IT Fortbildungen: Online lernen, Zertifikate und Förderung

IT Fortbildungen
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Software, Hardware und Methoden in der IT verändern sich schnell. Wer in der Branche arbeitet, muss sein Wissen regelmäßig auffrischen – im laufenden Job ebenso wie mit Blick auf den nächsten Karriereschritt. Spätestens seit der Corona-Pandemie findet ein großer Teil der IT Fortbildungen online statt. Dieser Beitrag gibt einen Überblick: Was IT Fortbildungen leisten, welche Formate es gibt und welche Abschlüsse und Zertifikate anerkannt sind.

Was sind IT Fortbildungen – und warum sind sie wichtig?

Die Welt der Programme und der Hardware entwickelt sich rasant, sodass selbst erfahrene IT-Fachkräfte kaum in allen Bereichen auf dem neuesten Stand bleiben. Neue Technologien eröffnen Möglichkeiten, müssen aber zuerst erlernt werden, weil ihre Bedienung oft komplex ist. Eine IT Fortbildung konzentriert sich auf ein bestimmtes Thema, eine Software oder eine Methode und geht so weit in die Tiefe, dass man das Wissen sicher anwenden und an Kolleginnen und Kollegen weitergeben kann. Das zahlt sich im aktuellen Job aus – und ist auch im Bewerbungsgespräch ein Vorteil.

IT Fortbildungen online oder in Präsenz?

Ein Großteil der Kurse läuft heute online und lässt sich vom eigenen Zuhause aus absolvieren. Das ist bequem und spart teure Kosten für Anfahrt und Übernachtung; häufig sinken dadurch auch die Kurspreise. Für Menschen im Homeoffice ist dieses Format besonders praktisch. Manche IT Fortbildungen finden weiterhin in Präsenz oder hybrid statt, etwa wenn praktische Übungen im Vordergrund stehen. Entscheidend für die Anerkennung ist nicht das Format, sondern der Abschluss beziehungsweise das Zertifikat. Viele Kurse AZAV-zertifizierter Bildungsträger lassen sich zudem über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters fördern.

Welche IT Fortbildungen und Abschlüsse gibt es?

Das Angebot ist breit gefächert. Ein großer Teil richtet sich an die Softwareentwicklung, etwa App-Entwicklung oder das Erlernen bestimmter Programmiersprachen. Dazu kommen Kurse zu einzelnen Werkzeugen wie Microsoft Azure oder Microsoft 365 sowie Managementthemen wie das Projektmanagement mit Scrum.

Schaubild: IT-Weiterbildungssystem

Neben Anbieter- und Herstellerzertifikaten gibt es geregelte Aufstiegsfortbildungen der Industrie- und Handelskammern (IHK). Das IT-Weiterbildungssystem besteht seit 2002 und wurde zum 1. November 2024 neu geordnet. Auf einer abgeschlossenen IT-Ausbildung baut der Abschluss „Geprüfte/r Berufsspezialist/in“ (DQR-Niveau 5) auf, der in fünf Profilen angeboten wird: Systemintegration und Vernetzung, Informationssicherheit, Datenanalyse, Softwareentwicklung und IT-Beratung. Darüber liegt der „Bachelor Professional in IT“ (DQR-Niveau 6, früher „Operative Professional“), der auf anspruchsvolle Fach- und Führungsaufgaben vorbereitet.

Nach vielen Seminaren kann man eine Prüfung ablegen und ein Zertifikat erwerben. Damit lassen sich die erworbenen Kenntnisse auch gegenüber späteren Arbeitgebern nachweisen.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine IT Fortbildung – und gibt es Förderung?

Die Preise reichen von günstigen Selbstlernkursen bis zu mehreren tausend Euro für umfangreiche Lehrgänge mit Prüfung; eine sinnvolle Durchschnittsgebühr gibt es nicht. Wichtig: Bei AZAV-zertifizierten Trägern können die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren über einen Bildungsgutschein ganz oder teilweise übernommen werden. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Weiterbildung im Einzelfall notwendig ist und die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter sie bewilligt.

Welche IT-Zertifikate sind bei Arbeitgebern anerkannt?

Gefragt sind sowohl herstellerbezogene Zertifikate (zum Beispiel von Microsoft, Cisco oder AWS) als auch methodische Nachweise wie Scrum-Zertifizierungen. Formal geregelt und bundesweit anerkannt sind die IHK-Aufstiegsfortbildungen „Geprüfte/r Berufsspezialist/in“ und „Bachelor Professional in IT“.

Wie lange dauert eine IT Fortbildung?

Das hängt stark vom Ziel ab. Ein Kurs zu einem einzelnen Werkzeug oder Zertifikat dauert oft nur wenige Tage, eine berufsbegleitende Aufstiegsfortbildung dagegen mehrere Monate bis über ein Jahr. Vollzeit-Umschulungen liegen zeitlich dazwischen.

Sind Online-Fortbildungen so viel wert wie Präsenzkurse?

Ja, sofern derselbe Abschluss oder dieselbe Prüfung dahintersteht. Für die Anerkennung zählt das Zertifikat und die Zulassung des Trägers, nicht der Lernort. Praktische Inhalte, die viel gemeinsames Üben erfordern, können in Präsenz oder im hybriden Format aber sinnvoller sein.