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Der Schulabschluss ist geschafft – und nun? Studium, klassische Berufsausbildung oder duales Studium: Nach der Schule stehen mehrere Wege offen, und gerade diese Vielfalt macht die Entscheidung oft schwer. Ein guter erster Schritt ist, die eigenen Interessen, Stärken und Schwächen ehrlich einzuschätzen. Liegt dein Schwerpunkt eher im kaufmännischen, im technischen oder im sozialen Bereich? Auch soziale Berufe wie eine Ausbildung in der Pflege sind für viele eine Option. Dieser Beitrag gibt dir einen Überblick über die drei häufigsten Wege nach dem Schulabschluss.
Studium nach dem Schulabschluss
Wer gern lernt und bereit ist, sich einige Jahre in Theorie und Fachliteratur zu vertiefen, für den kann ein Studium der passende Weg sein. Mit einem Bachelor- oder Masterabschluss stehen anschließend häufig mehrere Berufsfelder offen. Die Regelstudienzeit für einen Bachelor liegt an deutschen Hochschulen bei sechs bis acht Semestern; ein anschließender Masterabschluss ist auf zwei bis vier Semester ausgelegt. Wie lange das Studium tatsächlich dauert, hängt von Fach, Hochschule und Studienmodell ab. Einen neutralen Überblick über Studiengänge und Zulassungsbedingungen bieten der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz und die Studiensuche der Bundesagentur für Arbeit.
Theorie und Praxis verbinden: das duale Studium
Ein häufiger Kritikpunkt am reinen Vollzeitstudium ist der geringe Praxisbezug. Genau hier setzt das duale Studium an: Es verbindet ein Hochschulstudium mit betrieblicher Praxis. Dual Studierende wechseln regelmäßig zwischen Hochschule und Unternehmen und sammeln so schon während des Studiums Berufserfahrung. Duale Studiengänge gibt es in vielen Bereichen – etwa in der IT-Branche, im Gesundheitswesen oder im kaufmännischen Bereich. Voraussetzung ist in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung wie das Abitur oder die Fachhochschulreife sowie ein Studien- beziehungsweise Ausbildungsvertrag mit einem Partnerunternehmen. Die Bewerbung läuft deshalb oft zuerst über den Betrieb.
Die klassische Ausbildung nach der Schulzeit
Wer nach der Schule möglichst schnell im Berufsleben ankommen möchte, ist mit einer klassischen dualen Berufsausbildung gut beraten. Sie findet parallel im Betrieb und in der Berufsschule statt und dauert je nach Beruf in der Regel zwei bis drei, in einigen Berufen bis zu dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen oder einem höheren Schulabschluss ist eine Verkürzung möglich. Wie lange genau ausgebildet wird und welche Inhalte vermittelt werden müssen, regelt die jeweilige Ausbildungsordnung. Die Auswahl an anerkannten Ausbildungsberufen ist groß, und jedes Jahr bleiben zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt. Nach der bestandenen Abschlussprüfung eröffnen Fort- und Weiterbildungen zusätzliche Aufstiegschancen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer klassischen Ausbildung und einem dualen Studium?
Bei der klassischen dualen Ausbildung lernst du im Betrieb und in der Berufsschule und schließt mit einer Abschlussprüfung ab. Ein duales Studium verbindet ein Hochschulstudium mit betrieblicher Praxis und endet zusätzlich mit einem akademischen Abschluss, meist dem Bachelor.
Wie lange dauert ein Bachelor- oder Masterstudium?
Die Regelstudienzeit beträgt für den Bachelor sechs bis acht und für den Master zwei bis vier Semester. Die tatsächliche Dauer hängt von Fach, Hochschule und Studienmodell ab.
Welche Voraussetzungen brauche ich für ein duales Studium?
In der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung wie Abitur oder Fachhochschulreife sowie einen Studien- oder Ausbildungsvertrag mit einem Partnerunternehmen. An einigen Hochschulen ist der Einstieg auch über eine abgeschlossene Berufsausbildung möglich.
Wie finde ich heraus, welcher Weg zu mir passt?
Hilfreich ist eine ehrliche Einschätzung der eigenen Interessen und Stärken. Orientierung bieten die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit, das Portal BERUFENET sowie neutrale Studienportale wie der Hochschulkompass.