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Schüler und Studenten müssen oft mit wenig Geld auskommen. Mit ein paar gezielten Finanztipps lässt sich der Alltag jedoch spürbar günstiger gestalten – vom Einkauf über Rabatte bis hin zu Krankenversicherung und Rundfunkbeitrag.
Im Alltag clever Geld sparen
Wer regelmäßig sparen möchte, plant seine Einkäufe. Ein Wochenplan mit allen wirklich benötigten Anschaffungen hilft, Fehl- und Spontankäufe zu vermeiden. Gezielt nach Angeboten zu suchen, lohnt sich zusätzlich.
Auch Mengeneinkäufe können günstiger sein – aber nicht automatisch. Nicht jede Familienpackung ist pro Menge tatsächlich billiger. Der Blick auf den Grundpreis (Preis pro Kilogramm oder Liter), der auf dem Regaletikett steht, schafft Klarheit.
Im Supermarkt stehen die günstigeren Eigenmarken häufig im obersten oder untersten Regalfach, während teurere Markenprodukte auf Augenhöhe platziert sind. Ein Preisvergleich direkt im Laden zahlt sich also aus.
Beim Essen steckt weiteres Sparpotenzial: Wer Frühstück oder Mittagessen selbst zubereitet, statt täglich beim Bäcker oder im Schnellrestaurant zu kaufen, entlastet den Geldbeutel deutlich. In vielen Schulen und an nahezu allen Hochschulen gibt es zudem Mensen mit vergünstigten Preisen für Schüler und Studierende.
Gesund essen und trotzdem sparen
Dass Sparen nicht immer heißt, das Billigste zu kaufen, zeigt der Blick auf Lebensmittel: Ein Brötchen ist günstig, liefert aber kaum Nährstoffe, während vergleichsweise teure Nüsse viele Vitamine enthalten. Statt beim Essen zu knausern, lohnt es sich, frisch zu kochen – das macht länger satt und ist auf Dauer oft günstiger als Fertigprodukte oder Snacks. Ein gutes Kochbuch oder kostenlose Rezeptseiten sind dafür eine sinnvolle Grundlage. Auch Schüler, die nicht selbst kochen, sparen, wenn sie auf teure Snacks und Süßigkeiten zwischendurch verzichten.
Rabatte für Schüler und Studenten nutzen
Ob Freibad, Bibliothek, Kino, Museum oder Nahverkehr: Schüler- und Studentenrabatte gibt es fast überall – meist gegen Vorlage des Schüler- oder Studierendenausweises. Besonders bei Fachbüchern lässt sich sparen, denn viele Titel sind gebraucht über Onlineportale, das schwarze Brett der Hochschule oder als kostenlose Leihgabe in der Bibliothek erhältlich.
Auch bei Hard- und Software für Schule und Studium gibt es Bildungsrabatte. Anbieter wie Microsoft, Adobe, Apple oder Acer führen eigene Education-Programme mit vergünstigten Konditionen für Schüler, Studierende und Lehrkräfte – ein Preisvergleich lohnt sich vor jeder Anschaffung.
Weiteres Sparpotenzial: Versicherung, Rundfunkbeitrag und Konto
Krankenversicherung: Studierende können bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres beitragsfrei über die gesetzliche Krankenversicherung der Eltern (Familienversicherung) mitversichert sein, solange sie sich in Ausbildung befinden und mit eigenem Einkommen und Arbeitszeit innerhalb der gesetzlichen Grenzen bleiben (§ 10 SGB V). Danach greift die günstigere studentische Krankenversicherung.
Rundfunkbeitrag: Seit 2013 gilt statt der früheren geräteabhängigen Rundfunkgebühr ein einheitlicher Rundfunkbeitrag von 18,36 Euro pro Monat und Wohnung. Studierende, die BAföG beziehen und nicht mehr im Haushalt der Eltern wohnen, können sich auf Antrag beim Beitragsservice davon befreien lassen. Wer noch bei den beitragszahlenden Eltern lebt, muss ohnehin nichts extra entrichten.
Handytarife und Konto: Einige Mobilfunkanbieter werben mit günstigen Tarifen für Schüler und Studenten. Hier lohnt der genaue Blick, da sich hinter niedrigen Grundpreisen manchmal Limitierungen verbergen, die später Zusatzkosten verursachen. Speziell für Schüler und Studierende bieten viele Banken kostenlose Giro- oder Schülerkonten an – der wichtigste Vorteil ist dabei meist die gebührenfreie Kontoführung, nicht die Verzinsung.
Second Hand: Auf Flohmärkten und in Secondhand-Läden lassen sich Kleidung, Bücher und Alltagsgegenstände oft deutlich günstiger finden als im Neukauf. Ein Blick auf den Zustand lohnt sich – der regelmäßige Besuch bessert die Haushaltskasse spürbar auf.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rabatte können Schüler und Studenten nutzen?
Vergünstigungen gibt es fast überall gegen Vorlage des Ausweises: in Freibädern, Kinos, Museen und Bibliotheken, bei Bahn- und Nahverkehrstickets sowie bei Fachbüchern, Software und Hardware über die Education-Programme der Hersteller.
Bis zu welchem Alter sind Studierende kostenlos über die Eltern krankenversichert?
In der Regel bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, solange sie sich in Schul- oder Berufsausbildung befinden – dazu zählt auch das Studium – und die gesetzlichen Einkommens- und Arbeitszeitgrenzen einhalten (§ 10 SGB V). Danach ist eine eigene, aber vergünstigte studentische Krankenversicherung nötig.
Wie können sich Studierende vom Rundfunkbeitrag befreien lassen?
Eine Befreiung ist möglich, wenn sie BAföG beziehen und nicht mehr im Haushalt der Eltern wohnen. Der Antrag wird kostenlos beim Beitragsservice (rundfunkbeitrag.de) gestellt und muss mit jedem neuen BAföG-Bescheid erneuert werden.
Lohnt sich ein spezielles Schüler- oder Studentenkonto?
Vor allem wegen der kostenlosen Kontoführung. Auf hohe Zinsen sollte man dagegen nicht setzen – der eigentliche Vorteil sind wegfallende Gebühren und teils zusätzliche Leistungen.
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