Jobsuche über Facebook und Co.: LinkedIn, XING und soziale Netzwerke richtig nutzen

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Bei der Jobsuche spielen berufliche Netzwerke heute eine größere Rolle als noch vor einigen Jahren. Wer gezielt sucht, kann über LinkedIn, XING und teils auch Facebook Kontakte knüpfen, Stellenangebote finden und sich Arbeitgebern präsentieren. Welche Plattform sich wofür eignet und worauf es beim eigenen Profil ankommt, zeigt dieser Überblick.

Facebook, LinkedIn und XING bei der Jobsuche

Für die Jobsuche über soziale Netzwerke haben sich vor allem zwei Karriereplattformen durchgesetzt: LinkedIn und XING. Beide sind – anders als Facebook – ausdrücklich auf Beruf und Karriere ausgerichtet. Im eigenen Profil lässt sich angeben, wo man bereits gearbeitet hat, welche beruflichen Erfahrungen man gesammelt hat und über welche Kenntnisse man verfügt.

LinkedIn ist im deutschsprachigen Raum inzwischen die größte dieser Plattformen: Das Netzwerk zählt nach eigenen Angaben über 31 Millionen Mitglieder im DACH-Raum und mehr als 1,3 Milliarden weltweit. XING ist mit rund 21 Millionen Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz die zweite große Plattform. Sie hat sich seit 2023 stärker zur reinen Jobplattform entwickelt; die früheren Gruppen- und Event-Funktionen wurden eingestellt. Betrieben wird XING von der New Work SE.

Facebook ist dagegen kein Karrierenetzwerk, sondern eine Plattform für den allgemeinen Austausch. Für die Jobsuche spielt es nur eine Nebenrolle – etwa, wenn Unternehmen dort ihre Arbeitgebermarke pflegen oder in Gruppen und auf Unternehmensseiten offene Stellen teilen.

Schaubild: Facebook, XING und LinkedIn für die Jobsuche

So funktioniert die Jobsuche über soziale Netzwerke

Wer aktiv sucht, kann auf den sogenannten Multiplikatoreffekt setzen: Ein öffentlich sichtbarer Hinweis auf die eigene Jobsuche erreicht nicht nur die direkten Kontakte, sondern über deren Netzwerke auch potenzielle Arbeitgeber. Sinnvoll ist außerdem, sich gezielt mit Unternehmen zu verbinden, für die man arbeiten möchte – viele veröffentlichen offene Stellen direkt auf ihren Profilen.

Auch das eigene Umfeld hilft: Kontakte aus der gleichen Branche haben oft interessante Verbindungen, die bei der Jobsuche weiterführen. Auf LinkedIn und XING lassen sich Stellenangebote zudem nach Region, Branche und Position filtern und passende Jobs abonnieren.

Das gilt es bei der Online-Jobsuche zu beachten

Online-Bewerbungen sind schnell erstellt und kostengünstig – das darf aber nicht zulasten der Qualität gehen, gerade wenn man sich bei mehreren Unternehmen gleichzeitig bewirbt. Wer sich über soziale Netzwerke präsentiert, sollte das eigene Profil vorher selbstkritisch prüfen: Hält es einer professionellen Sichtung durch einen Arbeitgeber stand?

Ein seriöses Profilfoto gehört dazu. LinkedIn gibt an, dass Mitglieder mit Profilfoto bis zu 21-mal mehr Profilaufrufe erhalten als Mitglieder ohne Bild. Alle wesentlichen Qualifikationen sollten in sinnvoller Reihenfolge genannt sein, damit Arbeitgeber die wichtigsten Fähigkeiten auf einen Blick erkennen. Bei Facebook gilt zusätzlich: Wer die Plattform beruflich nutzen möchte, sollte Privates begrenzen. Partyfotos und belanglose Pinnwandeinträge wirken schnell unseriös.

Häufig gestellte Fragen

Welches soziale Netzwerk eignet sich am besten für die Jobsuche?

Für die berufliche Jobsuche im deutschsprachigen Raum sind LinkedIn und XING am besten geeignet, weil sie auf Karriere und Kontakte ausgerichtet sind. LinkedIn ist mit über 31 Millionen Mitgliedern im DACH-Raum die größte Plattform, XING folgt mit rund 21 Millionen. Facebook eignet sich eher ergänzend.

Wie sollte ein LinkedIn- oder XING-Profil gestaltet sein?

Vollständig und ehrlich: aussagekräftige Angaben zu Berufserfahrung, Ausbildung und Kenntnissen, ein seriöses Profilfoto und eine sinnvolle Reihenfolge der wichtigsten Qualifikationen. So können Arbeitgeber die relevanten Fähigkeiten schnell erfassen.

Welche Fehler sollte man bei der Jobsuche über soziale Netzwerke vermeiden?

Häufige Fehler sind ein lückenhaftes oder unseriöses Profil, ein fehlendes Profilfoto sowie zu viele private Inhalte – vor allem auf Facebook. Auch unsorgfältige Massenbewerbungen ohne Bezug zum Unternehmen hinterlassen einen schlechten Eindruck.

Wie wichtig ist ein Profilfoto?

Sehr wichtig: Laut LinkedIn erhalten Profile mit Foto bis zu 21-mal mehr Aufrufe als Profile ohne. Das Foto sollte seriös und aktuell sein.