Polizeiverwaltung: Einstellungstest und Vorbereitung

Polizei Einstellungstest
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Bei der Polizei arbeiten nicht nur Polizistinnen und Polizisten. Im Hintergrund hält eine Vielzahl von Beschäftigten in der Verwaltung den Betrieb der Behörde am Laufen: Sie organisieren Abläufe, gehen rechtlichen Fragen nach und kümmern sich um Personalangelegenheiten. Ohne diese Arbeit wäre ein geregelter Polizeidienst kaum möglich. Wer in die Polizeiverwaltung einsteigen möchte, durchläuft in der Regel zunächst einen Einstellungstest.

Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten im Verwaltungsbereich der Polizei

Der Einstieg in den Verwaltungsdienst der Polizei führt meist über den gehobenen oder den mittleren Dienst.

Für den gehobenen Dienst ist ein duales Studium vorgesehen. Es dauert drei Jahre (sechs Semester) und verbindet theoretische Abschnitte an einer Hochschule für öffentliche Verwaltung – überwiegend rechts-, aber auch sozialwissenschaftlich – mit Praxisphasen in einem zuvor festgelegten Polizeipräsidium. Zum Abschluss wird ein Bachelor of Arts (je nach Bundesland auch ein Bachelor of Laws) verliehen. Als Verwaltungsbeamtinnen und -beamte sind die Absolventinnen und Absolventen anschließend unter anderem für das Personal- und Finanzmanagement, die Leistungs- oder die Ordnungsverwaltung zuständig und können dabei auch Leitungsaufgaben übernehmen.

Daneben bieten einige Landespolizeien sowie die Bundespolizei eine zweijährige Ausbildung für den mittleren Dienst an (Vorbereitungsdienst). Nach bestandener Laufbahnprüfung führen die Absolventinnen und Absolventen die Berufsbezeichnung Verwaltungswirtin bzw. Verwaltungswirt. Sie arbeiten in denselben Bereichen, übernehmen anders als die Absolventinnen und Absolventen des dualen Studiums in der Regel jedoch keine Leitungsaufgaben.

Der Einstellungstest bei der Polizeiverwaltung

Wer in der Verwaltung der Polizei arbeiten will, muss zunächst ein Auswahlverfahren durchlaufen. Es besteht üblicherweise aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Zuerst findet der schriftliche Test statt; die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden anschließend zum mündlichen Teil eingeladen. Die zentralen Bausteine des schriftlichen Tests im Überblick.

Schaubild: Polizeiverwaltung

Logisches Denken

Dieser Teil ähnelt klassischen Intelligenztests. Gefragt sind etwa das Fortsetzen von Zahlenreihen, das Benennen von Beziehungen zwischen Wörtern oder das Erkennen von Mustern. Geprüft wird die Fähigkeit zu abstraktem und verknüpfendem Denken.

Rechtschreibung und Grammatik

Da Verwaltungsbeamtinnen und -beamte Bescheide erstellen und für die schriftliche Kommunikation zuständig sind, müssen sie die deutsche Sprache sicher beherrschen. Entsprechend werden Rechtschreibung und Grammatik überprüft.

Mathematische Grundkenntnisse

Die Grundrechenarten, der Dreisatz und die Bruchrechnung sollten sicher beherrscht werden.

Allgemeinwissen

Häufig geht es um die staatliche Organisation, wichtige politische Ämter und das tagesaktuelle Geschehen.

Fachwissen

Bewerberinnen und Bewerber sollten den Aufgabenbereich der Polizeiverwaltung kennen und ihn von anderen Berufsbildern bei der Polizei abgrenzen können.

Wie kann ich mich auf den Einstellungstest vorbereiten?

Eine wirksame Vorbereitung besteht vor allem im Üben mit realistischen Testmustern und Beispielaufgaben: So lernt man die Aufgabentypen kennen und trainiert den Zeitdruck der Prüfung. Digitale Übungsmuster zur Einstellungstestvorbereitung bietet unter anderem die Plakos-Akademie an.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung in der Polizeiverwaltung?

Das hängt von der Laufbahn ab: Das duale Studium für den gehobenen Dienst dauert drei Jahre (sechs Semester) und schließt mit einem Bachelor ab. Die Ausbildung für den mittleren Dienst dauert als Vorbereitungsdienst in der Regel zwei Jahre.

Welche Voraussetzungen brauche ich für den Verwaltungsdienst bei der Polizei?

Für den mittleren Dienst wird üblicherweise mindestens ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) oder ein gleichwertiger Abschluss vorausgesetzt, für das duale Studium im gehobenen Dienst die Fachhochschulreife oder das Abitur. Hinzu kommen die allgemeinen Voraussetzungen für eine Verbeamtung. Die genauen Anforderungen legt die jeweilige Polizei des Bundes oder des Landes fest.

Wie unterscheidet sich der mittlere Dienst vom dualen Studium?

Das duale Studium (gehobener Dienst) dauert drei Jahre, schließt mit einem Bachelor ab und qualifiziert auch für Leitungsaufgaben. Die zweijährige Ausbildung (mittlerer Dienst) führt zur Berufsbezeichnung Verwaltungswirtin bzw. Verwaltungswirt; die Aufgaben liegen in denselben Bereichen, umfassen aber in der Regel keine Leitungsfunktion.

Aus welchen Teilen besteht der Einstellungstest?

Der Test gliedert sich meist in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Im schriftlichen Teil werden üblicherweise logisches Denken, Rechtschreibung und Grammatik, mathematische Grundkenntnisse, Allgemeinwissen und berufsbezogenes Fachwissen geprüft.

Bitte beachten Sie, dass sich Einstellungstest und Bedingungen stetig ändern können. Dieser Artikel hat daher keine Gewähr auf Richtigkeit und Aktualität - da diese im zeitlichen Kontext nicht gewährleistet werden kann.