Visitenkarten: die bessere Alternative zum Flyer

Ordentlich gestapelte Visitenkarten auf einem Schreibtisch
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Visitenkarten gehören für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler zur Grundausstattung. Die kleine Karte transportiert die wichtigsten Kontaktdaten, hinterlässt beim Gegenüber einen Eindruck und landet – anders als ein Flyer – meist nicht sofort im Papierkorb, sondern im Portemonnaie. Damit sie diesen Zweck erfüllt, kommt es auf Inhalt, Gestaltung und Material an.

Grundregeln für die Gestaltung

Die klassische Aufgabe einer Visitenkarte ist die Weitergabe von Kontaktdaten. Darauf gehören in der Regel der Firmenname mit Logo, der Name und die Funktion der Person sowie Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Website. Ein festes gesetzliches Pflichtprogramm gibt es dafür nicht – ob eine Visitenkarte als Geschäftsbrief im Sinne von § 37a HGB gilt und damit Registerangaben tragen muss, ist rechtlich umstritten.

Bei der Typografie lässt sich einiges besser oder schlechter lösen. Linksbündig gesetzte Angaben sind meist am ruhigsten zu lesen; durchgehend zentrierter Text wirkt auf so kleiner Fläche schnell unübersichtlich. Auf die Karte gehören vor allem Logo und Kontaktdaten – zusätzliche dekorative Bilder lenken ab und lassen wenig Platz. Das Logo oder der Firmenname stehen sinnvollerweise weit oben, damit sie sichtbar bleiben, wenn die Karte in einem Kartenfach steckt.

Das gängige Standardformat in Deutschland und weiten Teilen Europas ist 85 × 55 mm – etwa so groß wie eine Scheckkarte. In diesem Maß passt die Karte in die meisten Etuis, Geldbörsen und Ablagesysteme, und alle üblichen Druckereien unterstützen es.

Eine Visitenkarte kann auch ein kleiner Flyer sein

Wer mehr unterbringen möchte als reine Kontaktdaten und Logo, kann die Rückseite nutzen. Zusammen bieten Vorder- und Rückseite genügend Platz, um kurz auf Leistungen, Tätigkeitsschwerpunkte oder einen Slogan hinzuweisen. Der Vorteil gegenüber einem Flyer: Visitenkarten werden seltener sofort weggeworfen. Sie wandern meist in den Geldbeutel und tauchen dort später wieder auf – dadurch wirken sie länger nach als so mancher ausführliche Flyer und lassen sich zudem leichter verstauen.

Material und Kosten

Visitenkarten zählen wegen ihrer geringen Fläche zu den günstigeren Printprodukten. Weil der Materialeinsatz klein ist, macht es den Auftrag meist nur unwesentlich teurer, auch die Rückseite zu bedrucken – der doppelte Platz lohnt sich also oft.

Beim Material entscheidet die Grammatur über die Haptik: Unterhalb von etwa 250 g/m² fehlt einer Karte die Stabilität, sie knickt leicht und wirkt dünn. Professionelle Karten liegen meist zwischen 300 und 350 g/m². Zusätzliche Veredelungen wie abgerundete Ecken, Stanzungen, Prägungen oder partieller Lack heben eine Karte optisch von der Konkurrenz ab; sie kosten Aufpreis, hinterlassen aber einen entsprechenden Eindruck.

Häufig gestellte Fragen

Welche Angaben gehören auf eine Visitenkarte?

Üblich sind Firmenname und Logo, der Name und die Funktion der Person sowie Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Website. Feste gesetzliche Pflichtangaben wie bei einem Geschäftsbrief gibt es nicht: Ob eine Visitenkarte unter § 37a HGB fällt, ist rechtlich umstritten.

Welches Format hat eine Standard-Visitenkarte?

Das gängige Standardformat in Deutschland ist 85 × 55 mm – etwa Scheckkartengröße. Es passt in die meisten Etuis und Geldbörsen und wird von allen üblichen Druckanbietern unterstützt.

Wie dick sollte das Papier für Visitenkarten sein?

Als Untergrenze gelten rund 250 g/m²; darunter wirkt die Karte schnell instabil. Für einen professionellen Eindruck liegen die meisten Karten zwischen 300 und 350 g/m².

Lohnt sich eine beidseitig bedruckte Visitenkarte?

Oft ja: Weil die Fläche klein ist, kostet die zweite Seite meist nur wenig Aufpreis und verdoppelt den Platz. Auf der Rückseite lassen sich Leistungen, ein Slogan oder ein QR-Code unterbringen, ohne die Vorderseite zu überladen.