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Das Tätigkeitsfeld des Zweiradmechatronikers teilt sich in zwei Bereiche auf: die Fahrradtechnik und die Motorradtechnik. Es ist ein vielseitiger Beruf mit soliden Aussichten, sowohl was die spätere Berufsausübung als auch die Fort- und Weiterbildung betrifft.
Zweiradmechatroniker der Fachrichtung Fahrradtechnik stellen Fahrräder her, reparieren und warten sie, rüsten sie um und verkaufen sie – vom klassischen Rad bis zum Pedelec und E-Bike. Nach der Ausbildung finden sie Arbeit in Fahrradwerkstätten, im Fahrradhandel und -verleih sowie bei Fahrradherstellern.
Zweiradmechatroniker der Fachrichtung Motorradtechnik arbeiten an motorisierten Zweirädern – vom Mofa über Mokick und Motorroller bis zum Motorrad. Sie warten und reparieren die Fahrzeuge, rüsten sie nach Kundenwunsch um, statten sie mit Zubehör aus und verkaufen sie. Zunehmend gehören auch Hybrid- und Elektroantriebe zum Arbeitsalltag.
Ausbildung zum Zweiradmechatroniker
Die Ausbildung dauert in beiden Fachrichtungen 3,5 Jahre. Es handelt sich um eine duale Ausbildung, die parallel im Betrieb und in der Berufsschule stattfindet und sowohl im Handwerk als auch in der Industrie absolviert werden kann. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Zweiradmechatroniker und zur Zweiradmechatronikerin (ZweiradAusbV) vom 13. Juni 2014; mit ihr wurde der frühere „Zweiradmechaniker“ zum „Zweiradmechatroniker“ weiterentwickelt.
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben; in der Praxis stellen die Betriebe überwiegend Bewerber mit mittlerem Schulabschluss ein. Wichtiger als die Note sind technisches Interesse, Freude an praktischer Arbeit, handwerkliches Geschick, Teamfähigkeit und ein freundlicher Umgang mit Kundschaft.
Geprüft wird in Form einer gestreckten Gesellen- bzw. Abschlussprüfung: Teil 1 findet gegen Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt, Teil 2 am Ende der Ausbildung. Beide Teile fließen in das Gesamtergebnis ein.
Ausbildungsinhalte Fahrradtechnik
Im Betrieb, 1.–2. Lehrjahr
- Bedienung von Fahrzeugen
- Inbetrieb- und Außerbetriebnahme technischer Systeme
- Messungen an technischen Systemen
- Durchführung von Wartung und Service
- Demontage, Reparatur und Montage von Bauteilen und Systemen
- Technische und betriebliche Kommunikation
In der Berufsschule, 1.–2. Lehrjahr
- Wartung und Instandsetzung von Rädern und Bereifung
- Inspektion und Wartung an Fahrzeugen und Systemen
- Demontage, Prüfung, Austausch und Montage einfacher Systeme und Baugruppen
- Identifizierung und Beseitigung von Funktionsstörungen
- Durchführung von Inspektionen an Antriebssystemen
- Diagnose und Behebung von Funktionsstörungen an Fahrwerks- und elektrischen Systemen
Im Betrieb, 3.–4. Lehrjahr
- Herstellung und Anpassung der Fahrräder
- Nach- und Umrüstung
- Durchführung logistischer Maßnahmen
- Verkauf und Beratung
In der Berufsschule, 3.–4. Lehrjahr
- Servicearbeiten an Fahrwerkssystemen
- Herstellung, Aus- und Umrüstung von Fahrrädern
- Instandsetzung von Antriebskomponenten
- Diagnose und Instandsetzung von Hybrid- und Elektrofahrrädern
- Beratung und Verkauf
Ausbildungsinhalte Motorradtechnik
Im Betrieb, 1.–2. Lehrjahr
- Bedienung von Fahrzeugen
- Inbetrieb- und Außerbetriebnahme technischer Systeme
- Messungen an technischen Systemen
- Durchführung von Wartung und Service
- Fehlerdiagnose an Fahrzeugen und Systemen
- Demontage, Reparatur und Montage von Bauteilen und Systemen
- Technische und betriebliche Kommunikation
In der Berufsschule, 1.–2. Lehrjahr
- Wartung und Instandsetzung von Rädern und Bereifung
- Inspektion und Wartung an Fahrzeugen und Systemen
- Demontage, Prüfung, Austausch und Montage einfacher Systeme und Baugruppen
- Identifizierung und Beseitigung von Funktionsstörungen
- Durchführung von Inspektionen an Antriebssystemen
- Diagnose und Behebung von Funktionsstörungen an Fahrwerks- und elektrischen Systemen
Im Betrieb, 3.–4. Lehrjahr
- Durchführung von Um-, Nach- und Ausrüstarbeiten
- Untersuchung von Fahrzeugen nach rechtlichen Richtlinien und Vorgaben
- Herstellung von Bauteilen und Fahrzeugen
- Verkauf und Beratung
In der Berufsschule, 3.–4. Lehrjahr
- Servicearbeiten an Fahrwerkssystemen
- Diagnose an Systemen des Antriebsmanagements
- Instandsetzung von Motoren und Antriebskomponenten
- Diagnose an vernetzten Systemen
- Anbieten von Nach-, Um- und Ausrüstungsarbeiten und -komponenten
Perspektiven und Weiterbildung
Weiterbildungen gibt es in den Bereichen Anpassung und Aufstieg. Anpassungsweiterbildungen halten das Fachwissen auf dem aktuellen technischen Stand – gerade bei Elektroantrieben und vernetzter Fahrzeugtechnik ein wichtiger Punkt.
Aufstiegsweiterbildungen führen zum Beispiel zum:
- Zweirad-Servicetechniker
- Zweiradmechatronikermeister
- Techniker der Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik
Mit ausreichender Berufserfahrung ist auch ein technisches Studium möglich, etwa in Fahrzeugtechnik oder Maschinenbau. Die Aussichten auf eine Anstellung gelten als gut: In Werkstätten, in der Herstellung und im Handel werden Zweiradmechatroniker gesucht. Mit dem Meisterbrief lässt sich zudem eine eigene Werkstatt gründen und ausbilden.
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Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker?
Die Ausbildung dauert in beiden Fachrichtungen 3,5 Jahre. Sie verläuft dual im Betrieb und in der Berufsschule und kann im Handwerk oder in der Industrie absolviert werden.
Welchen Schulabschluss braucht man für die Ausbildung?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen die Betriebe überwiegend Bewerber mit mittlerem Schulabschluss ein. Wichtig sind vor allem technisches Interesse, handwerkliches Geschick und Freude an praktischer Arbeit.
Worin unterscheiden sich die Fachrichtungen Fahrradtechnik und Motorradtechnik?
In der Fahrradtechnik dreht sich alles um nicht motorisierte und elektrisch unterstützte Zweiräder wie Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes. Die Motorradtechnik befasst sich mit motorisierten Zweirädern vom Mofa bis zum Motorrad, einschließlich Verbrennungs-, Hybrid- und Elektroantrieben. Die Grundlagen der ersten beiden Lehrjahre ähneln sich, die Schwerpunkte im dritten und vierten Jahr unterscheiden sich deutlich.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?
Möglich sind unter anderem die Weiterbildung zum Zweirad-Servicetechniker, zum Zweiradmechatronikermeister oder zum Techniker der Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik. Mit Berufserfahrung ist auch ein technisches Studium denkbar. Der Meisterbrief öffnet zudem den Weg in die Selbstständigkeit mit eigener Werkstatt.














