NLP-Coach Ausbildung: Ablauf, Voraussetzungen und Abschluss

NLP-Coach im Gespräch mit einem Klienten
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Die NLP-Coach Ausbildung baut auf einer abgeschlossenen NLP-Practitioner-Ausbildung auf und bereitet darauf vor, die Methoden des Neuro-Linguistischen Programmierens gezielt in der Begleitung von Klientinnen und Klienten einzusetzen. Im Mittelpunkt stehen die Rolle und das Selbstverständnis als Coach, das Erarbeiten eines eigenen Coach-Profils sowie systemisches, Team- und Konfliktcoaching. Die Standards dieser Ausbildung legt der Deutsche Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren (DVNLP) fest; umgesetzt werden sie von den vom Verband anerkannten Instituten.

Neben den fachlichen Inhalten geht es um das nötige Handwerkszeug für die selbstständige Arbeit als Coach – etwa Marketing, Auftragsklärung und Coachingverträge.

Voraussetzungen

Voraussetzung für die NLP-Coach-Ausbildung ist eine abgeschlossene NLP-Practitioner-Ausbildung nach den Richtlinien des DVNLP. Wer bereits eine NLP-Master-Ausbildung abgeschlossen hat, kann im selben Kurs das Zertifikat zum Master Coach (DVNLP) erwerben. Für den erfolgreichen Abschluss ist eine Abschlussarbeit erforderlich. Das Mindestalter bei der Zertifikatsübergabe beträgt 25 Jahre.

Dauer und Aufbau

Schaubild: NLP-Coach (DVNLP)

Nach den DVNLP-Richtlinien umfasst die Ausbildung mindestens 135 Zeitstunden, die auf mindestens 18 Tage verteilt werden – üblicherweise in mehreren mehrtägigen Modulen. Hinzu kommen mindestens 15 Stunden Einzel- oder Gruppen-Supervision durch eine Lehrtrainerin oder einen Lehrtrainer. Ergänzend werden mindestens 40 Stunden Peergruppenarbeit empfohlen, in der die Teilnehmenden das Gelernte eigenständig üben und ihre Coachings vorbereiten.

Ausbildungsinhalte

Zu Beginn geht es um die eigene Positionierung: Selbstvermarktung, Akquise und ein erster Einblick in die Rechtslage der Coaching-Branche. Darauf aufbauend entwickeln die Teilnehmenden ihr Coach-Profil und beschäftigen sich mit Standortbestimmung und Selbstmanagement.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gestaltung des Coaching-Prozesses: Werkzeuge, Fragetechniken und Methoden des Coachings, die mit den Inhalten aus der Practitioner- und der Master-Ausbildung verknüpft werden. Dazu gehört auch, Coaching von Beratung und Supervision abzugrenzen und den Prozess in seine Phasen zu gliedern.

Breiten Raum nehmen Gruppen-, Paar- und Teamcoaching ein: Formen des Teamcoachings, Übungen zur Teamentwicklung, die Anwendung von NLP-Formaten auf Teams sowie Grundlagen der Konfliktlösung und ein Einblick ins Paarcoaching.

Darüber hinaus lernen die Teilnehmenden, weitere Modelle in ihre Arbeit einzubeziehen – etwa systemisches Denken und Handeln, Prinzipien phänomenologischer Aufstellungen und Grundlagen kinesiologischer Veränderungsarbeit. Behandelt werden zudem verschiedene psychotherapeutisch orientierte Ansätze sowie Konzepte wie Spiral Dynamics und das Soziale Panorama.

In den Modulen Testing und Supervision stehen Selbstreflexion und die Formen der Supervision im Vordergrund. Die Teilnehmenden entwickeln eigene Coaching-Strategien und üben, sie auf neue Kontexte zu übertragen.

Abschluss

Zum Abschluss dokumentieren die angehenden Coaches ihre praktische Coaching-Arbeit. Nach den DVNLP-Vorgaben umfasst die Abschlussarbeit drei Bestandteile: ein persönliches Profil als Coach, ein selbst entwickeltes Coaching-Konzept sowie drei ausführliche Falldokumentationen aus den eigenen Coachings. Form und Umfang werden vorab mit den Ausbildenden abgestimmt. Der Reflexion der durchgeführten Coachings kommt bei der Bewertung besondere Bedeutung zu.

Anerkennung und Einordnung

„Coach“ ist in Deutschland keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung – grundsätzlich darf sich jede Person so nennen. Das Zertifikat zum NLP-Coach ist entsprechend eine Verbandszertifizierung: Es bestätigt, dass die Ausbildung den Standards des DVNLP entspricht, ist aber kein staatlich anerkannter Abschluss. Für die spätere – meist selbstständige – Tätigkeit dient ein solches Zertifikat vor allem als Qualitätsnachweis gegenüber Auftraggebern.

Häufig gestellte Fragen

Welche Voraussetzungen braucht man für die NLP-Coach-Ausbildung?

Erforderlich ist eine abgeschlossene NLP-Practitioner-Ausbildung nach den Richtlinien des DVNLP. Das Mindestalter bei der Zertifikatsübergabe liegt bei 25 Jahren. Wer den NLP-Master abgeschlossen hat, kann im gleichen Kurs das Zertifikat zum Master Coach (DVNLP) erwerben.

Wie lange dauert die NLP-Coach-Ausbildung und wie ist sie aufgebaut?

Nach den DVNLP-Richtlinien umfasst sie mindestens 135 Zeitstunden an mindestens 18 Tagen, in der Regel verteilt auf mehrere Module. Hinzu kommen mindestens 15 Stunden Supervision; ergänzend werden rund 40 Stunden Peergruppenarbeit empfohlen.

Was kostet eine NLP-Coach-Ausbildung?

Einen einheitlichen Preis gibt es nicht – die Gebühren hängen vom jeweiligen Institut, vom Umfang und vom Format (Präsenz oder online) ab. Es handelt sich um eine private, verbandszertifizierte Weiterbildung, nicht um eine staatlich finanzierte Ausbildung. Die konkreten Kosten nennt der jeweilige Anbieter.

Welche Berufsaussichten hat man als NLP-Coach?

NLP-Coaches arbeiten überwiegend selbstständig, etwa in der persönlichen Entwicklung, im Business- und Team-Coaching oder in der Kommunikationsberatung. Da „Coach“ kein geschützter Titel ist, hängt der berufliche Erfolg stark von Spezialisierung, Erfahrung und Netzwerk ab; eine anerkannte Zertifizierung dient dabei als Qualitätsnachweis.

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