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Wie sieht der Arbeitsplatz von morgen aus? Spätestens seit der Covid-19-Pandemie gehört Homeoffice für viele zum Arbeitsalltag – und stellt Unternehmen vor die Frage, wie viel feste Bürofläche künftig überhaupt nötig ist. Die Antwort vieler Arbeitgeber lautet: weniger fest zugeteilte Schreibtische, dafür flexible Raumkonzepte mit variabler Flächennutzung. Moderne Büroeinrichtung richtet sich damit zunehmend am Leitbild von New Work aus.
Auch Beschäftigte fordern mehr Flexibilität, um Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren. Variable Arbeitszeiten und die Möglichkeit, von zu Hause oder unterwegs zu arbeiten, gehören dazu. Der feste Arbeitsplatz mit Namensschild an der Tür wird seltener. An seine Stelle tritt das Prinzip des Smart Working – also flexibel und technikgestützt zu arbeiten.
New Work und Smart Working: Was steckt dahinter?
Der Begriff New Work geht auf den Sozialphilosophen Frithjof Bergmann zurück, der sein Konzept der „neuen Arbeit“ bereits Mitte der 1970er-Jahre entwickelte. Im Kern rückt New Work den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt, statt Arbeit nur als Mittel zum Zweck zu sehen.
Smart Working ist die büro- und techniknahe Ausprägung dieses Gedankens. Durch Smartphones, Laptops und Cloud-Dienste ist Arbeit mobiler geworden. Statt an einem festen Schreibtisch zu sitzen, buchen sich Mitarbeitende ihren Arbeitsplatz bei Bedarf über ein digitales Tool. Häufig gibt es bewusst weniger Schreibtische und Büromöbel als Beschäftigte – Fachleute sprechen von Desk-Sharing oder einem non-territorialen Büro. Persönliche Arbeitsmaterialien und der Laptop wandern in ein kleines Schließfach.
Damit die Flächen zu den Tätigkeiten passen, lassen sich die Bereiche modular umstellen. Trennwände schaffen Konferenzecken, separate Räume für Telefonate und ruhige Zonen für konzentriertes Arbeiten. Offene Strukturen fördern Teamarbeit und Austausch.
Welche Vorteile bietet Smart Working für Mitarbeiter?
1. Flexible Arbeitszeit und frei gewählte Arbeitsplätze
Wann und wo gearbeitet wird, ist nicht mehr starr geregelt – Arbeit findet auch im Homeoffice, unterwegs oder beim Kunden statt. Im Vordergrund steht das Ergebnis; wie es erreicht wird, entscheiden die Beschäftigten weitgehend selbst. Das kann Motivation und Zufriedenheit im Job erhöhen.
2. Konzentriertes Arbeitsumfeld
Ziel ist ein Umfeld, in dem sich Mitarbeitende auf ihre Aufgaben konzentrieren können. Rückzugsmöglichkeiten dämpfen Lärm, Pausen- und Verpflegungsangebote unterstützen einen gesunden Arbeitsalltag.
3. Bessere Work-Life-Balance
Ein Gleichgewicht zwischen beruflichen Anforderungen und privaten Interessen trägt zur Zufriedenheit bei. Mehr Freiheit bei der Arbeitsorganisation macht es leichter, Privates einzuplanen – etwa Kinder aus der Kita abzuholen und später von zu Hause an einer Videokonferenz teilzunehmen.
Anforderungen an das Unternehmen
Moderne Technik ermöglicht heute Arbeitsmodelle, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Der Wandel braucht aber auch den passenden Raum für den Austausch von Ideen und Wissen. Um im Wettbewerb um Fachkräfte attraktiv zu sein, zählt mehr als gute Technik: durchdachte Flächen, verlässliche Abläufe und vor allem eine Kultur, in der die einzelne Person nicht aus dem Blick gerät.
Smart Working bedeutet deshalb auch, alte Denkmuster loszulassen. Eine moderne Zusammenarbeit zwischen Team und Führung setzt auf flache Hierarchien und Vertrauen. Eine ausführliche Darstellung des Konzepts bietet etwa unternehmer.de.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Smart Working?
Smart Working bezeichnet flexibles, technikgestütztes Arbeiten, bei dem Ort und Zeit nicht mehr fest vorgegeben sind. Im Büro zeigt es sich in flexiblen Flächen, buchbaren Arbeitsplätzen und Desk-Sharing.
Wie unterscheidet sich Smart Working vom klassischen Homeoffice?
Homeoffice verlagert den festen Arbeitsplatz nach Hause. Smart Working ist umfassender: Beschäftigte wählen den Ort – Büro, zu Hause oder unterwegs – und arbeiten ergebnisorientiert, statt an einen bestimmten Platz gebunden zu sein.
Welche Voraussetzungen muss ein Unternehmen für Smart Working schaffen?
Nötig sind mobile Technik und Cloud-Zugang, ein Buchungssystem für Arbeitsplätze, modulare Raumzonen für Fokus-, Team- und Telefonarbeit sowie eine Vertrauenskultur mit flachen Hierarchien.
Welche Vor- und Nachteile hat Smart Working für Arbeitnehmer?
Vorteile sind mehr Flexibilität, Autonomie und eine bessere Work-Life-Balance. Nachteile können die Entgrenzung von Arbeit und Privatleben, weniger Teamnähe und der Verzicht auf einen festen eigenen Arbeitsplatz sein.