobsuche verbindet zwei Wege: Man kann sich passiv finden lassen und zugleich aktiv nach passenden Stellen suchen. Wer beide Kanäle kombiniert, erhöht die Chance, das richtige Angebot zu entdecken – oder von einem Unternehmen entdeckt zu werden.

Schaubild: Passiv oder aktiv suchen?

Passive Suche über Karrierenetzwerke und eigene Präsenz

Ein Vorteil der digitalen Stellensuche ist, dass Suchende sich finden lassen können. Ein sinnvoller erster Schritt ist ein Profil in mindestens einem der beiden gängigen Karrierenetzwerke Xing oder LinkedIn. Xing wird von der New Work SE betrieben und ist vor allem im deutschsprachigen Raum (DACH) verbreitet, während LinkedIn international ausgerichtet ist.

Wer sich dort mit Kolleginnen und Kollegen, Bekannten und Geschäftskontakten vernetzt und das Profil vollständig und aktuell hält, wird eher von Personalverantwortlichen oder Headhuntern angesprochen, die gezielt auf diesen Plattformen recherchieren.

Um über Suchmaschinen wie Google auffindbar zu sein, kann sich zusätzlich eine eigene Website oder ein Blog lohnen. Mit Systemen wie WordPress lässt sich der eigene Lebenslauf plattformunabhängig und öffentlich zugänglich machen.

Aktive Suche bei Jobportalen und Jobbörsen

Bei der passiven Suche sollte es nicht bleiben. Gezielt nach ausgeschriebenen Stellen zu suchen gehört ebenso dazu. Neben den Karriereseiten der Unternehmen sind Jobportale die wichtigste Anlaufstelle.

Dabei ist zwischen eigentlichen Jobportalen und Meta-Suchmaschinen zu unterscheiden. Auf Portalen wie StepStone oder Monster veröffentlichen Arbeitgeber ihre Anzeigen direkt; Bewerber sehen dort nur die aktiv geschalteten Angebote. Meta-Suchmaschinen wie Careerjet oder Kimeta durchsuchen dagegen viele Portale gebündelt nach passenden Anzeigen.

Eine zentrale, offizielle Anlaufstelle ist außerdem die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, eine der größten Stellenbörsen Deutschlands. Sie ist inzwischen in das Portal arbeitsagentur.de integriert und über die dortige Jobsuche kostenfrei nutzbar.

Die Portale unterscheiden sich vor allem in ihren Suchfiltern, ihrer Zielgruppe und darin, ob sie eher lokale oder überregionale Angebote abdecken. Viele bieten zusätzlich Apps an, mit denen sich auch unterwegs nach freien Stellen suchen lässt.

Suchbegriffe variieren und Suchagenten clever nutzen

Die meisten Jobbörsen erlauben es, einen Suchagenten mit festen Kriterien wie Branche, Tätigkeit, Berufsbezeichnung und Standort anzulegen. Er verschickt automatisch eine Benachrichtigung, sobald ein passendes Angebot neu eingestellt wird.

Das ist praktisch und spart Zeit, birgt aber ein Risiko, wenn man die gesamte Suche darauf beschränkt. Passende Anzeigen werden oft nicht erkannt, weil synonyme Begriffe verwendet werden oder Kriterien nicht exakt übereinstimmen. So kann eine Stelle, die einen Bachelor voraussetzt, jemandem mit Master unter Umständen nicht angezeigt werden, weil der Abschluss entsprechend hinterlegt ist.

Gegen einen Suchagenten spricht das nicht – man sollte aber zusätzlich regelmäßig selbst mit variierenden Suchbegriffen und bewusst auch unspezifischen Filtern nach aktuellen Ausschreibungen suchen.

Eigeninitiative zeigen und Ansprechpartner recherchieren

Das Internet bietet zudem die Möglichkeit, die Website des Wunschunternehmens regelmäßig auf Stellenangebote zu prüfen und sich teils direkt über ein Online-Formular zu bewerben.

Unternehmensseiten helfen außerdem, sich im Detail mit dem Arbeitgeber zu befassen und die Namen sowie Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner im jeweiligen Bereich zu recherchieren. So lässt sich einschätzen, ob das Unternehmen wirklich passt – und das Wissen im Anschreiben gezielt einsetzen.

Ist gerade keine passende Stelle ausgeschrieben, muss es nicht die allgemein gehaltene Initiativbewerbung sein. Stattdessen lässt sich direkt die verantwortliche Person kontaktieren und nach dem Bedarf im Unternehmen fragen. Ist danach eine vollständige Bewerbung erwünscht, kann sie präzise und passgenau formuliert werden.

Häufig gestellte Fragen

Xing oder LinkedIn – welches Karrierenetzwerk passt besser?

Das hängt vom Ziel ab. Xing ist vor allem im deutschsprachigen Raum (DACH) verbreitet und stark bei regionalen Kontakten und im Mittelstand. LinkedIn ist international ausgerichtet und die erste Wahl, wenn Kontakte über Deutschland hinaus oder englischsprachige Stellen im Fokus stehen. Für viele lohnt sich ein Profil auf beiden Plattformen.

Wie funktioniert ein Suchagent auf Jobportalen?

Ein Suchagent ist eine gespeicherte Suche: Man legt Kriterien wie Berufsbezeichnung, Branche und Standort fest und erhält automatisch eine Nachricht, sobald eine passende Stelle neu erscheint. Er ersetzt jedoch nicht die eigene Suche, weil er Anzeigen mit abweichenden Begriffen oder Filtern übersehen kann.

Ist eine Initiativbewerbung sinnvoll, wenn keine Stelle ausgeschrieben ist?

Eine gezielte Initiativbewerbung kann sich lohnen. Besser als eine allgemein gehaltene ist jedoch der direkte Kontakt zur zuständigen Person, um den tatsächlichen Bedarf zu klären. Signalisiert das Unternehmen Interesse, lässt sich anschließend eine passgenaue Bewerbung nachreichen.

Wo finde ich offizielle, kostenfreie Stellenangebote?

Eine zentrale Anlaufstelle ist die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, eine der größten Stellenbörsen Deutschlands. Sie ist in das Portal arbeitsagentur.de integriert und lässt sich über die dortige Jobsuche kostenfrei nutzen.