Gärtner – Berufsbild, Fachrichtungen und Ausbildung

Gärtner bei der Pflanzenpflege in einer Gärtnerei
Pexels / Pixabay

Der Beruf des Gärtners ist vielseitig und in mehrere Fachrichtungen gegliedert, die jeweils eigene Schwerpunkte setzen. Wer gern im Freien arbeitet, körperlich zupacken kann und Interesse an Pflanzen und Natur mitbringt, findet hier ein breites Tätigkeitsfeld – von der Anzucht einzelner Zierpflanzen bis zur Gestaltung ganzer Außenanlagen.

Berufsbild des Gärtners: sieben Fachrichtungen

Gärtner ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf mit sieben Fachrichtungen. Welche Aufgaben im Vordergrund stehen, hängt stark von der gewählten Fachrichtung ab:

Schaubild: Gärtner / Gärtnerin
  • Zierpflanzenbau: Anzucht und Pflege von Blüh-, Beet- und Zimmerpflanzen, die anschließend verkauft werden.
  • Baumschule: Heranziehen von Gehölzen – Bäumen, Sträuchern und Hecken – bis zur verkaufsfertigen Pflanze.
  • Obstbau: Anbau, Pflege und Ernte von Obst, etwa Äpfeln, Beeren oder Steinobst.
  • Gemüsebau: Anbau von Gemüse im Freiland oder unter Glas, mit dem Ziel, es als Lebensmittel zu verkaufen.
  • Staudengärtnerei: Vermehrung und Kultur mehrjähriger krautiger Pflanzen (Stauden).
  • Garten- und Landschaftsbau: Hier stehen zunächst nicht die Pflanzen im Mittelpunkt, sondern das Anlegen von Außenanlagen – Wege pflastern, Terrassen bauen, Teiche anlegen. Erst danach wird bepflanzt.
  • Friedhofsgärtnerei: Verbindet beide Bereiche: Anlage und Pflege von Grabstätten sowie Instandhaltung der Wege und Grünflächen auf Friedhöfen.

Ausbildung zum Gärtner

Die Ausbildung zum Gärtner läuft im dualen System: Der praktische Teil findet in einem Betrieb der jeweiligen Fachrichtung statt, dazu kommt der Unterricht an der Berufsschule, häufig als Blockunterricht. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Eine bestimmte Schulbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben. In der Praxis stellen die Betriebe überwiegend Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Wichtiger als der Abschluss sind körperliche Belastbarkeit, Wetterfestigkeit und ein echtes Interesse an Pflanzen und Gartenarbeit. Am Ende steht eine Abschlussprüfung; der Beruf ist bundesweit einheitlich geregelt.

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Weitere interessante Berufsbilder: Florist

Weiterführende Informationen rund um den Gärtnerberuf:

Gärtner im Vergleich

Sie pflastern Wege, setzen Mauern, pflanzen Hecken und legen Rasen an, von Frühjahr bis Herbst im Freien.

Weg in den Beruf
Duale Ausbildung
Einstieg ohne Abitur
ja
Neue Ausbildungsverträge 2024
3.375Platz 26 von 184 Ausbildungsberufen, die berufe.eu vorstellt
Frauenanteil bei den Neuen
16 %Mittelwert (Median) dieser Berufe: 20 %
Schulabschluss der Neuen
ohne Abschluss 4 % · Hauptschule 29 % · mittlerer Abschluss 41 % · (Fach-)Abitur 24 % · Ausland 1 %Abitur-Anteil im Mittelfeld der Berufe
Abschlussprüfung bestanden
79 %Median: 92 % · Prüfungen 2024: 3.648
Vorzeitig gelöste Verträge
35 je 100 neue Verträgeeigene Näherung aus Destatis-Zahlen 2024 · Median: 32

Passt der Beruf zu dir?

  • Handwerk & Technik deutlich
  • Menschen & Beratung gelegentlich
  • Gestaltung deutlich
  • Zahlen & Organisation gelegentlich
  • Draußen & Natur prägend
  • Körperlicher Einsatz prägend
  • Verantwortung gelegentlich
  • Ungewöhnliche Arbeitszeiten gelegentlich

Passt, wenn du …

  • arbeitet gern draußen
  • hat einen grünen Daumen
  • packt körperlich an

Eher schwierig, wenn du …

  • friert oder schwitzt ungern
  • hat Allergien gegen Pollen

Ähnliche Berufe: Winzer · Zimmermann · Klempner · Dachdecker · Stuckateur

Quellen: Passungsprofil: redaktionelle Bewertung von berufe.eu; Ausbildungszahlen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Berufsbildungsstatistik 2024; Ränge, Mediane und Näherungen: eigene Berechnung.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Gärtner?

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Der praktische Teil findet im Ausbildungsbetrieb statt, ergänzt durch den Unterricht an der Berufsschule.

Welche Fachrichtungen gibt es im Gärtnerberuf?

Es gibt sieben Fachrichtungen: Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau. Die Fachrichtung wird mit dem Ausbildungsbetrieb festgelegt.

Welche Voraussetzungen braucht man für die Gärtner-Ausbildung?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Betriebe stellen überwiegend Bewerber mit Haupt- oder Realschulabschluss ein. Wichtig sind vor allem körperliche Belastbarkeit, Wetterfestigkeit und Interesse an Pflanzen und Natur.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Gärtner?

Nach einigen Jahren Berufserfahrung sind Fortbildungen zum Gärtnermeister oder zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Gartenbau möglich. Auch ein Studium, etwa im Gartenbau, steht offen.