Erklärvideos: Techniken, Einsatz und die Berufe dahinter

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Ein Erklärvideo bringt komplexe Zusammenhänge in kurzer Zeit auf den Punkt: Es verbindet bewegte Bilder mit gesprochenem Wort und macht ein Thema verständlich, das reiner Text oft nur umständlich erklären kann. Auf Websites, in sozialen Netzwerken oder in Schulungen sorgen solche Videos dafür, dass Zuschauer länger dranbleiben und eine Botschaft besser behalten.

Was ein Erklärvideo leistet

Der Kern eines Erklärvideos ist die Bildsprache. Ob eine Sache von animierten Figuren aus einer pointierten Perspektive gezeigt oder mit anschaulichen Grafiken erklärt wird, macht einen großen Unterschied für das Verständnis. Gute Erklärvideos reduzieren ein Thema auf das Wesentliche und führen Schritt für Schritt durch eine Idee, ein Produkt oder einen Ablauf.

Techniken und Stile

Für Erklärvideos haben sich mehrere Stile etabliert, die sich in Aufwand und Wirkung unterscheiden:

  • Legetrick (Legetechnik): Figuren und Symbole werden – oft sichtbar von einer Hand – ins Bild gelegt. Der Stil wirkt handgemacht und persönlich.
  • Whiteboard-Animation: Zeichnungen entstehen scheinbar live auf einer weißen Fläche. Der Look ist klar und vergleichsweise schnell umzusetzen.
  • 2D- und 3D-Animation: Frei gestaltete Figuren und Objekte; 3D erlaubt räumliche Darstellungen, ist aber aufwendiger.
  • Realfilm: Echte Menschen statt Animation – Mimik und Stimme schaffen Nähe und Vertrauen.

Welcher Stil passt, hängt vom Thema, der Zielgruppe und dem Budget ab. Nicht jedes Format eignet sich für jeden Zweck – deshalb ist die Auswahl so groß.

Bild, Ton und Schnitt

Bild und Ton müssen zusammenpassen. Eine sonore oder eine freundliche Stimme, passende Musik und gut gesetzte Pausen unterstreichen, was gerade zu sehen ist. Die Schnitttechnik hält beides zusammen: Bild und Ton dürfen nicht auseinanderlaufen, können sich aber gegenseitig Raum geben, sodass ein lebendiges Ganzes entsteht. Für die Vertonung werden Sprecherinnen und Sprecher ausgewählt – Sprechproben helfen dabei, die passende Stimme zu finden.

Berufe rund um Erklärvideos

An einem Erklärvideo arbeiten meist mehrere Fachleute zusammen – von der Konzeption über die Animation bis zur Vertonung. Zwei anerkannte duale Ausbildungsberufe liegen besonders nahe:

  • Mediengestalter/in Bild und Ton: plant, produziert und bearbeitet Bild- und Tonmedien, von der Aufnahme bis zur Postproduktion. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst inzwischen auch Online-Formate, Streaming und soziale Medien.
  • Mediengestalter/in Digital und Print: gestaltet Medienprodukte für Digital und Print; je nach Fachrichtung gehören auch Grafiken, Animationen und Videos für digitale Medien dazu. Auch diese duale Ausbildung dauert drei Jahre.

Daneben führen Wege über ein Studium – etwa in Mediendesign, Motion Design oder Kommunikationsdesign – sowie über praxisnahe Weiterbildungen in die Videoproduktion. Ein erfahrener Blick von außen hilft oft, den passenden Stil und ein klares Alleinstellungsmerkmal zu finden.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet die Produktion eines professionellen Erklärvideos?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Die Kosten hängen vom gewählten Stil ab (eine Whiteboard-Animation ist in der Regel günstiger als eine aufwendige 3D-Animation), von der Länge, vom Aufwand für Skript, Sprecher und Schnitt sowie davon, ob eine Agentur beauftragt oder in Eigenregie produziert wird.

Welche Berufe beschäftigen sich mit der Erstellung von Erklärvideos?

Typisch sind Mediengestalter/innen Bild und Ton sowie Mediengestalter/innen Digital und Print. Hinzu kommen Fachleute für Grafik, Motion Design, Illustration und Konzeption sowie Sprecherinnen und Sprecher für die Vertonung.

Welche Ausbildung oder Qualifikation braucht man für die Videoproduktion?

Ein klassischer Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton oder zum Mediengestalter Digital und Print. Ebenso möglich sind ein Studium (zum Beispiel Mediendesign oder Motion Design) und praxisnahe Weiterbildungen.

Wie lange dauert die Erstellung eines Erklärvideos?

Das lässt sich nicht pauschal sagen – es hängt von Länge, Technik und der Zahl der Korrekturschleifen ab. Der Ablauf führt in der Regel über Briefing, Skript, Storyboard, Produktion, Vertonung und Schnitt.