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Was ist Executive Education?
Executive Education bezeichnet berufsbegleitende Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte. Angeboten wird sie von Universitäten und Business Schools, meist in drei Formaten: kompakte Kurzkurse zu einem einzelnen Thema, mehrmodulige Zertifikatsprogramme und der Executive MBA, der mit einem akademischen Grad abschließt. Die Formate unterscheiden sich vor allem in Umfang, Abschluss und Zielgruppe.
Vorteile von Executive Education
Welchen Nutzen ein Programm bringt, hängt vom Format ab. Typische Ziele sind:
- Aktuelle Management- und Führungsmethoden: Teilnehmende frischen ihr Wissen in Feldern wie Strategie, Marketing, Finanzen und Personalführung auf.
- Netzwerk: Weil die Programme Berufserfahrene aus unterschiedlichen Branchen zusammenbringen, entstehen fachliche Kontakte über das eigene Unternehmen hinaus.
- Anpassung an Veränderungen: Die Inhalte greifen aktuelle Entwicklungen auf und helfen, neue Anforderungen im eigenen Arbeitsumfeld einzuordnen.
Voraussetzungen und Anerkennung
Ob ein Programm formale Zugangsvoraussetzungen hat, richtet sich nach dem Abschluss. Kurzkurse und offene Zertifikatsprogramme stehen Berufstätigen meist ohne formale Hürde offen. Führt ein Programm dagegen zu einem akademischen Grad wie dem MBA, gelten die Vorgaben für Masterstudiengänge: Zugangsvoraussetzung ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss. Weiterbildende Masterstudiengänge – dazu zählen berufsbegleitende MBA- und Executive-MBA-Programme – setzen zusätzlich qualifizierte berufspraktische Erfahrung von nicht unter einem Jahr voraus. Bei weiterbildenden Programmen kann der Hochschulabschluss durch eine Eingangsprüfung ersetzt werden, sofern das jeweilige Landesrecht dies vorsieht.
Das richtige Programm auswählen
Bei der Auswahl zählen die eigenen Lernziele, der zeitliche Aufwand, die Kosten und der Ruf der Einrichtung. Ein prüfbares Qualitätsmerkmal für Studiengänge ist die Akkreditierung. In Deutschland lassen Hochschulen ihre Studiengänge über Agenturen akkreditieren, die der Akkreditierungsrat – eine gemeinsame Einrichtung der Länder – zulässt. Die Akkreditierung ist eine externe Qualitätssicherung und schafft für Studierende und Arbeitgeber Orientierung über Studienangebote und Abschlüsse. Auf wirtschafts- und managementbezogene Programme ist unter anderem die FIBAA spezialisiert.
Drei Schritte helfen bei der Entscheidung:
- Lernziele festlegen: Klären, welche Fähigkeiten das Programm konkret vermitteln soll.
- Angebote vergleichen: Inhalte, Abschluss, Zeitmodell und Akkreditierung mehrerer Anbieter gegenüberstellen.
- Mit Alumni sprechen: Ehemalige geben aus erster Hand Auskunft über Praxisnutzen und Aufwand.
Häufig gestellte Fragen
Welche Voraussetzungen brauche ich für einen Executive MBA?
Ein Executive MBA ist ein weiterbildender Masterstudiengang. Vorausgesetzt werden ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss und qualifizierte berufspraktische Erfahrung von nicht unter einem Jahr. In einzelnen Bundesländern kann der Hochschulabschluss durch eine Eingangsprüfung ersetzt werden.
Wie lange dauern Executive-Education-Programme?
Das hängt vom Format ab: Kurzkurse sind kompakt, Zertifikatsprogramme umfassen mehrere Module, und ein Executive MBA läuft berufsbegleitend über mehrere Semester. Die genaue Dauer legt der jeweilige Anbieter fest.
Was kostet Executive Education?
Die Gebühren unterscheiden sich stark nach Format und Anbieter; ein Executive MBA liegt dabei am oberen Ende. Verbindliche Kosten und mögliche Finanzierungswege nennt die anbietende Hochschule.
Lohnt sich Executive Education auch ohne Führungsposition?
Formale Voraussetzung für einen weiterbildenden Master ist Berufserfahrung, nicht zwingend eine Führungsposition. Offene Kurz- und Zertifikatsformate stehen auch ohne Führungsrolle offen; ein Executive MBA richtet sich dagegen vor allem an Berufserfahrene mit Managementaufgaben.