Studienwahl – Studienorientierung 2013

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Die Qual der Wahl: Wichtige Entscheidungen vor dem Antritt eines Studiums

Bildung wird für berufliche Qualifikation und für Aufstiegschancen im Job immer wichtiger, immer mehr Arbeitgeber legen bei ihren Bewerbern Wert auf einen Hochschulabschluss. Durch diverse Reformen, die innerhalb der deutschen Bildungslandschaft und im Universitätsbetrieb in den letzten Jahren durchgeführt wurden, konnten die Voraussetzungen für den Antritt eines Studiums in weiten Kreisen auf ein gleiches und faires Niveau gestellt werden. So ist es mittlerweile möglich, über zweite und dritte Bildungswege die Hochschulreife zu erlangen oder aber über einen berufsqualifizierten Zugang ein Studium zu beginnen.

Doch für viele stellt die erste Hürde nicht die Möglichkeit zur Zulassung dar, sondern die Wahl des richtigen Studiengangs. In vielen Fachbereichen sind die Abbrecherquoten auch deshalb besonders groß, weil diese Entscheidung vorschnell getroffen und nicht ausreichend überdacht wurde. Deswegen ist es von immenser Wichtigkeit, bei der Studienwahl Prioritäten zu setzen und die eigene Eignung sowie die Neigungen auf Herz und Nieren zu prüfen.

Punkte, die es bei der Wahl des Studienfachs zu berücksichtigen gilt

Prinzipiell sollte bei der Wahl des Studiengangs und des Studienfachs ein Kompromiss eingegangen werden, der sowohl die eigenen Interessen und Neigungen als auch die persönliche Qualifikation und den Berufswunsch beachtet und einschließt. In den meisten Fällen kristallisiert sich bereits in der Schulzeit heraus, wo die persönlichen Schwerpunkte und Begabungen liegen. So kann es häufig sein, dass sprachbegabte Personen eher schwach im Bereich der Mathematik und der Naturwissenschaften sind; im umgekehrten Fall zeigt sich nur in wenigen Fällen eine ausgesprochene sprachliche und fremdsprachliche Begabung bei mathematikbegabten Schülern.

Solche Leistungsschwerpunkte sollten auch bei der Wahl des Studiums berücksichtigt werden: Wer während seiner ganzen Schulzeit mit seinen mathematischen Leistungen auf dem Tiefpunkt stand, würde in einem stark zahlenorientierten Studium wie Betriebs- oder Volkswirtschaftslehre eher schlecht abschneiden; begnadete Naturwissenschaftler hingegen sind im Bereich der Sprach- oder Literaturwissenschaft oder der Journalistik eher schlecht aufgehoben.

Des Weiteren kann von der althergebrachten Vorstellung eines Studiums ein Stück weit abgewichen werden: Wer den Wunsch hat, auch während der Studienzeit bereits praktische Kenntnisse zu erwerben und das Berufsleben zu erfahren, kann sich mittlerweile auch für duale Studiengänge bewerben, die von größeren Firmen angeboten werden. Auch Hochschulen (früher FH) bieten stark praxisorientierte Studiengänge an, bei denen neben theoretischen Kenntnissen auch Einblicke in Arbeitsabläufe vermittelt werden.

Mögliche Anlauf- und Infostellen

Von großer Wichtigkeit ist auch das Einholen von Informationen über den Studiengang, das Studienfach und den Studienort. Der Lebensmittelpunkt liegt während der Studienjahre zumeist in der Universitätsstadt, weshalb man diese auch vorab einmal besichtigen und sich mit ihren Strukturen vertraut machen sollte.

Möglichkeiten zum Sammeln von Informationen gibt es viele: Immer wieder werden nationale und internationale Hochschulrankings durchgeführt, deren Ergebnisse veröffentlicht werden und die verschiedene Universitäten und deren Studienangebote nach Umfragen unter den Studierenden prüfen und bewerten. Ein prominentes Beispiel dafür ist das CHE-Hochschulranking.

Auch die Homepages der diversen Universitäten sind für Studienanfänger sehr aufschlussreich: Schwerpunkte und zentrale Aspekte der Fächer werden dort geschildert und erklärt.
Nie von der Hand zu weisen sind auch persönliche Erfahrungswerte: Nahezu alle Studiengänge haben an den Universitäten eine eigene studentische Fachschaft, die gerne zu Auskünften per Telefon oder Mail bereit ist und gerade Studienanfängern mit Rat und Tat zur Seite steht; solche Angebote können auch genutzt werden, wenn die Wahl der Fachrichtung noch nicht feststeht.

Die Wichtigkeit der eigenen Entscheidung

Die Entscheidung fürs Studienfach ist von enormer Wichtigkeit und sollte auf Herz und Nieren geprüft werden: Die Neigungen und Interessen kann nur der zukünftige Studierende selbst kennen und bewerten. Bei dieser Wahl sollte man ehrlich zu sich selbst sein, sich über die eigene Qualifikation im Klaren und sicher sein. Unabhängig von der Studienwahl der Schulfreunde oder dem Partyleben in der zukünftigen Universitätsstadt muss die eigene und ehrliche Entscheidung für den Studiengang getroffen werden, der den persönlichen Neigungen entspricht und den Zugang für die Berufswelt darstellt.

Lesenswertes zur Studienwahl:

– Studiengang Verzeichnis von just-study.com

CHE Hochschulranking

Hochschulkompass