Inhaltsverzeichnis

Die Polizei Sachsen stellt in zwei Laufbahngruppen ein: über eine Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst (Laufbahngruppe 1) und über ein Studium im gehobenen Dienst (Laufbahngruppe 2). Für beide Wege gelten teils gleiche, teils unterschiedliche Einstellungsvoraussetzungen. Wer sich bewirbt, durchläuft anschließend ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Dieser Beitrag fasst Voraussetzungen, Ablauf und Vorbereitung zusammen.
Einstellungsvoraussetzungen der Polizei Sachsen
Unabhängig von der Laufbahn müssen Bewerberinnen und Bewerber einige Grundvoraussetzungen erfüllen:
- deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines EU-Staates bzw. von Norwegen, Liechtenstein oder der Schweiz
- ein Alter von mindestens 16 und höchstens 34 Jahren zum Einstellungszeitpunkt
- eine Mindestkörpergröße von 160 cm
- ein Schwimmnachweis (z. B. Deutscher Schwimmpass oder Jugendschwimmpass in Bronze)
- charakterliche, gesundheitliche und körperliche Eignung sowie keine Vorstrafen; sichtbare Tätowierungen und Piercings sind nicht zulässig
Für den mittleren Dienst (Ausbildung) wird mindestens ein Realschulabschluss verlangt – alternativ ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung oder ein gleichwertiger Bildungsstand. Für den gehobenen Dienst (Studium) ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife bzw. die Fachhochschulreife erforderlich, ebenso wird ein Führerschein der Klasse B erwartet.
Der Einstellungstest der Polizei Sachsen
Das Auswahlverfahren gliedert sich in drei Prüfungstage, die nicht unmittelbar aufeinanderfolgen – zwischen den Terminen können mehrere Wochen liegen. Die Einladung zum jeweiligen Termin erfolgt per E-Mail.
1. Auswahltag: PC-Test und Sporttest
Am ersten Tag steht ein computergestützter Fähigkeitstest an. Er umfasst einen Deutschtest (unter anderem ein Diktat sowie Aufgaben zu Rechtschreibung und Grammatik), einen kognitiven Fähigkeitstest (Intelligenztest, etwa mit Zahlenreihen und Analogien) und einen berufsbezogenen Persönlichkeitstest. Auf die inhaltlichen Anforderungen des Polizeiberufs sollte man sich vorab auseinandersetzen, da sie im Persönlichkeitstest eine Rolle spielen.
Anschließend folgt der physische Eignungstest. Geprüft werden ein Ausdauerlauf über 2.000 m (Frauen) beziehungsweise 2.400 m (Männer) mit einer Mindestzeit von 12 Minuten, Liegestütze sowie der Kasten-Bumerang-Test – eine Auftaktrolle mit anschließendem Überwinden von neun Kastenteilen innerhalb von 60 Sekunden. Gute Leistungen im Sporttest verbessern die Platzierung in der Rangliste.
2. Auswahltag: Gruppengespräch und Einzelinterview
Der zweite Tag besteht aus einem Gruppengespräch und einem strukturierten Einzelinterview. Im Gruppengespräch hat die Teamfähigkeit einen hohen Stellenwert: Gemeinsam mit anderen Bewerbern soll ein polizeilicher Sachverhalt bearbeitet werden. Es geht dabei weniger um die eine richtige Lösung als darum, wie jemand mit den anderen umgeht, kommuniziert, Kompromisse eingeht und andere Meinungen berücksichtigt. Im Einzelinterview sollte man die eigene Berufsmotivation deutlich machen und überzeugend darlegen, warum man geeignet ist. Gestellt werden zudem situative Fragen und Fragen zum bisherigen Lebenslauf.
3. Auswahltag: Polizeiärztliche Untersuchung
Am dritten Tag findet die polizeiärztliche Untersuchung statt, mit der die gesundheitliche Tauglichkeit festgestellt wird. Dazu gehören unter anderem ein Belastungs-EKG, ein Seh- und ein Hörtest, ein Lungenfunktionstest sowie ein ärztliches Gespräch.
Wie können sich Bewerber gezielt auf das Einstellungsverfahren vorbereiten?
Besonders für den Sporttest gilt: rechtzeitig mit dem Training beginnen. Für ungeübte Personen ist er kaum mit guten Ergebnissen zu bestehen, daher lohnt sich ein Aufbau über mehrere Wochen und Monate.
Auf den computergestützten Test lässt sich gut mit einschlägiger Übungsliteratur vorbereiten. Auch Erfahrungsberichte anderer Bewerber im Internet geben einen realistischen Einblick in die einzelnen Testabschnitte. Hilfreich ist es, gezielt jene Themen zu üben, die noch Schwierigkeiten bereiten – etwa Diktat und Grammatik, Logikaufgaben oder Konzentration unter Zeitdruck.
Eine strukturierte Vorbereitung bietet zudem die Plakos Akademie mit einem interaktiven Online-Testtraining und einer App, über die sich Aufgaben auch zwischendurch bearbeiten lassen. Lösungswege und der eigene Lernfortschritt werden dabei angezeigt.
Häufig gestellte Fragen
Welche Voraussetzungen muss ich für den Polizeidienst in Sachsen erfüllen?
Vorausgesetzt werden unter anderem ein Alter zwischen 16 und 34 Jahren, eine Mindestgröße von 160 cm, die deutsche oder eine EU-Staatsangehörigkeit (bzw. Norwegen, Liechtenstein, Schweiz), ein Schwimmnachweis sowie charakterliche und gesundheitliche Eignung. Für den mittleren Dienst genügt ein Realschulabschluss (oder Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung), für den gehobenen Dienst sind Hochschul- oder Fachhochschulreife und ein Führerschein der Klasse B erforderlich.
Wie lange dauert das Auswahlverfahren der Polizei Sachsen?
Das Verfahren umfasst drei Prüfungstage, die nicht direkt aufeinanderfolgen. Zwischen den einzelnen Terminen können mehrere Wochen liegen.
Welche sportlichen Anforderungen werden im Einstellungstest geprüft?
Zum physischen Eignungstest gehören ein Ausdauerlauf über 2.000 m (Frauen) bzw. 2.400 m (Männer), Liegestütze und der Kasten-Bumerang-Test mit einer Auftaktrolle und neun zu überwindenden Kastenteilen innerhalb von 60 Sekunden.
Wie bereite ich mich am besten auf den PC-gestützten Einstellungstest vor?
Sinnvoll ist das gezielte Üben der Testbereiche Deutsch (Diktat, Rechtschreibung, Grammatik), Logik und Intelligenz sowie das Kennenlernen des Persönlichkeitstests. Dabei helfen Übungsbücher, Erfahrungsberichte und digitale Trainingsangebote wie die Plakos Akademie.