Berufsbild Geomatiker

Das Berufsbild des Geomatikers beschäftigt sich inhaltlich mit sogenannten Geoinformationen, also mit Informationen, die geografische Phänomene betreffen.
Zu den verschiedenen Arbeitsschritten eines Geomatikers zählen unter anderem die Beschaffung von Geoinformationen und deren Erfassung mithilfe verschiedener Methoden. Vermessungsmethoden, die von Geomatikern durchgeführt werden, sind beispielsweise Höhen- und Lagenvermessungen. Ein weiterer Arbeitsschritt des Geomatikers besteht in der Verarbeitung und der Darstellung der von ihm erhobenen geografischen Daten. Zu den Aufgaben eines Geomatikers zählt es außerdem, bereits erhobene Geoinformationen in regelmäßigen Abständen auf deren Korrektheit und Plausibilität zu prüfen.
Eingesetzt werden können Geomatiker beispielsweise im öffentlichen Dienst oder in der Privatwirtschaft. Im öffentlichen Dienst bekleiden Geomatiker beispielsweise Funktionen im Geoinformations- oder Vermessungswesen. Innerhalb der Privatwirtschaft sind Geomatiker beispielsweise in Kartografieverlagen oder Fernerkundungsunternehmen tätig.

 

Die Ausbildung zum Geomatiker:

Mit Einführung der Berufsbezeichnung des Geomatikers wurden in Deutschland zum 1. August 2010 die zuvor bestehenden Ausbildungsberufe des Kartografen, des Vermessungstechnikers und des Bergvermessungstechnikers außer Kraft gesetzt.

Die Ausbildungszeit zum Geomatiker beträgt in Deutschland 3 Jahre, in der Schweiz erstreckt sich die Ausbildung über 4 Jahre. In der Schweiz kann im Zuge der Ausbildung zwischen verschiedenen Schwerpunkten gewählt werden. Diese Schwerpunkte liegen bei den Themen Kartografie, Geoinformatik oder Amtliche Vermessung.

In Deutschland findet die duale Ausbildung zum Geomatiker zum Teil im jeweiligen Ausbildungsbetrieb und zum anderen Teil in einer Berufsschule statt. Geregelt ist die Ausbildung in der Ausbildungsordnung der Berufe des Zweiges Geoinformationstechnologie. Innerhalb des Ausbildungsverlaufs absolvieren Auszubildende eine Zwischen- und eine Abschlussprüfung. Die Zwischenprüfung erfolgt in der Regel nach Abschluss des ersten Ausbildungsjahres. Zu bearbeitende Inhalte der Zwischenprüfung sind fallorientierte Aufgaben, die schriftlich gelöst werden müssen. Die Abschlussprüfung des Ausbildungsganges zum Geomatiker besteht aus 5 Teilprüfungen. Anhand dieser Teilprüfungen soll ein Auszubildender nachprüfen, dass er sich im Zuge seiner Ausbildung eine berufliche Handlungskompetenz angeeignet hat. Den größten Anteil an der Bewertung der Abschlussprüfung hat die Teilprüfung 'Geodatenprozesse' (zu den Geodatenprozessen zählen unter anderem das Erfassen, Verarbeiten und Auswerten von geografischen Daten). Die Abschlussprüfung gilt als bestanden, wenn die Gesamtleistung mindestens mit 'ausreichend' bewertet wird.


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