Mitarbeiterschulung als Erfolgsfaktor

Mitarbeiterschulung: Beschäftigte in einem Seminar
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Für Unternehmen wird die Weiterqualifikation ihrer Beschäftigten immer wichtiger. Weiterbildung ist längst Alltag: 2022 nahmen 58 Prozent der 25- bis 64-Jährigen in Deutschland an Weiterbildung teil, und rund 90 Prozent der Unternehmen ermöglichten ihren Beschäftigten entsprechende Angebote. Dabei geht es nicht nur um effizientere Prozesse und den Unternehmenserfolg, sondern auch um die Belegschaft selbst: Sie profitiert an vielen Stellen von einer Mitarbeiterschulung.

Die verschiedenen Arten von Weiterbildungen

In vielen Unternehmen gehört die regelmäßige Weiterbildung zum Arbeitsalltag. Sie bringt die Beschäftigten auf den aktuellen Wissensstand, erhöht ihre Zufriedenheit und bindet sie langfristig ans Unternehmen. Dabei gibt es nicht nur die eine Form, bei der die Teilnehmenden ein paar Tage im Seminarraum frontal unterrichtet werden – das Angebot ist deutlich vielschichtiger:

  • Externe Schulungen: Kongresse, Kurse, Seminare, Tagungen
  • Interne Schulungen: etwa Mentoring durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen
  • Inhouse-Seminare: Trainings direkt im Betrieb
  • Selbstgesteuerte Weiterbildung: Lernen mit Schulungsunterlagen, Fachliteratur oder Online-Formaten

Statistisch werden die meisten dieser Angebote als nonformale Weiterbildung erfasst – also als Kurse und Lehrgänge außerhalb des formalen Bildungssystems. Sie machen den größten Teil der Weiterbildungsaktivitäten von Erwachsenen aus.

Schaubild: Vier Weiterbildungsarten

Welche Vorteile bringen Mitarbeiterschulungen dem Unternehmen?

Jede Schulung ist zunächst ein Wissensgewinn – und der bleibt nicht bei den Teilnehmenden. Neue Kenntnisse lassen sich an Kolleginnen und Kollegen weitergeben, sodass das gesamte Team davon profitiert und konkurrenzfähiger wird. Mit aktuellen Methoden und Techniken lassen sich Abläufe in vielen Bereichen straffen und effizienter gestalten, zum Beispiel in:

Für Betriebe ist Weiterbildung damit auch ein Instrument der Fachkräftesicherung: Wer vorhandene Beschäftigte gezielt qualifiziert, ist weniger auf einen angespannten Arbeitsmarkt angewiesen.

Wie profitieren Arbeitnehmer von der Weiterbildung?

Auch die Beschäftigten gewinnen: Wer sich qualifiziert, steigert den Wert seiner Arbeitskraft und verbessert seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt – das sichert langfristig auch den bestehenden Arbeitsplatz. Weitere Vorteile sind zum Beispiel:

  • bessere Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten
  • mehr Selbstvertrauen im Job
  • ein bewussterer Umgang mit den eigenen Ressourcen und Stärken

Eine bessere Qualifikation wirkt sich außerdem auf die Motivation aus. Wer sich regelmäßig weiterbildet, ist nicht auf einzelne Teilaufgaben beschränkt, sondern kann Verantwortung in übergeordneter Funktion übernehmen und den gesamten Wertschöpfungsprozess nachvollziehen:

  • Man erkennt Ziel und Wert der eigenen Arbeit.
  • Erfolge des Unternehmens motivieren stärker.
  • Es entstehen neue Anreize, sich weiterzubilden.

Weiterbildung als dauerhafter Prozess

Weiterbildung ist eine Investition in die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens – allerdings keine einmalige Maßnahme. Sinnvoll ist ein dauerhafter Prozess, der fest in die Arbeitsabläufe eingebunden ist. Dazu gehört auch, Mitarbeitende zu ermutigen, selbst Weiterbildungsziele zu formulieren und sich eigenständig weiterzuentwickeln. Wer sich etwa im Bereich Inbound-Marketing auf dem Laufenden halten möchte, kann dazu regelmäßig einschlägige Fachblogs und Branchenmedien verfolgen.

Mitarbeiter fachübergreifend qualifizieren

In einer zunehmend spezialisierten Arbeitswelt gewinnen fachübergreifende Kompetenzen an Bedeutung. Es lohnt sich daher, Beschäftigte nicht nur in einem eng abgegrenzten Bereich zu schulen, sondern ihnen einen Überblick über angrenzende Themenfelder zu geben, die direkt mit ihrer Arbeit zusammenhängen.

Ein Beispiel: Wer überwiegend Inhalte für Webseiten erstellt, profitiert von zusätzlichen Kenntnissen wie:

  • Umgang mit Content-Management-Systemen
  • Grundlagen des Webdesigns
  • HTML und CSS
  • Grundkenntnisse in PHP

So lassen sich Abläufe verschlanken, und die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen wird einfacher. Eine Übersicht über Berufsbilder, in denen sich eine Weiterbildung anbietet, finden Sie in der Berufsbild-Übersicht auf berufe.eu.

Häufig gestellte Fragen

Welche Arten von Mitarbeiterschulungen gibt es?

Üblich sind externe Schulungen (Seminare, Kurse, Tagungen), interne Formate wie Mentoring, Inhouse-Trainings im Betrieb sowie selbstgesteuertes Lernen mit Unterlagen oder Online-Angeboten. Statistisch zählen die meisten dieser Angebote zur nonformalen Weiterbildung.

Wie profitieren Arbeitnehmer konkret von Weiterbildungen?

Sie erweitern ihre Qualifikation, verbessern ihre Position auf dem Arbeitsmarkt und sichern damit ihren Arbeitsplatz ab. Hinzu kommen bessere Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten, mehr Selbstvertrauen und häufig eine höhere Motivation.

Wer trägt die Kosten für Mitarbeiterschulungen?

Betriebliche Weiterbildung finanzieren in der Regel die Arbeitgeber, da sie unmittelbar vom zusätzlichen Know-how profitieren. Je nach Maßnahme beteiligen sich Beschäftigte mit Eigenanteilen wie Freizeit; für bestimmte Weiterbildungen gibt es zudem öffentliche Förderungen. Details regeln Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder individuelle Absprachen.

Wie oft sollten Mitarbeiter weitergebildet werden?

Eine feste Vorgabe gibt es nicht – sinnvoll ist Weiterbildung als kontinuierlicher Prozess statt als einmalige Maßnahme. Der passende Rhythmus hängt von Branche, Aufgabe und Tempo der fachlichen Entwicklung ab; in schnelllebigen Feldern wie IT oder Marketing sind kürzere Abstände üblich.