Kommunikationselektroniker: Aufgaben, Ausbildung und heutige Nachfolgeberufe

Beitragsbild: mit KI erstellt (Symbolbild)

Der Kommunikationselektroniker war ein anerkannter Ausbildungsberuf der Elektrotechnik. In der Fachrichtung Informationstechnik ging es um die Montage, Inbetriebnahme und Wartung von Geräten der Datenverarbeitung und Datenübertragung samt der zugehörigen Ein- und Ausgabegeräte. Ausgebildet wurde der Beruf bis 2003 – seither ist er durch Nachfolgeberufe abgelöst. Wer den Abschluss noch besitzt, arbeitet weiterhin in der Netzwerk- und Kommunikationstechnik. Dieser Beitrag erklärt Aufgaben und Fachrichtungen, die heutigen Ausbildungswege und die Weiterbildung zum Techniker.

Schaubild: Kommunikationselektroniker

Aufgaben und Fachrichtungen des Kommunikationselektronikers

Ausgebildet wurde in drei Fachrichtungen: Telekommunikationstechnik, Funktechnik und Informationstechnik. Die ersten beiden Ausbildungsjahre waren für alle gleich, die übrigen anderthalb Jahre vertieften die jeweilige Fachrichtung; die Regelausbildungsdauer betrug 3,5 Jahre. In der Fachrichtung Informationstechnik montierten, installierten und warteten Kommunikationselektroniker Geräte zur Datenverarbeitung und Datenübertragung. In der Praxis richteten sie Netzwerke ein, hielten sie instand und sorgten dafür, dass die Datenübertragung zuverlässig funktioniert.

Nicht mehr ausgebildet: die Nachfolgeberufe seit 2003

Als eigener Ausbildungsberuf existiert der Kommunikationselektroniker nicht mehr. Mit der Verordnung zur Neuordnung der Elektroberufe vom 3. Juli 2003 lief die alte Ausbildungsordnung aus. An ihre Stelle traten neue Berufe, unter anderem der Elektroniker für Geräte und Systeme und der Systeminformatiker. Die duale Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme dauert 3,5 Jahre. Rechtlich ist dafür keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben; in der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Wer heute in dieses Tätigkeitsfeld einsteigen möchte, wählt einen dieser Nachfolgeberufe.

Einsatzfelder in der Kommunikationstechnik

Das Tätigkeitsfeld selbst besteht fort. In Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnik sowie bei Telekommunikationsanbietern werden Fachkräfte gebraucht, die Kommunikationssysteme aufbauen, Netzwerke einrichten und warten und für eine zuverlässige Datenübertragung sorgen. Die Aufgaben reichen von der Netzwerkadministration bis zu leitenden technischen Funktionen im Bereich Telekommunikation.

Weiterbildung zum Techniker

Für die berufliche Weiterentwicklung ist die Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik ein üblicher Weg. Dieser Abschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) auf Stufe 6 eingeordnet und damit dem Bachelor gleichwertig – gleichwertig, nicht gleichartig; Absolventen dürfen die Bezeichnung „Bachelor Professional in Technik“ führen. Daneben kommen der Industriemeister Elektrotechnik oder ein anschließendes Studium in Betracht. Wie viel man in diesem Bereich verdient, hängt von Qualifikation, Region, Arbeitgeber und Erfahrung ab; einen Anhaltspunkt bietet der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Wird der Kommunikationselektroniker noch ausgebildet?

Als eigener Ausbildungsberuf wird er seit 2003 nicht mehr ausgebildet. Die Regelausbildungsdauer betrug 3,5 Jahre. In das gleiche Tätigkeitsfeld führen heute die Nachfolgeberufe, etwa der Elektroniker für Geräte und Systeme, dessen duale Ausbildung ebenfalls 3,5 Jahre dauert.

Welche Nachfolgeberufe haben ihn ersetzt?

Mit der Neuordnung der Elektroberufe 2003 traten unter anderem der Elektroniker für Geräte und Systeme und der Systeminformatiker an seine Stelle. Wer heute in die Datenverarbeitungs- und Kommunikationstechnik einsteigen möchte, wählt einen dieser aktuellen Ausbildungsberufe.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Ein üblicher Weg ist die Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik (DQR-Stufe 6, dem Bachelor gleichwertig). Ebenfalls möglich sind der Industriemeister Elektrotechnik oder ein anschließendes Studium, etwa in Elektro- oder Informationstechnik.

Welche Voraussetzungen braucht man heute für die Ausbildung?

Für die Nachfolgeberufe ist rechtlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss ein; gute Kenntnisse in Mathematik und Physik sind von Vorteil.

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