Berufsbild Bergbautechnologe

Großbagger im Braunkohletagebau

Im Bereich der Bergbautechnologie gibt es zwei mögliche Fachrichtungen, die in der Ausbildung eingeschlagen werden können: Tiefbautechnik und Tiefbohrtechnik.

Bergbautechnologe für Tiefbautechnik

Bergbautechnologen mit der Fachrichtung Tiefbautechnik arbeiten vor allem in Bereichen wie Bergbau (z. B. Steinkohlebergbau, Erzbergbau) sowie in der Rohstoffgewinnung (z. B. Salzgewinnung).
In der Regel sind sie also in Bergwerken tätig. Hier arbeiten sie an Abbaumaschinen, Lade- und Fördereinrichtungen und anderen Werkzeugen.
Die Ausbildung in der Bergbautechnologie mit Fachrichtung Tiefbautechnik dauert 3 Jahre, kann aber auf Antrag um 6 Monate verkürzt werden. Auch eine Verlängerung der Ausbildungszeit kann in Ausnahmefällen erfolgen.

Für eine Ausbildung zum Bergbautechnologen für Tiefbautechnik sollten Schulabsolventen entweder einen Hauptschul- oder Realschulabschluss oder die Hochschulreife vorweisen können. Des weiteren ist ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung notwendig, Auszubildende unter 18 Jahren müssen aufgrund des Jugendarbeitsschutzgesetzes auch ein Attest über die Erstuntersuchung vorlegen.

Angehende Bergbautechnologen für Tiefbautechnik sollten in den Fächern Physik, Mathematik, Werken/ Technik gute Leistungen mitbringen und dürfen sich nicht davor scheuen, unter Tage auf beengtem Raum mit mehreren Kollegen zu arbeiten. Neben Sorgfalt, Umsicht und Verantwortungsbewusstsein ist für Bergbautechnologen im Bereich Tiefbautechnik auch Teamgeist erforderlich.

Bergbautechnologe für Tiefbohrtechnik

Ein Bergbautechnologe in der Fachrichtung Tiefbohrtechnik befasst sich vorwiegend mit Arbeiten in Tiefbau- und Tiefbohrunternehmen, im Brunnenbau oder auch in der Rohstoff- und Energiegewinnung. Auch im Bergbau können Bergbautechnologen für Tiefbohrtechnik ihre Tätigkeit ausüben. Als Bergbautechnologe in diesem Bereich wird allerdings vorrangig über Tage gearbeitet und es werden sämtliche Maschinen, die zum Lösen von Gestein dienen (z. B. Fräs- und Bohrwerkzeuge), bedient, gewartet und montiert.

Auch hier beträgt die Ausbildungsdauer 3 Jahre und kann auf Antrag um 6 Monate verkürzt oder im Ausnahmefall auch verlängert werden.
Eine bestimmte schulische Vorbildung ist für die Ausbildung zum Bergbautechnologen für Tiefbohrtechnik nicht vorgeschrieben, oft werden Schulabsolventen mit mittlerem Bildungsabschluss eingestellt. Gute bis sehr gute Kenntnisse in den Schulfächern Mathematik, Werken/ Technik und Physik bilden eine Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung. Zusätzlich sollten Bergbautechnologen für Tiefbohrtechnik teamfähig, sorgfalts- und verantwortungsbewusst sowie umsichtig sein.
Auszubildende müssen ihrem Ausbildungsbetrieb die gesundheitliche Eignung nachweisen, Auszubildende unter 18 Jahren benötigen zusätzlich entsprechend des Jugendarbeitsschutzgesetzes ein Attest über die Erstuntersuchung.

Die Ausbildungsinhalte für Bautechnologen beider Fachrichtungen sind vor allem in den ersten 18 Ausbildungsmonaten gleich. Erst in den letzten 18 Monaten differenzieren die Lehrinhalte entsprechend der jeweiligen Fachrichtung. Im Berufsschulunterricht werden neben den theoretischen Kenntnissen der einzelnen Berufe auch rechtliche Grundlagen wie Arbeitsschutz, Umweltschutz, Unfallverhütung sowie Verwaltungsaufgaben gelehrt.

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