Themenreihe VL II: Investmentfonds

© Rudie – Fotolia.com
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Wer bei der Anlage seinen vermögenswirksamen Leistungen (im Folgenden VL genannt) Wert auf eine hohe Rendite legt, ist mit Investmentfonds bestens beraten.

Für wen eignet sich eine VL-Anlage in Investmentfonds?

Investieren Anleger ihre VL in einen Investmentfonds, profitieren sie von den Vorteilen der Fonds. Aktienfonds – denn nur diese sind förderfähig – weisen im Gegensatz zu anderen Anlagen, eine wesentlich höhere Rendite auf. Im Durchschnitt beträgt diese 8% pro Jahr. Jedoch sollte beachtet werden, dass es sich hier um Durchschnittsrenditen im langfristigen Vergleich handelt. Eine Mindestrendite, wie bei festverzinslichen Sparanlagen, ist nicht garantiert.
Für diejenigen, die bereits andere Anlageformen besitzen, macht eine Anlage in Investmentfonds ebenfalls Sinn. Dadurch entsteht eine Diversifizierung – Risikostreuung. Unter bestimmten Voraussetzungen, erhalten Investoren auch eine Prämie vom Staat.

Welche Förderung erhalten Anleger von Vater Staat?

Alle, die ein zu versteuerndes Einkommen von nicht mehr als 20.000 Euro im Jahr haben, können in den Genuss der staatlichen Förderung für VL-Anlagen in Investmentfonds kommen. Staatlich werden im Jahr Einzahlungen bis zu 400 Euro mit 20% gefördert. Das heißt, Arbeitnehmer können 80 Euro Prämie im Jahr zusätzlich kassieren. Die staatliche Prämie muss jährlich in der Einkommenssteuererklärung beantragt werden. Allerdings wird die Förderung erst nach 7 Jahren Laufzeit gezahlt. Das heißt jedoch nicht, dass 7 Jahre eingezahlt werden muss. Bei geringeren Einzahlungen, wird der Bonus auch auf die geringeren Einzahlungen anteilig gewährt.

Was sind die Vorteile von Fonds gegenüber anderen Anlageklassen?

Mit Investmentfonds haben Anleger die Chance auf höhere Renditen, als im Sparbereich. Durch regelmäßige monatliche Einzahlungen, wird der so genannte Cost-Average-Effekt, das Prinzip der günstigen Durchschnittspreise genutzt. Das investierte Kapital geht auch nicht in die Insolvenzmasse der Depotbank ein, sollte es zu einem Konkurs dieser kommen. Das Geld wird stets getrennt vom Guthaben der Bank verwaltet. Generell sind Fondsanteile auch börsentäglich handelbar und damit sehr liquide. Allerdings sollte bei einer VL-Anlage die oben erwähnte Sperrzeit beachtet werden. Der große Nachteil dieser Anlageklasse ist, dass keinerlei Gewinn oder Rendite garantiert werden kann. Es kann auch zu Verlusten kommen. Im Extremfall sogar hin bis zum Totalverlust – was allerdings auch sehr unwahrscheinlich ist.

Die wichtigsten Aspekte noch einmal kurz zusammengefasst:

– Anlage in Investmentfonds bieten Chance auf hohe Renditen
– höchste staatliche Förderung aller VL-Anlagen – 20% auf das investierte Kapital
– 7 Jahre Laufzeit
– Gewinne können nicht garantiert werden

Sofern Sie sich für Investmentfonts als VL Anlage interessieren finden Sie in der Regel bei Ihrer Hausbank eine umfassende Beratung vor Ort. Eine ausführliche Beratung können und wollen wir im Internet nicht gewährleisten, da das Thema Investmentfonds sehr umfangreich ist und die Fonds von Anbieter zu Anbieter auch unterschiedlich strukturiert sind. Bitte nutzen Sie daher die vielfältigen Möglichkeiten von Hausbanken über Versicherungs- und Bankberater um sich umfassend vor einem Vertragsabschluss über die Chancen und Risiken zu informieren.

Weitere Informationen im Netz (zum Thema Cost Average Effekt):

– http://boersenlexikon.faz.net/costaver.htm

– https://www.postbank.de/privatkunden/pk_av_vermoegensaufbau_infoseiten_cost_average.html

– http://www.wiwi.uni-muenster.de/fcm/downloads/forschen/2003_Gibt_es_einen_Cost-Average-Effekt.pdf

– http://www.test.de/Private-Altersvorsorge-Das-richtige-Polster-1219738-1219998/