Glasmacher

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Zur Aufgabe eines Glasmachers gehört vor allem die Herstellung verschiedener Behälter wie Gläser oder auch Vasen mit Hilfe unterschiedlichster Techniken aus Glas. Neben der Möglichkeit mittels Mundblasen gewünschte Formen herzustellen, besteht auch die Option, dank vollautomatischer Maschinen Gläser oder ähnliche Behälter herzustellen.

Zu den Hauptaufgaben eines Glasmachers gehört unter anderem die Herstellung von Kölbeln sowie deren Verformung. Darüber hinaus zählen auch das Überstechen sowie Einblasen des Kölbels und die anschließende Herstellung farbiger Überfänger zu den Tätigkeitsfeldern des Glasmachers. Hierbei stellen Glasmacher aus einer Mischung verschiedener Materialien wie beispielsweise Quarzsand, Soda, Manganoxid, Pottasche und Metalloxid in Wannenöfen eine Schmelze her, aus welcher im späteren Verlauf verschiedene Gefäße hergestellt werden.

Zum größten Teil arbeitet der gelernte Glasmacher in der Glasindustrie verschiedener großer Konzerne wie beispielsweise bei Hohlglasherstellern. Darüber hinaus können Glasmacher auch in Glashütten oder Recyclingbetrieben tätig sein. Bei den Arbeitsorten handelt es sich deshalb sehr häufig um Produktions- oder Werkhallen und Werkstätte.

Die Ausbildung zum Glasmacher:

Zu den Ausbildungsinhalten eines Glasmachers zählt im ersten Lehrjahr vor allem das Kennenlernen der Glasstruktur. Hierbei wird den Auszubildenden vermittelt, welche Eigenschaften Glas hat und in welchen unterschiedlichen Formen es besteht und verarbeitet werden kann. Darüber hinaus lernen sie in den nachfolgenden zwei Ausbildungsjahren erste handwerkliche Techniken und ihre praktische Umsetzung im jeweiligen Betrieb. Zudem gehören zu den weiteren Inhalten vor allem das Anfertigen von Skizzen, Sicherheitshinweisen sowie die manuelle Handhabung bei einer Heißverarbeitung von Glas. Im Laufe der Ausbildung spezialisieren sich Glasmacher auf ein freiwählbares Fachgebiet wie beispielsweise auf die Anfertigung verschiedener Glasartikel wie beispielsweise Kerzenhalter oder auch Glasteller.

Außerdem besteht auch die Möglichkeit, sofern der ausbildende Betrieb über ausreichende internationale Kontakte verfügt, einen Auslandsaufenthalt während der Ausbildung zu absolvieren. Besonders geeignet sind hierfür die Länder Spanien und Italien. Die Dauer des Aufenthalts kann hierbei bis zu einem Ausbildungsjahr betragen und wird vertraglich zu Beginn der Ausbildung festgehalten.

Um an der Ausbildung zum Glasmacher teilzunehmen, wird im Allgemeinen keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung vorausgesetzt. Dennoch stellt der überwiegende Teil der Betriebe Auszubildende mit Abschluss der mittleren Reife ein. Mit erfolgreichem Abschluss der Ausbildung tragen die Absolventen den Titel des Glasmachers.