Jobchance Cyberkriminalität: Karriere als Cyber-Security-Berater

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Cyberkriminalität trifft das weltweit agierende Unternehmen genauso wie den kleinen Online-Shop – und sie nimmt Jahr für Jahr zu. Genau daraus ist eine der stabilsten Jobchancen der IT-Branche entstanden: Fachkräfte, die Unternehmen vor Angriffen schützen, werden dringend gesucht. Wer sich für IT-Sicherheit interessiert, findet als Cyber-Security-Berater ein Berufsfeld mit klarer Perspektive.

Cyberkriminalität nimmt zu

Wie stark das Problem gewachsen ist, zeigt die Statistik des Bundeskriminalamts (BKA): Für das Jahr 2020 erfasste die Polizei 108.474 Fälle von Cybercrime im engeren Sinne – ein Anstieg von rund 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aufgeklärt wurde nur etwa ein Drittel der angezeigten Taten (Aufklärungsquote 32,6 Prozent). Den mit Abstand größten Anteil machte der Computerbetrug mit 82.761 Fällen aus; hinzu kommen etwa das Ausspähen und Abfangen von Daten sowie Computersabotage.

Auffällig ist vor allem, dass die Täter professioneller werden. Das Bundesministerium des Innern weist darauf hin, dass gezielte Angriffe auf ausgewählte Ziele mit erheblich größerem Schadenspotenzial zunehmen – darunter Wirtschaftsunternehmen und kritische Infrastruktureinrichtungen. Die Attacken werden zunehmend in mehreren Wellen ausgeführt, und getroffen werden nicht nur Konzerne, sondern verstärkt auch kleinere Unternehmen, die nur über geringe Schutzmaßnahmen verfügen. Auch Privatpersonen sind betroffen; Rat und Hilfe bieten das BKA und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Warum Cyber-Security-Berater gefragt sind

Mit Homeoffice, Cloud-Diensten und File-Sharing ist die Angriffsfläche für Unternehmen weiter gewachsen. Entsprechend günstig sind die Karrierechancen für kompetente Cyber-Security-Berater: Fachleute für IT-Sicherheit sind gefragt wie nie. Der Bedarf lässt sich in Zahlen fassen – laut der ISC2 Cybersecurity Workforce Study 2024 fehlen allein in Deutschland rund 120.000 Cybersecurity-Fachkräfte. Die Zahl der hierzulande Beschäftigten ist im selben Zeitraum sogar von etwa 456.000 auf 439.000 gesunken, während der Personalbedarf weiter steigt.

Schaubild: Cyber-Security-Berater

Was macht ein Cyber-Security-Berater?

Cyber-Security-Berater – oft auch IT-Sicherheitsbeauftragte oder Cyber Security Consultants genannt – sorgen dafür, dass die IT eines Unternehmens gegen Angriffe geschützt ist. Zu ihren Aufgaben gehört es, IT-Sicherheitskonzepte zu erstellen, Schwachstellen und Risiken zu analysieren, Cyberangriffe abzuwehren und die Geschäftsleitung zu allen Fragen der IT-Sicherheit zu beraten. Weil die meisten Sicherheitslücken beim Menschen beginnen, gehört auch das Schulen und Sensibilisieren der Belegschaft – etwa im Umgang mit Passwörtern und verdächtigen E-Mails – zum Alltag. Damit sind Cyber-Security-Berater ein Bindeglied zwischen Management, IT und Nutzern.

Einstieg, Qualifikation und Zertifikate

Einen einheitlich vorgeschriebenen Ausbildungsweg gibt es nicht. Üblich ist ein Studium der Informatik oder ein spezialisiertes Studium in IT-Sicherheit beziehungsweise Cyber Security – oder der Weg über eine IT-Ausbildung, zum Beispiel als Fachinformatiker/in, mit anschließender Spezialisierung. Auch ein Quereinstieg ist möglich, wenn solide IT- und Netzwerkkenntnisse vorhanden sind und durch Weiterbildungen ergänzt werden.

Großes Gewicht haben anerkannte Zertifikate. Gängig sind etwa CompTIA Security+, der Certified Information Systems Security Professional (CISSP) oder der Certified Ethical Hacker (CEH). Darüber hinaus stellt das BSI eigene Zertifizierungen aus. Solche Nachweise sind gerade für Quereinsteiger ein wichtiger Türöffner in das Berufsfeld.

Häufig gestellte Fragen

Welche Ausbildung oder welches Studium braucht man für eine Karriere in der Cyber-Security?

Einen einzigen vorgeschriebenen Weg gibt es nicht. Häufig führt der Einstieg über ein Studium der Informatik oder ein spezialisiertes Studium in IT-Sicherheit beziehungsweise Cyber Security oder über eine IT-Ausbildung wie Fachinformatiker/in mit anschließender Spezialisierung.

Welche Qualifikationen und Zertifikate sind für Cyber-Security-Experten gefragt?

Neben fundierten IT- und Netzwerkkenntnissen sind vor allem anerkannte Zertifikate gefragt, etwa CompTIA Security+, CISSP oder Certified Ethical Hacker (CEH). Zusätzlich stellt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eigene Zertifizierungen aus.

Wie kann man sich beruflich in Richtung Cybersicherheit umorientieren oder weiterbilden?

Ein Quereinstieg ist möglich, wenn IT-Grundlagen vorhanden sind. Über Weiterbildungen und Zertifikatskurse lassen sich die nötigen Zusatzqualifikationen gezielt aufbauen, um vom klassischen IT-Job in die IT-Sicherheit zu wechseln.

Wie sind die Jobaussichten in der IT-Sicherheit?

Der Bedarf ist hoch: Laut der ISC2 Cybersecurity Workforce Study 2024 fehlen in Deutschland rund 120.000 Cybersecurity-Fachkräfte. Steigende Angriffszahlen und neue Vorgaben wie die NIS-2-Richtlinie treiben die Nachfrage zusätzlich.