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Berufsbild Textilreiniger

Zu den Tätigkeiten eines Textilreinigers zählen das Reinigen und das Waschen von verschiedenen Textilien sowie beispielsweise von Teppichen oder Leder. Textilreiniger sind Fachleute für Hygiene und fällen Entscheidungen über die richtigen Reinigungsmethoden (beispielsweise trockene oder nasse Reinigungen) für verschiedene Stoffe.

Neben dem Reinigen zählt zu den Aufgaben eines Textilreinigers auch das sogenannte Finishen sowie das Bügeln oder Dämpfen von Textilien. Des Weiteren bedienen die Fachleute für Hygiene Reinigungsmaschinen, übernehmen deren Wartung und beraten Kunden hinsichtlich geeigneter Behandlungsmöglichkeiten von Textilien.
Arbeitsfelder eines Textilreinigers sind beispielsweise Reinigungsbetriebe oder auch Wäschereien in Krankenhäusern oder Hotels. Auch Betriebe, die auf die Tätigkeit der Textilveredlung spezialisiert sind, beschäftigen Textilreiniger in den Bereichen der Färbung und Reinigung entsprechender Textilien.

Die Ausbildung

In Deutschland ist die Ausbildung zum Textilreiniger ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Geregelt ist die Berufsausbildung nach Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Angeboten wird die Ausbildung sowohl durch das Handwerk als auch im Bereich Industrie und Handel und findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. In der Regel beträgt die Ausbildungsdauer drei Jahre. Eine Vorschrift zu einem benötigten Schulabschluss als für den Beginn einer Ausbildung zum Textilreiniger besteht nicht.
Im ersten Ausbildungsjahr erstrecken sich die Lerninhalte beispielsweise über die Vorbereitung des Arbeitsplatzes, der Auswahl geeigneter Werkstoffe und Arbeitsgeräte und dem Disponieren von Maschinenbelegungen. Vermittelt wird außerdem das Sortieren des Behandlungsguts nach Aspekten wie Materialbeschaffenheit, Verschmutzung oder Farbe. Des Weiteren lernt ein Auszubildender zum Textilreiniger während des ersten Lehrjahrs die Bearbeitung von Begleitpapieren und die Anwendung von Richtlinien und Merkblättern.

Ausbildungsinhalte des zweiten Ausbildungsjahres sind beispielsweise das Kontrollieren von Reinigungsergebnissen, das Zusammenstellen und Dokumentieren von Chemikalien, das Pflegen von Betriebsdaten und das Anwenden von Plänen und Zeichnungen. Außerdem wird vermittelt, Störungen an Maschinen festgestellt und behoben werden können, welche Auswirkungen Faktoren wie Zeit und Temperatur auf das Behandlungsgut haben und auch, wie Kundengespräche der Situation angemessen geführt werden. Zu den Kenntnissen, die im dritten Ausbildungsjahr vermittelt werden, zählen schließlich unter anderem das Ermitteln von Kundenwünschen, das Handhaben von Mess- und Überwachungseinrichtungen und das Erstellen von technischen Programmabläufen. Überprüft wird die Berufseignung durch eine Zwischen- und eine Abschluss- beziehungsweise Gesellenprüfung.


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