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Ein klimafreundliches Büro senkt den Energieverbrauch und macht den Arbeitsplatz zugleich gesünder und angenehmer. Angenehme Temperaturen, gutes Licht und frische Luft wirken sich auf Konzentration und Wohlbefinden aus – und damit auch auf Fehlzeiten. Die Ansatzpunkte reichen von baulichem Sonnenschutz über effiziente Technik bis zum eigenen Verhalten am Schreibtisch.
Sonnenschutz für blendfreies Arbeiten am Bildschirm
Sonnenschutzrollos, die auf Bildschirmarbeitsplätze abgestimmt sind, halten das Büro kühler und reduzieren die Blendung, ohne den Blick nach draußen ganz zu nehmen. Weniger direkte Sonne auf dem Monitor bedeutet weniger störende Reflexionen und ermüdungsärmeres Arbeiten.
Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen – lichtdurchlässig, verdunkelnd oder mit hitzereflektierender Beschichtung. Sie senken vor allem die Aufheizung des Raums und die Blendung am Arbeitsplatz und sorgen so für gleichmäßiges, angenehmes Arbeitslicht.
Hitzeschutz und die Temperatur im Büro
Gerade im Sommer heizen sich Büros schnell auf. Hohe Raumtemperaturen belasten den Kreislauf, senken die Konzentration und verlangsamen das Arbeiten. Der Arbeitsschutz gibt dafür einen klaren Rahmen vor: Nach der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 soll die Lufttemperatur im Arbeitsraum +26 °C nicht überschreiten. Steigt sie über +30 °C, muss der Arbeitgeber wirksame Maßnahmen ergreifen – technische und organisatorische Lösungen haben dabei Vorrang vor personenbezogenen. Über +35 °C ist der Raum ohne besondere Maßnahmen nicht mehr als Arbeitsraum geeignet.
Gegen die Hitze hilft ein Bündel an Maßnahmen: außenliegender Sonnenschutz, eine gute Wärmedämmung der Gebäudehülle, konsequentes Lüften in den kühlen Nachtstunden sowie Kühltechnik von der mobilen Klimaanlage bis zur fest installierten Anlage. Innenliegende Systeme wie Plissees oder Wabenplissees senken die Aufheizung ebenfalls, wirken aber schwächer als außenliegender Schutz, weil die Wärme dann bereits hinter der Scheibe ist.
Effiziente Technik und Gebäudesteuerung
Vernetzte Gebäudetechnik kann Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Sonnenschutz aufeinander abstimmen. Über ein Gebäudemanagementsystem lassen sich diese Komponenten zentral steuern, statt jedes Gerät einzeln zu bedienen.
Sensoren passen das Licht an das Tageslicht und an die Anwesenheit im Raum an, Jalousien fahren je nach Sonnenstand, Fenster und Lüftung reagieren auf den Bedarf. Verlässt am Abend die letzte Person das Gebäude, fährt die Technik den Verbrauch herunter. So lässt sich Energie sparen, ohne dass jemand an jeden Schalter denken muss.
Begrünung, Material und Verhalten
Begrünte Wände – oft „Living Walls“ genannt – setzen einen sichtbaren Akzent im Raum, verbessern die Akustik und wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Viele Betriebe achten außerdem auf langlebige, schadstoffarme Arbeitsmittel aus möglichst regionaler Herstellung und führen ein Recycling für Papier, Verpackungen und Elektronik ein.
Auch die Beschäftigten selbst tragen zum klimafreundlichen Büro bei: mit dem Rad oder öffentlich zur Arbeit kommen, einen Mehrwegbecher nutzen, weniger ausdrucken, die Heizung maßvoll einstellen und Geräte und Licht ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden. Einzeln sind das kleine Schritte, in der Summe entlasten sie Umwelt und Betriebskosten.
Häufig gestellte Fragen
Welche Maßnahmen machen ein Büro klimafreundlicher?
Wirksam ist meist ein Zusammenspiel mehrerer Bausteine: Sonnen- und Hitzeschutz an den Fenstern, eine effiziente und gut gesteuerte Technik für Licht, Heizung und Lüftung, sparsame Geräte, Begrünung sowie Recycling. Dazu kommt das Verhalten der Beschäftigten – von der Anreise bis zum Ausschalten der Geräte nach Feierabend.
Ab welcher Temperatur muss der Arbeitgeber im Büro handeln?
Die Arbeitsstättenregel ASR A3.5 nennt +26 °C als Sollwert für die Lufttemperatur im Arbeitsraum. Ab mehr als +30 °C muss der Arbeitgeber wirksame Maßnahmen ergreifen, ab mehr als +35 °C gilt der Raum ohne besondere Schutzmaßnahmen nicht mehr als Arbeitsraum. Technische und organisatorische Maßnahmen haben dabei Vorrang vor personenbezogenen.
Was bringen intelligente Gebäudemanagementsysteme?
Sie steuern Beleuchtung, Sonnenschutz, Heizung und Lüftung zentral und automatisch – abgestimmt auf Tageslicht, Anwesenheit und Außentemperatur. So sinkt der Energieverbrauch besonders in Zeiten, in denen Räume nicht genutzt werden.
Wie können Mitarbeitende selbst zu einem klimafreundlicheren Arbeitsplatz beitragen?
Mit klimafreundlicher Anreise (Rad, ÖPNV, Fahrgemeinschaft), einem Mehrwegbecher statt Einweg, weniger Ausdrucken, maßvoll eingestellter Heizung oder Kühlung und dem Ausschalten von Geräten und Licht bei Nichtgebrauch.
Lesenswertes: