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Ein Brutto-Netto-Rechner zeigt, wie viel von Ihrem Bruttogehalt nach Steuern und Sozialabgaben tatsächlich als Nettogehalt auf dem Konto landet. Das hilft bei Gehaltsverhandlungen, einem Jobwechsel oder der Wahl der Steuerklasse. Wie groß der Unterschied zwischen Brutto und Netto ausfällt, hängt vor allem von Einkommen, Steuerklasse, Bundesland, Kirchenzugehörigkeit, Kindern und Krankenkasse ab.
Der Gehaltsrechner nutzt dafür die aktuellen Steuertabellen und Sozialversicherungssätze. Die folgenden Angaben geben den Stand 2026 wieder; die meisten Werte werden jährlich angepasst.
Was bedeuten Brutto und Netto?
Das Bruttogehalt ist der vereinbarte Verdienst vor allen Abzügen. Dazu zählen neben dem Grundgehalt auch Zulagen, Boni oder Sonderzahlungen. Vom Brutto gehen Lohnsteuer, gegebenenfalls Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag sowie die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung ab.
Was übrig bleibt, ist das Nettogehalt – der Betrag, der ausgezahlt wird und frei zur Verfügung steht. Auf der Gehaltsabrechnung sind alle Abzüge einzeln aufgeführt. Wer sie versteht, erkennt Fehler und kann sein verfügbares Einkommen realistisch planen.
Wie funktioniert ein Brutto-Netto-Rechner?
Die Bedienung ist einfach: Sie geben Ihr Bruttogehalt (pro Monat oder Jahr) und einige persönliche Angaben ein, und der Lohnrechner ermittelt daraus das Netto. Wichtige Eingaben sind in der Regel:
- Bruttogehalt sowie Zulagen und Sonderzahlungen
- Steuerklasse und Bundesland
- Kirchenzugehörigkeit
- Zahl der Kinder und gegebenenfalls das Alter
- gesetzliche oder private Krankenversicherung samt Zusatzbeitrag
Je genauer diese Angaben, desto präziser das Ergebnis. So lassen sich auch Szenarien durchspielen – etwa wie sich eine Heirat, ein Umzug in ein anderes Bundesland oder eine Gehaltserhöhung auf das Netto auswirkt.
Steuern: Steuerklassen, Freibeträge und Kirchensteuer
Die sechs Steuerklassen
In Deutschland gibt es sechs Steuerklassen, die sich nach Familienstand und Erwerbssituation richten. Ledige ohne Kind fallen in Steuerklasse I, Alleinerziehende in Steuerklasse II. Verheiratete oder verpartnerte Personen können zwischen den Kombinationen IV/IV, IV/IV mit Faktor sowie III/V wählen. Die gewählte Kombination verändert vor allem die monatliche Verteilung der Lohnsteuer – die endgültige Jahressteuer bleibt gleich und wird über die Steuererklärung ausgeglichen.
Grundfreibetrag und Altersentlastung
Bis zum Grundfreibetrag bleibt das Einkommen steuerfrei. 2026 liegt er bei 12.348 Euro für Alleinstehende und 24.696 Euro für zusammenveranlagte Ehe- oder Lebenspartner. Erst oberhalb dieser Grenze fällt Einkommensteuer an. Auch das Alter kann eine Rolle spielen: Der Altersentlastungsbetrag mindert für Steuerpflichtige, die das 64. Lebensjahr vollendet haben, die Steuerlast.
Kirchensteuer
Kirchensteuer zahlt nur, wer einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört. Sie beträgt 8 Prozent der Lohn- bzw. Einkommensteuer in Bayern und Baden-Württemberg und 9 Prozent in allen übrigen Bundesländern. Deshalb ist die Angabe des Bundeslands im Rechner wichtig.
Sozialversicherungsbeiträge im Überblick
Neben den Steuern werden die Beiträge zur Sozialversicherung direkt vom Bruttolohn abgezogen. Sie werden – abgesehen vom Zuschlag für Kinderlose – grundsätzlich je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Die allgemeinen Beitragssätze 2026 im Überblick:
| Versicherung | Gesamtbeitragssatz 2026 | Arbeitnehmeranteil |
|---|---|---|
| Rentenversicherung | 18,6 % | 9,3 % |
| Krankenversicherung (allgemein) | 14,6 % + Zusatzbeitrag (im Schnitt 2,9 %) | 7,3 % + halber Zusatzbeitrag |
| Pflegeversicherung | 3,6 % (Kinderlose ab 23 J. 4,2 %) | 1,8 % (Kinderlose zusätzlich 0,6 %) |
| Arbeitslosenversicherung | 2,6 % | 1,3 % |
Der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung liegt 2026 bei 2,9 Prozent; die konkrete Höhe legt jede Krankenkasse selbst fest. Bei der Pflegeversicherung zahlen Kinderlose ab 23 Jahren einen Zuschlag von 0,6 Prozentpunkten allein, während Eltern ab dem zweiten Kind Abschläge erhalten.
Den Arbeitgeberanteil trägt der Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttolohn. Rechnet man die gesetzliche Unfallversicherung und Umlagen hinzu, entstehen so Lohnnebenkosten von rund einem Fünftel des Bruttogehalts.
Kinderfreibetrag und Kindergeld
Familien werden über Kindergeld und den Kinderfreibetrag entlastet. Das Kindergeld beträgt seit 2026 monatlich 259 Euro je Kind. Der Kinderfreibetrag liegt 2026 bei insgesamt 9.756 Euro pro Kind – zusammengesetzt aus 6.828 Euro für das sächliche Existenzminimum und 2.928 Euro für Betreuung, Erziehung und Ausbildung.
Beides gibt es nicht zusätzlich nebeneinander: Das Finanzamt prüft im Rahmen der Steuererklärung automatisch (Günstigerprüfung), ob das ausgezahlte Kindergeld oder der Kinderfreibetrag für die Eltern günstiger ist. Bei getrennt lebenden Eltern wird der Freibetrag geteilt; das Kindergeld erhält meist der hauptsächlich betreuende Elternteil.
Gesetzliche oder private Krankenversicherung
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) rechnet mit festen, einkommensabhängigen Beitragssätzen, die bis zur Beitragsbemessungsgrenze steigen und zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geteilt werden. Die private Krankenversicherung (PKV) kalkuliert dagegen individuelle Tarife nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewünschten Leistungen. Der Arbeitgeber beteiligt sich auch an der PKV, allerdings höchstens bis zu dem Betrag, den er zur GKV zahlen müsste.
Ein Wechsel in die PKV kann für Gutverdiener anfangs günstiger sein, will aber gut überlegt sein: PKV-Beiträge können im Alter steigen, während in der GKV Kinder beitragsfrei mitversichert sind. Für die Netto-Berechnung macht die Wahl der Krankenversicherung einen spürbaren Unterschied.
Sonderzahlungen: Urlaubs- und Weihnachtsgeld
Einmalige Zahlungen wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder Abfindungen werden als sonstiger Bezug versteuert. Sie erhöhen im Auszahlungsmonat das zu versteuernde Einkommen, sodass netto oft weniger übrig bleibt, als die Bruttosumme vermuten lässt. Viele Brutto-Netto-Rechner haben ein eigenes Feld für solche Sonderzahlungen.
Lebensereignisse: Heirat, Jobwechsel, Kirchenaustritt
Größere Veränderungen wirken sich direkt auf das Netto aus, und der Rechner macht die Folgen nachvollziehbar:
- Heirat: Ehepaare können die Steuerklassenkombination wechseln. III/V verschiebt das monatliche Netto zugunsten des höheren Einkommens, ändert aber nicht die Jahressteuer.
- Jobwechsel oder Gehaltserhöhung: Ein höheres Brutto bedeutet nicht proportional mehr Netto, weil mit dem Einkommen auch der Steuersatz steigt.
- Kirchenaustritt: Wer austritt, spart die Kirchensteuer (8 bzw. 9 Prozent der Lohnsteuer) und hat entsprechend mehr netto. Die Entscheidung hat allerdings auch nichtfinanzielle Folgen.
Fazit
Ein Brutto-Netto-Rechner übersetzt das abstrakte Bruttogehalt in das, was am Monatsende wirklich bleibt. Weil Steuern, Sozialabgaben, Freibeträge und persönliche Umstände zusammenspielen, ist er ein praktisches Werkzeug, um Gehaltsangebote zu vergleichen und die eigene Finanzplanung auf eine realistische Grundlage zu stellen. Wichtig ist, alle Angaben – Steuerklasse, Bundesland, Kinder, Krankenversicherung – korrekt einzutragen.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird aus dem Brutto- das Nettogehalt berechnet?
Vom Bruttogehalt werden die Lohnsteuer (bei Kirchenmitgliedschaft zusätzlich Kirchensteuer, bei höheren Einkommen der Solidaritätszuschlag) und die Arbeitnehmeranteile der Sozialversicherung abgezogen – 2026 sind das 9,3 % Rentenversicherung, 7,3 % Krankenversicherung plus halber Zusatzbeitrag, 1,8 % Pflegeversicherung (Kinderlose 2,4 %) und 1,3 % Arbeitslosenversicherung. Wie hoch die Steuer ausfällt, hängt von Steuerklasse, Bundesland, Kirche und Kindern ab.
Welche Steuerklasse ist für mich die richtige?
Ledige ohne Kind haben Steuerklasse I, Alleinerziehende II. Verheiratete wählen zwischen IV/IV (bei ähnlichem Einkommen), IV/IV mit Faktor oder III/V (bei stark unterschiedlichem Einkommen). Die Kombination beeinflusst nur die monatliche Lohnsteuer, nicht die Jahressteuer – ein Brutto-Netto-Rechner zeigt die jeweilige Auszahlung.
Wie wirkt sich ein Kirchenaustritt auf mein Nettogehalt aus?
Nach einem Kirchenaustritt entfällt die Kirchensteuer von 8 Prozent (Bayern, Baden-Württemberg) bzw. 9 Prozent (übrige Bundesländer) der Lohnsteuer. Das erhöht das Nettogehalt. Wie viel genau, lässt sich im Rechner mit und ohne Kirchenzugehörigkeit vergleichen.
Was ändert sich durch Kinderfreibetrag und Kindergeld?
Eltern erhalten 2026 monatlich 259 Euro Kindergeld je Kind. Alternativ steht der Kinderfreibetrag von insgesamt 9.756 Euro pro Kind zur Verfügung, der das zu versteuernde Einkommen senkt. Das Finanzamt vergleicht bei der Steuererklärung automatisch, welche Variante günstiger ist (Günstigerprüfung).
Mehr Infos zum Thema:
- https://www.finanzfluss.de/rechner/brutto-netto-rechner/
- https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/brutto-netto-rechner-was-von-lohn-und-gehalt-uebrig-bleibt-a-223811.html
- https://www.brutto-netto.de/rechner/
- https://www.finanz.de/steuern/brutto-netto-rechner/
- https://www.stellenanzeigen.de/careeasy/brutto-netto-rechner/
- https://www.buchhaltung-einfach-sicher.de/finanzen/brutto-netto
- https://www.gehalt.de/einkommen/brutto-netto-rechner
- https://www.michaelpage.de/neuigkeiten-studien/gehaltsstudien/brutto-netto-rechner
- https://news.kununu.com/brutto-netto-berechnen/
- https://www.test.de/Brutto-Netto-Rechner-So-viel-Netto-bleibt-uebrig-5557780-0/
- https://www.brutto-netto-rechner.info/
- https://www.sparkasse.de/rechner/brutto-netto-rechner.html
- https://www.vlh.de/wissen-service/steuerrechner/brutto-netto-rechner.html
- https://taxfix.de/ratgeber/rechner/brutto-netto-rechner/
- https://www.stepstone.de/brutto-netto-rechner.html
- https://www.smartsteuer.de/online/lohnrechner/
- https://www.steuertipps.de/service/rechner/brutto-netto-gehaltsrechner
- https://www.finanzfluss.de/rechner/sozialabgaben/
- https://www.barmer.de/firmenkunden/tools-downloads/rechner/sozialversicherungsrechner-1138000
- https://www.brutto-netto-rechner24.de/
- https://www.tarifcheck.de/ratgeber/brutto-netto-rechner-gehaltsrechner/
- https://www.steuerklassen.com/kinderfreibetrag/rechner/
- https://www.zinsen-berechnen.de/nettolohn/nettogehalt-kinderfreibetrag.php
- https://www.gruendung.de/tools/brutto-netto-rechner/
- https://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/2023/196/wie_viel_kirchensteuer_spare_ich_wenn_ich_aus_der_kirche_austrete
- https://www.brutto-netto.de/wissen/steuerrechner/kirchensteuerrechner/
- https://www.brutto-netto-rechner.info/pkv/private-krankenversicherung-fuer-angestellte.php
- https://www.krankenversicherung-prognose.de/
- https://kvoptimal.de/blog/private-krankenversicherung/weniger-nettogehalt-durch-den-wechsel-in-die-pkv/
- https://www.make-it-in-germany.com/de/arbeiten-in-deutschland/arbeitswelt/gehalt-steuern-sozialversicherung
- https://www.tk.de/firmenkunden/versicherung/beitraege-faq/basiswissen-beitraege/beitraege-zur-sozialversicherung-berechnen-2031348
- https://www.slt-steuerberatung.at/tools-news/berechnungstools/netto-brutto-rechner/
- https://www.steuerklassen.com/brutto-netto-rechner/jahressonderzahlungen/
- https://www.bruttonetto.de/
- https://www.steuertipps.de/service/rechner/brutto-netto-gehaltsrechner-arbeitgeber
- https://www.nettolohn.de/rechner/gehaltsrechner-fuer-arbeitgeber.html
- https://finom.co/de-de/blog/brutto-netto-rechner/
- https://studibuch.de/magazin/so-funktioniert-ein-brutto-netto-rechner/

