Bundeswehrverwaltung: Einstellungstest und Vorbereitung

Bundeswehr
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Bei der Bundeswehr arbeiten längst nicht nur Soldatinnen und Soldaten. Neben den militärischen Laufbahnen gibt es einen großen zivilen Bereich – die Bundeswehrverwaltung. Sie kümmert sich um Personal, Haushalt, Beschaffung und Liegenschaften und sucht dafür laufend qualifiziertes Verwaltungspersonal, das sie zum Teil selbst ausbildet. Ein Einstieg ist sowohl im mittleren als auch im gehobenen Dienst möglich. Vor der Einstellung steht immer ein Eignungstest.

Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten bei der Bundeswehrverwaltung

Im Verwaltungsbereich der Bundeswehr arbeiten vor allem Verwaltungsfachangestellte. Sie übernehmen Aufgaben in der Sachbearbeitung, im Personalmanagement, in der Büroorganisation, im Finanz- und Haushaltswesen oder in der Liegenschaftsverwaltung – zum Beispiel Personalakten führen, Haushalts- und Wirtschaftspläne aufstellen, Zahlungsvorgänge bearbeiten sowie Material beschaffen und verwalten. Weil die Bundeswehr sehr unterschiedliche Aufgaben hat, sind auch die angebotenen Stellen entsprechend vielfältig.
Der Einstieg in den mittleren Dienst gelingt über die dreijährige duale Ausbildung zum bzw. zur Verwaltungsfachangestellten in der Fachrichtung Bundesverwaltung; bei guten Leistungen lässt sich die Ausbildung auf Antrag verkürzen. Alternativ ist der Zugang über einen zweijährigen Vorbereitungsdienst möglich. Die Bundeswehr bildet selbst aus, stellt aber auch Personen ein, die eine entsprechende Ausbildung anderweitig abgeschlossen haben.
Wer höher einsteigen möchte, wählt das duale Studium Public Administration. Es dauert drei Jahre, wechselt zwischen Studien- und Praxisphasen und schließt mit dem akademischen Grad Bachelor of Laws (LL.B.) ab. Die theoretischen Inhalte vermittelt die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung – Fachbereich Bundeswehrverwaltung in Mannheim. Absolventinnen und Absolventen erhalten die Laufbahnbefähigung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst und übernehmen später anspruchsvollere Sachbearbeitungs- und Leitungsaufgaben.

Schaubild: Bundeswehrverwaltung

Der Einstellungstest bei der Bundeswehrverwaltung

Ob Ausbildung, duales Studium oder Einstieg mit fertiger Ausbildung – vor der Einstellung steht ein Eignungstest. Er besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Die wichtigsten Bereiche des schriftlichen Teils im Überblick:

Intellektuelle Fähigkeiten

Hier gilt es, Muster zu erkennen, Zahlenreihen fortzusetzen oder Beziehungen zwischen Begriffen herzustellen.

Technisches Grundverständnis

Der Test enthält auch technische Fragen. Die Teilnehmenden werden etwa mit technischen Zeichnungen konfrontiert, zu denen sie Fragen beantworten.

Rechtschreibung

Die deutsche Sprache sollte sicher beherrscht werden.

Charakterliche Eignung

Auch die charakterliche Eignung wird abgefragt. Dabei geht es vor allem um Selbsteinschätzungen: Die Teilnehmenden bewerten, inwieweit vorgegebene Aussagen auf sie selbst zutreffen.

Mathematik

Solide mathematische Kenntnisse werden vorausgesetzt. Neben den Grundrechenarten sollten Dreisatz, Prozentrechnung, Bruchrechnung und das Rechnen mit Gleichungssystemen sitzen. Auch Textaufgaben kommen vor.

Wie kann ich mich auf den Einstellungstest bei der Bundeswehrverwaltung vorbereiten?

Am besten übt man gezielt Aufgaben aus den einzelnen Testbereichen – logisches Denken, technisches Grundverständnis, Rechtschreibung und Mathematik – und trainiert unter realistischen Zeitbedingungen. Die Bundeswehr bietet dazu einen Online-Selbsttest an. Ergänzend stellt die Plakos-Akademie für digitale Einstellungstestvorbereitung Simulationen und Übungsblätter bereit.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Bundeswehr?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und läuft im dualen System (Betriebsstätte der Bundeswehr und Berufsschule) in der Fachrichtung Bundesverwaltung. Bei guten Leistungen ist auf Antrag eine Verkürzung möglich.

Welche Voraussetzungen muss ich für den Einstellungstest der Bundeswehrverwaltung erfüllen?

Vor jeder Einstellung steht der Eignungstest mit schriftlichem und mündlichem Teil. Die schulische Mindestvoraussetzung hängt vom Weg ab: Für die Ausbildung genügt ein Hauptschulabschluss, für das duale Studium Public Administration ist die Fachhochschulreife oder das Abitur erforderlich. Hinzu kommt in der Regel die deutsche Staatsangehörigkeit.

Was macht ein Verwaltungsfachangestellter in der Bundeswehrverwaltung?

Typische Aufgaben sind Sachbearbeitung, Personalmanagement und Büroorganisation, das Aufstellen von Haushalts- und Wirtschaftsplänen, das Bearbeiten von Zahlungsvorgängen sowie Materialbeschaffung und Liegenschaftsverwaltung.

Wie unterscheidet sich der Verwaltungsdienst von einer Laufbahn als Soldat oder Soldatin?

Die Bundeswehrverwaltung ist der zivile Bereich der Bundeswehr. Es gibt keine militärische Grundausbildung und keinen Wehrdienst; man arbeitet in der Verwaltung und nicht als Soldat oder Soldatin. Zugänge, Ausbildungswege und Einsatzbereiche sind entsprechend andere.

Bitte beachten Sie, dass sich Einstellungstest und Bedingungen stetig ändern können. Dieser Artikel hat daher keine Gewähr auf Richtigkeit und Aktualität - da diese im zeitlichen Kontext nicht gewährleistet werden kann.