Fremdsprachenkenntnisse – so erhöhen Sie Ihre Karrierechancen

© Rudie – Fotolia.com
© Rudie – Fotolia.com

Bis vor ein paar Jahren war die Welt noch in Ordnung: In der Schule wurde Englisch gelernt, manchmal auch Französisch oder Spanisch. Und ganz verrückte Mitschüler quälten sich mit Latein. Doch bei der Jobsuche kam es am Ende immer darauf an, dass man Englisch als Fremdsprache gut beherrschte. Auf dem heutigen Arbeitsmarkt sieht die Situation ein wenig anders aus.

Die Welt rückt zusammen

Die Verknüpfung von Märkten, die zunehmende Abhängigkeit von Im- und Export und die verstärkte Abwanderung von klugen Köpfen ins Ausland macht sich sowohl bei kleinen und mittleren als auch bei großen Unternehmen bemerkbar: Englisch reicht schon lange nicht mehr aus – mindestens eine weitere Sprache ist unumgänglich. So sieht es auch Marco Bertoli, Deutschlandchef des Karriereportals Monster in Eschborn und sagte dem Onlineportal Süddeutsche.de: „Beherrscht ein Bewerber zusätzliche Sprachen fließend, kann er sich damit gegen einen anderen Bewerber mit ähnlichem Lebenslauf deutlich absetzen.“ Entscheidend ist somit, bereits während der Schulzeit, des Studiums und der Berufstätigkeit sich bietende Chancen beim Schopfe zu packen und durch Auslandspraktika und Sprachkurse (hier weitere Informationen) seine Qualifikationen nachhaltig zu verbessern.

Wie gut ist „gut“?

Spielt bei der ausgeschriebenen Stelle eine bestimmte Fremdsprache eine entscheidende Rolle, sollte sich der Bewerber genau überlegen, welches Sprachniveau er oder sie in seinem Lebenslauf angibt. Sind die Spanischkenntnisse gut, sehr gut, fließend oder sogar verhandlungssicher? Und was bedeutet das überhaupt? Denn grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass diese Fähigkeiten während eines Vorstellungsgesprächs auf die Probe gestellt werden und einige Fragen auf Spanisch, Französisch oder Italienisch beantwortet werden müssen.

Einstufungstests, wie zum Beispiel angeboten von Volkshochschulen, Universitäten oder Sprachlernportalen, orientieren sich häufig am „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ (GER). Der GER definiert europaweit sechs sprachliche Niveaustufen: A1, A2, B1, B2, C1, C2. Dabei steht A für Anfängerkenntnisse, B für ein fortgeschrittenes Sprachniveau und C für hervorragende Sprachkenntnisse. Das Niveau C2 ist mit muttersprachlichen Kenntnissen gleichzusetzen. Für Bewerber ist es daher empfehlenswert, an einem solchen Einstufungstest vor der aktiven Bewerbungsphase teilzunehmen.

 Offen für neue Herausforderungen

Sprachkenntnisse sind wichtig – keine Frage. Neben dieser Qualifikation sollten Bewerber jedoch auch zum Ausdruck bringen, dass sie offen für neue Herausforderungen sind, über wichtige soziale Kompetenz verfügen und sich auch gern auf kulturelle Unterschiede einlassen. Denn für welches Unternehmen ist es schon hilfreich, wenn der neue und hochqualifizierte Ingenieur in Tokio die Sprache beherrscht, sich aber bei privaten und geschäftlichen Einladungen immer daneben benimmt?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*