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Berufsbild des Tankwarts

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Zu den Zuständigkeiten eines Tankwarts zählt es unter anderem, Kraftfahrzeuge mit Treibstoff zu versorgen und Dienstleistungen am Kraftfahrzeug durchzuführen. Auch der Verkauf von Zubehör- und Ersatzteilen zählt zu den Aufgabenbereichen, die ein Tankwart übernimmt.
Das Berufsfeld, in dem ein Tankwart hauptsächlich beschäftigt ist, ist die Tankstelle. Aber auch in Autowaschanlagen, denen eine Tankstelle angegliedert ist, finden sich Tankwarte.

Die Ausbildung zum Tankwart:

Die Ausbildung zum Tankwart dauert in der Regel drei Jahre und ist bundesweit nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) eine anerkannte Ausbildung. Stellen, die eine entsprechende Ausbildung anbieten, finden sich im Handel.

Seine Ausbildungszeit verbringt ein Auszubildender sowohl im auszubildenden Betrieb als auch in einer berufsbildenden Schule. Im Rahmen der Ausbildung wird einem angehenden Tankwart unter anderem vermittelt, welche verschiedenen Kraft- und Schmierstoffe es gibt und welche Eigenschaften jeweils zu beachten sind. Außerdem wird informiert über den Vertrieb von Mineralöl sowie über dessen Transport und Lagerung. Ein Auszubildender erhält Informationen zu der Organisation von Tankstellen und zu den Vorschriften, die bezüglich brennbarer Flüssigkeiten und bezüglich der Unfallverhütung bestehen. Auf praktischem Gebiet wird der Auszubildende unter anderem trainiert in Fertigkeiten wie dem Handhaben und Pflegen von technischen Arbeitsgeräten, dem Pflegen von Kühlsystemen, dem Ein- und Ausbau von Zündkerzen, dem Wechseln von Reifen oder dem Überprüfen von Beleuchtungsanlagen. Außerdem erlernt der Auszubildende das Auszeichnen und Präsentieren von Waren, das Bedienen an der Ladenkasse und das Ausstellen von Quittungen.

Nach dem ersten Ausbildungsjahr zum Tankwart wird durch den Auszubildenden eine Zwischenprüfung abgelegt. Ein erfolgreiches Bestehen dieser Zwischenprüfung ist unter anderem die Voraussetzung für eine Zulassung zur Abschlussprüfung. Die Abschlussprüfung umfasst schließlich sowohl eine Fertigkeits- als auch eine Kenntnisprüfung. Im Rahmen der Fertigkeitsprüfung sind verschiedene Arbeitsproben zu erstellen. Diese Proben können beispielsweise aus den Bereichen 'Arbeiten am Kraftfahrzeug' oder 'Verkauf von Treibstoff und Öl' stammen. Während der Kenntnisprüfung werden schriftlich Kenntnisse geprüft in den Bereichen Fachbericht, Fachkunde und Fachrechnen. Mündlich geprüft werden zusätzlich die Kenntnisse in den Bereichen Betriebskunde, Waren- und Verkaufskunde sowie Fachkunde. Die Prüfungen werden bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt. Wird eine Abschlussprüfung im ersten Durchlauf nicht erfolgreich absolviert, kann die Prüfung zwei weitere Male wiederholt werden.


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