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Beitragsbild: mit KI erstellt (Symbolbild)
Als Diamantschleifer bringt man Rohdiamanten und andere Edelsteine in Form – für die Schmuckherstellung ebenso wie für industrielle Anwendungen. Wichtig zu wissen: „Diamantschleifer“ ist seit dem 1. August 2018 kein eigenständiger Ausbildungsberuf mehr. Die früheren Berufe Edelsteingraveur, Edelsteinschleifer und Diamantschleifer wurden zum Beruf Edelsteinschleifer/in mit vier Fachrichtungen zusammengefasst. Das Diamantschleifen steckt heute in den beiden Fachrichtungen Industriediamantschleifen und Schmuckdiamantschleifen.
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und wird dual im Betrieb und in der Berufsschule absolviert. Vermittelt werden handwerkliche Fertigkeiten und technisches Wissen. Sie endet mit einer Abschluss- und Gesellenprüfung vor der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer.
Aufgaben und Tätigkeiten eines Diamantschleifers
Zu den Aufgaben gehören das Prüfen und Auswählen des Rohmaterials, das Zuschneiden und Spalten der Steine, das Schleifen und Facettieren sowie das abschließende Polieren. Gearbeitet wird von Hand und mit Maschinen wie Diamantschleifmaschinen. Je nach Fachrichtung entstehen dabei Schmucksteine oder Präzisionsbauteile.
In der Fachrichtung Industriediamantschleifen werden natürliche und künstlich erzeugte Diamanten zu Präzisionsbauteilen für Schneidewerkzeuge, Werkzeugmaschinen oder elektronische Geräte verarbeitet – teils bis zum Einbau in das fertige Werkzeug. In der Fachrichtung Schmuckdiamantschleifen werden Rohdiamanten zu Schmuckdiamanten wie Brillanten geschliffen. Qualität und Eigenschaften des bearbeiteten Steins werden dabei laufend kontrolliert.
Die wichtigsten Arbeitsschritte
Um einen Stein in Form zu bringen, kommen mehrere Schleif- und Bearbeitungstechniken zum Einsatz:
- Zuschneiden und Spalten: Der Rohstein wird – konventionell oder per Laser – geteilt und grob vorbereitet.
- Schleifen und Facettieren: Der Stein erhält seine Form und seine Facetten.
- Polieren: Die Oberfläche wird glatt und glänzend gearbeitet.

Voraussetzungen und Ausbildung
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; welche Vorbildung erwartet wird, entscheidet der jeweilige Betrieb. Hilfreich sind handwerkliches Geschick, ein gutes Auge sowie Grundkenntnisse in Physik, Geometrie und Mathematik – etwa um Kristallstrukturen einzuschätzen und Maße zu berechnen. Mit höherem Schulabschluss lässt sich die Ausbildungszeit auf Antrag verkürzen.
Karriere und Berufsaussichten eines Diamantschleifers
Nach der Ausbildung arbeiten Diamantschleifer zum Beispiel in Diamantschleifereien, in Herstellungsbetrieben für Präzisionswerkzeuge sowie in Betrieben der Schmuck- und Uhrenindustrie oder bei Juwelieren. Der Verdienst lässt sich nicht pauschal beziffern – er hängt von Fachrichtung, Qualifikation, Berufserfahrung, Region und Arbeitgeber ab. Einen Überblick zu Entgelten bietet der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.
Mehr Infos zum Thema:
- https://www.ausbildung.de/berufe/edelsteinschleifer/
- https://me2be.de/berufe/exklusiv/diamantschleiferin-ein-beruf-mit-schliff/
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Diamantschleifer?
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und wird dual im Betrieb und in der Berufsschule absolviert. Sie endet mit einer Abschluss- und Gesellenprüfung vor der IHK oder der Handwerkskammer.
Ist Diamantschleifer ein eigener Ausbildungsberuf?
Nein. Seit dem 1. August 2018 gehört das Diamantschleifen zum Ausbildungsberuf Edelsteinschleifer/in – konkret zu den Fachrichtungen Industriediamantschleifen und Schmuckdiamantschleifen.
Welche Voraussetzungen braucht man für den Beruf Diamantschleifer?
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben; die Anforderungen legen die Betriebe fest. Nützlich sind handwerkliches Geschick sowie Grundkenntnisse in Physik, Geometrie und Mathematik.
In welchen Branchen und Betrieben arbeiten Diamantschleifer?
Typische Arbeitgeber sind Diamantschleifereien, Herstellungsbetriebe für Präzisionswerkzeuge sowie Betriebe der Schmuck- und Uhrenindustrie und Juweliere.













